Vorstellungsgespräch
am Mai 8, 2018 | von | Kategorie Bewerben, aber richtig!

Das perfekte Vorstellungsgespräch

Du hast mit deinen Bewerbungsunterlagen überzeugt und wurdest zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen? Gratulation! Im nächsten Schritt geht es nun darum, auch persönlich zu überzeugen. Die Vorbereitung auf das Gespräch kann dir zu einem enormen Vorteil gegenüber anderen Bewerbern verhelfen. Wir verraten dir, worauf es ankommt!

Inhaltsverzeichnis

1. Die Vorbereitung aufs Vorstellungsgespräch
2. Der Ablauf eines Vorstellungsgespräches
3. Worauf solltest du achten?
4. Tipps für mehr Selbstbewusstsein und weniger Angst beim Vorstellungsgespräch
5. So gehst du das Gespräch locker und entspannt an!

 

Die Vorbereitung aufs Vorstellungsgespräch

1. Stelleninserat aufmerksam lesen

Was verrät dir das Stelleninserat über deinen Traumjob bzw. über das Bewerbungsgespräch? Die Jobanzeige enthält nicht nur eine Beschreibung des potenziellen Aufgabenbereichs und ein Anforderungsprofil über deine Fähigkeiten, sondern meist auch genaue Anweisungen, welche Unterlagen du mitschicken sollst – und vor allem, in welcher Form die Unterlagen übergeben werden sollen (z. B. per Mail oder Online-Formular, Dateigröße des Anhangs etc. ).

2. Der richtige Zeitpunkt

Ein frühzeitiger Termin zu Beginn des Tages ist weit vorteilhafter als ein Nachmittags- oder Abendtermin. Der richtige Zeitpunkt zählt, gerade dann, wenn der Personaler viele Interviews im Laufe eines Tages führt. Bei den ersten Kandidaten des Tages sind die Inputs noch frisch und überschaubar und die Entscheidung fällt leichter. Je weiter der Tag vorangeschritten und je mehr Interviews der Personalverantwortliche an diesem Tag bereits hinter sich hat, desto mehr Informationen kommen zusammen, die Aufmerksamkeit sinkt und der Personaler greift eher auf Erfahrungswerte zurück, um einen Bewerber einzuschätzen. Dienstag, Mittwoch und Donnerstag eignen sich übrigens besonders gut für einen Termin fürs Vorstellungsgespräch.

3. Das Gespräch üben

Das Gespräch laut zu üben ist die beste Vorbereitung, die du treffen kannst. Schaue dir mögliche Bewerbungsfragen an und versuche sie mehrmals laut zu beantworten. Wichtig ist dabei, dass du positiv, freundlich und selbstbewusst klingst. Visualisiere dein Gegenüber, sprich ruhig und langsam und achte auf eine deutliche Aussprache.

4. Gutes Benehmen

Höflichkeit, Freundlichkeit und gute Manieren vom Anfang bis zum Schluss – denn dein Bewerbungsgespräch beginnt schon beim ersten Telefongespräch mit der/dem Assistenten/in oder beim Betreten des Unternehmensgebäudes und bei den ersten Worten an der Rezeption. Schlechtes Benehmen kann dich schnell die Jobzusage kosten! Sei also respektvoll und höflich zu allen, denen du vom Betreten bis zum Verlassen des Gebäudes begegnest.

 

Der Ablauf eines Vorstellungsgespräches

Obwohl vieles im Bewerbungsgespräch stark vom Interviewer abhängt, gibt es dennoch ein generelles Schema, an dem du dich orientieren kannst. Dieses teilt das Gespräch in sechs Phasen ein:

1. Begrüßung und Smalltalk

Hier kannst du mit einem freundlichen Lächeln und Augenkontakt dafür sorgen, einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen.

2. Kennenlernen

Hier punktest du mit einer guten Selbstpräsentation (Meist lautet die Frage dazu: Erzählen Sie uns etwas über sich) und deinem Wissen über das Unternehmen. Informiere dich auch über die fünf Wörter, die du auf keinen Fall in der Selbstpräsentation verwenden solltest.

3. Bewerbungs- und Leistungsmotivation

Auch wenn jeder Interviewer anders ist und seine Fragen gezielt auf die Bedürfnisse des Unternehmens anpasst, gibt es Standardfragen, die immer wieder auftauchen. Am besten, du bereitest dich darauf vor, um im Fall der Fälle eine passende Antwort parat zu haben, mit der du deine Qualifikationen, Erfahrungen und Fähigkeiten ins richtige Licht rückst.

Häufige Fragen:
Warum wollen Sie bei uns arbeiten?
Warum möchten Sie wechseln?
Wie stellen Sie sich einen typischen Arbeitstag vor?
Was haben Sie im Zeitraum von – bis gemacht?
Wie gehen Sie mit schwierigen Kollegen um?
Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

4. Lebenslauf und Persönlichkeit

Wenn es um Fragen zu deinem Lebenslauf geht, empfiehlt es sich, deine Antworten nicht nur gut zu begründen, sondern auch, einen Bezug zur ausgeschriebenen Stelle herzustellen. In Bezug auf die Persönlichkeit tauchen die folgenden beiden Fragen immer wieder gerne auf: Was sind Ihre Stärken? Was sind Ihre Schwächen? Auch die Frage nach den Hobbys wird gelegentlich im Gespräch gestellt.

5. Rückfragen

Gibt es die Gelegenheit, Fragen zu stellen, nutze diese, um damit auch dein Interesse zu bekunden. Am besten überlegst du dir bereits vorab, was du gerne wissen möchtest und fragst dann nur jene Fragen, die im Gespräch noch nicht beantwortet wurden. Beachte dabei unbedingt: Es gibt auch Fragen, die du niemals stellen solltest.

6. Verabschiedung

Der letzte Eindruck ist fast so wichtig wie der erste. Bedanke dich beim Interviewer für seine Zeit und vergiss nicht auf den Blickkontakt beim Verabschieden.

Ein anderes Szenario zum Ablauf eines Bewerbungsgespräches wäre ein Telefoninterview. Wir bereiten dich in unserem Artikel im Telefoninterview überzeugen darauf vor. Auch ein Bewerbungsgespräch via Skype kann in der Praxis vorkommen.

 

Worauf solltest du achten?

  • Offene Körpersprache: Blickkontakt, Lächeln, gerade Körperhaltung, fester Händedruck, offene Haltung.
  • Dresscode besser zu formal als zu schrill.
  • Antworte kurz, aber interessant.
  • Bereite dich auf häufig gestellte Fragen vor.
  • Vermeide Themen wie Kündigung, Bezahlung, schlechte Erfahrungen, Privatleben und ehemalige Vorgesetzte, sofern sie nicht direkt vom Interviewpartner angeschnitten werden.
  • Vermeide außerdem: auf die Uhr schauen, Monologe führen, unnötige Fehler, absolute No-Go‘s
  • Stelle dein Handy lautlos, um peinliche Unterbrechungen durch Anrufe zu vermeiden.
  • Bewirbst du dich für eine Stelle in der Gastronomie oder im Catering, empfiehlt es sich, sich auf eine Frage speziell vorzubereiten: Welche Getränke passen zu welchem Essen? Es erwartet zwar niemand, dass du mit umfangreichen Sommelier-Wissen auftrumpfst, aber die Basics solltest du drauf haben: Weißwein zu Huhn und Fisch, Rotwein zu rotem Fleisch, was eignet sich als Aperitif, was als Digestif? Lies dich da vorher ein wenig ein, dann kannst du mit diesem Wissen beim Personaler punkten. Was du sonst noch wissen solltest über den Dresscode im Vorstellungsgespräch, was es bezüglich Haare und Aussehen zu beachten gilt und wie du körpersprachliche Elemente wie Mimik und Gestik erfolgreich einsetzt, erfährt du in unserem Artikel über das Perfekte Vorstellungsgespräch im Gastronomiebereich.

Weitere wertvolle Tipps, die dir für die Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch helfen können, findest du in unserem Artikel zum besten Zeitpunkt für dein Jobinterview sowie Psychotricks, mit denen du jedes Bewerbungsgespräch meisterst.

 

Tipps für mehr Selbstbewusstsein und weniger Angst beim Vorstellungsgespräch

  • Nicht von vornherein das Schlimmste annehmen: Erstens ist das Gespräch für beide Seiten da, um zu sehen, ob man zueinander passt und zweitens gehst nicht nur du mit einer bestimmten Hoffnung ins Gespräch, sondern auch der Personaler. Nimm dir mit diesem Gedanken ein wenig den Druck.
  • Vorbereitung: Je besser du dich vorbereitet hast, desto weniger kann dich aus der Bahn werfen. Investiere also genügend Zeit in die Vorbereitung.
  • Das Vorstellungsgespräch visualisieren: Es hilft, sich schon vorab in die Gesprächssituation zu versetzen und in Gedanken die mögliche Abfolge des Vorstellungsgespräches durchzugehen.
  • Das Äußere zählt: Der erste Eindruck ist beim Vorstellungsgespräch ganz wichtig. Dieser hängt auch stark mit deinem Outfit zusammen – überlege dir daher gut, wie du dich kleidest und was zum Unternehmen passt.
  • Authentisch bleiben: Nur mit Natürlichkeit wirst du auch punkten. Alles, was zu aufgesetzt und einstudiert wirkt, hinterlässt beim Personaler einen negativen Beigeschmack.

 

So gehst du das Bewerbungsgespräch locker und entspannt an

Viele Bewerber haben mit Lampenfieber zu kämpfen, sind angespannt und nervös, wenn sie vor der Tür der Büros des Recruiters stehen. Kein Wunder – geht es im Bewerbungsgespräch um viel und möchte man sich doch von seiner besten Seite zeigen. Da schleicht sich dann ein nervöses Wackeln mit den Füßen ein, man spricht schneller oder piepst plötzlich leise und schüchtern wie ein Mäuschen, weiß nicht wohin mit den Händen. Mit einigen Tipps und drei kuriosen Begriffen lässt sich die Anspannung und der ein oder andere nervöse Tick unter Kontrolle bringen.

1) Die Schnecke, die Trompete und der Elefant

Wer dazu neigt, in stressigen Situationen schneller oder leiser zu sprechen, der kann sich mit Bildern im Kopf helfen. Stell dir eine Schnecke vor, wenn du dazu neigst, zu schnell zu sprechen. Das Bild einer Trompete oder Elefanten kann dir dabei helfen, wenn du im Gespräch dazu neigst, immer leiser zu werden. Je öfter du das auch im Alltag abseits von Bewerbungsgesprächen übst, desto stärker wird die Wirkung dann im Ernstfall sein.

2) Der Bleistift

Natürlich soll deine Gestik locker und unverkrampft sein. Manchmal ist das aber gar nicht so einfach, besonders wenn man dazu neigt, mit den Händen herumzufuchteln. Und hier kommt der Bleistift ins Spiel. Nimm ihn in die Hand und leg deine Hände mit dem Bleistift ruhig auf den Tisch. So hast du einen Anker, an dem du dich festhalten kannst und zu dem du nach den Gestiken zurückkehren kannst.

3) Der Kutschersitz

Eine entspannte, aufrechte Körperhaltung vermittelt Selbstvertrauen und Kompetenz, das ist im täglichen Leben so und gilt natürlich auch für das Bewerbungsgespräch.
Hier hilft der Kutschersitz. Wie sitzt der Kutscher am Kutschbock? Richtig, aufrecht und gerade. Füße, Knie, Po, Schultern, Kinn und Kopf befinden sich im 90-Grad-Winkel. Man sitzt auf der gesamten Fläche des Stuhls, Rücken und Schultern sind gerade, das Kinn ebenfalls. Besonders vor wichtigen Abschnitten im Bewerbungsgespräch oder wenn du merkst, dass die Aufmerksamkeit nachlässt, solltest du darauf achten, diese Haltung einzunehmen. Sie fördert die Aufmerksamkeit und du wirkst automatisch selbstsicherer auf dein Gegenüber.

Bilder im Kopf, ein Bleistift zum Beruhigen der Hände und der Kutschersitz, der dich wieder in eine aufmerksame Achtungshaltung bringt, sind eine effiziente Unterstützung bei deinem nächsten Bewerbungsgespräch.

 

Falls das Gespräch doch nicht so klappt, wie erwartet und die Absage direkt nach dem Bewerbungsgespräch kommt, mach das beste daraus! Denn auch aus dieser Erfahrung kannst du viel mitnehmen und beim nächsten Mal den ein oder anderen Fehler vermeiden.

Im kostenlosen Bewerbungsratgeber zum Download, findest du Fragen auf all deine Antworten zum Bewerbungsprozess! Übrigens: Wusstest du, dass dir eine Initiativbewerbung auch zu einer Einladung zum Gespräch verhelfen kann?

 

Bildnachweis: www.istockphoto.com

Anm. d. Red.: Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit bezeichnen wir Personengruppen in einer neutralen Form (Bewerber, Kollegen), wobei wir immer sowohl weibliche als auch männliche Personen meinen.

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