Prüfungsvorbereitung: Tipps für effektives Lernen im Studium
am Oktober 9, 2018 | von | Kategorie High Life an der Uni

Prüfungsvorbereitung: Tipps für effektives Lernen im Studium

Prüfungen im Studium können einen schnell überfordern. Einerseits fängt man an aufzuschieben, andererseits hat man abseits der Uni so viel zu tun, dass man kaum zum Lernen kommt. Doch es gibt einige Tipps, die verhindern können, dass ihr in solche Situationen kommt: So meistert ihr effektives Lernen im Studium.

 

Inhaltsverzeichnis

1. Finde deinen Lerntypen
2. 9 Tipps zur richtigen Prüfungsvorbereitung
3. Deine Produktivität pushen um effizienter zu lernen

Finde deinen Lerntypen

Du bist es gewohnt klassisch ein Buch in die Hand zu nehmen und einfach drauf los zu unterstreichen. Doch hast du dir schon mal überlegt, dass du vielleicht noch besser lernen kannst, wenn du herausfindest, welchem Lerntypen du entsprichst? Generell gibt der Lerntyp an, mit welchem Sinnesorgan der du Informationen am besten aufnimmst.

 

Diese 4 Lerntypen gibt es

1. Auditiver Typ

Der auditive Lerntyp kann Lerninhalte am besten behalten und wiedergeben, wenn er sie hört. Er kann mündlichen Erklärungen gut folgen und gehörte Sachverhalte erfolgreich verarbeiten. Wenn du ein auditiver Lerntyp bist, fällt es dir leicht zu lernen, wenn du den Stoff laut vorliest, die Lerninhalte über Lernkassetten hörst oder anderen davon erzählst.

2. Visueller Typ

Lernen durch Sehen, Lesen von Informationen, Beobachten von Handlungsabläufen – das liegt dem visuellen Lerntypen. Er merkt sich leicht Inhalte, wenn diese in Grafiken oder Bildern veranschaulicht werden. Der visuelle Typ schreibt gerne mit, arbeitet mit Flipcharts und Videos, um sich Informationen einzuprägen.

3. Kommunikativer Typ

Wenn du ein kommunikativer Lerntyp bist, dann sind Diskussionen und Gespräche für dich wichtig, um Lerninhalte leicht aufnehmen zu können, denn die sprachliche Auseinandersetzung mit dem Stoff erleichtert dir den Lernprozess. Es kommt dir entgegen, wenn du die Möglichkeit ergreifen kannst, mit deinen StudienkollegInnen den Stoff ausführlich zu besprechen und zu diskutieren, an Gruppengesprächen oder Rollenspielen teilzunehmen.

4. Motorischer Typ

Motorische Lerntypen lernen am effektivsten, wenn sie am Lernprozess unmittelbar beteiligt sind und Handlungsabläufe ausprobieren und selber durchführen können. Bewegung, Handeln und Fühlen gehört für sie dazu, um die Sachverhalte nachvollziehen und behalten zu können.

In der Praxis sind wir so gesehen alle Mischtypen. Niemand lernt nur mit einem Sinn, für die Prüfungsvorbereitung empfiehlt es sich übrigens, so viele Sinne wie möglich in den individuellen Lernprozess einzubeziehen. Dann ist die Wahrscheinlichkeit am größten, dass wir uns die Lerninhalte leicht aneignen und sich lange an sie erinnern.

 

9 Tipps zur richtigen Prüfungsvorbereitung

Neben der Zuteilung in einen oder mehrere Lerntypen, spielen im Lernprozess aber auch viele andere Faktoren eine Rolle. Mit einer guten Motivation, dem Verhindern von Zeitdruck oder auch einer besseren Organisation, klappt die Prüfungsvorbereitung noch besser. So verhinderst du, dass dir ein Motivationstief einen Strich durch die Rechnung macht.

1. Ziele setzen

Wenn du Erfolg haben willst, musst du dir Ziele setzen. Dann stellt sich auch die Motivation ein, der Antrieb, das Ziel zu erreichen. Mach dir Gedanken darüber, was es für dich bedeutet, die Prüfung zu bestehen, wofür du das Ganze eigentlich machst. Welches größere Ziel steht dahinter? Visualisiere, was du erreichen möchtest. Das kann eine gute Note sein oder das Ziel, dein Wissen zu erweitern oder aber auch das Studium bald abschließen zu können und gute Voraussetzungen für deinen Traumjob zu erwerben.

2. Lernstoff eingrenzen + Unterlagen besorgen

Wenn du dich rechtzeitig um deine Lernunterlagen kümmerst, stellst du sicher, dass die Bücher und Skripten in der Bibliothek noch vorhanden sind. So vermeidest du unnötigen Stress und Aufwand durch Fernleihen und Kopierorgien. Besorge auch die restlichen relevanten Unterlagen zeitnah, wie Mitschriften, Übungsbeispiele, Präsentationsfolien aus der Vorlesung und ordne die Lernunterlagen nach Themengebieten. Somit verschaffst du dir einen Überblick über den Lernstoff und bist startklar.

3. Angenehmes Lernumfeld schaffen

Es ist bewiesen: Wer sich an seinem Arbeitsplatz wohlfühlt, ist erfolgreicher. Ein aufgeräumter Schreibtisch, Struktur in den Lernunterlagen und ein angenehmes Raumklima erlauben es uns, effizienter zu arbeiten.
Suche dir einen Platz, an dem du bequem sitzen kannst und gutes Licht hast. Nicht jeder braucht den penibel aufgeräumten Schreibtisch um gut lernen zu können (auch wenn es wissenschaftlich bewiesen ist, dass Ordnung dem erfolgreichen Arbeiten zuträglich ist), auch das gemütliche Sofa oder ein Platz im Park unter freiem Himmel kann der optimale Lernort für dich sein.
Lege dir alle nötigen Materialien bereit. Dazu gehören Notizblöcke, Stifte, Leuchtmarker, Notizzettel, Wasserflasche, gesunde Snacks etc. Du kannst deine Lernumgebung auch mit persönlichen Dingen verschönern, mit denen du positive Erinnerungen verbindest.

4. Internet ausschalten / Go offline

Verbanne während der Prüfungsvorbereitung alles was dich beim Lernen stören könnte, alle Ablenkungen von deinem Lernort. Keine Frage, dazu gehören mit Sicherheit Handy, Instant Messenger- und Mailingprogramme, soziale Netzwerke. Wie oft ertappen wir uns doch dabei, noch schnell die Mails oder die Facebook-Timeline checken zu müssen, bevor wir dann aber wirklich loslegen können mit dem Lernen?

5. Belohnungen

Die Zeit der Prüfungsvorbereitung ist meist leider eine Zeit der Entbehrungen. Das muss aber nicht sein. Denn es lernt sich viel leichter und lockerer, wenn man weiß, dass beim Erreichen eines Meilensteins eine Belohnung winkt. Diese kleinen Belohnungen für Teilerfolge oder nach einfem anstrengenden Lerntag geben wieder neuen Motivationsschub. Durch einen Kinobesuch mit Freunden, eine Folge der Lieblingsserie oder einen Stadtbummel kannst du wieder Kraft tanken.

6. Plan erstellen

Du hast das Gefühl vor einem Berg von Aufgaben, Lernmaterialien und To-Do-Listen zu stehen, den du niemals bewältigen wirst können. So schlimm ist es nicht! Vor allem, wenn du folgenden Ratschlag beherzigst: Zerteile den Berg in viele kleine leicht verdauliche Häppchen! Gliedere den Lernstoff in Teilgebiete und erstelle einen Zeitplan, in welchem du festhältst, welche Inhalte du lernen musst und wie viel Zeit du für die jeweiligen Abschnitte brauchst. Plötzlich wirst du sehen, dass auch noch Zeit für andere Aktivitäten bleibt, dass du dir auf diese Weise Freiräume schaffst, die du mit Dingen füllen kannst, die dir Spaß machen. Außerdem erhältst du einen Überblick über deine Aufgaben und somit das Gefühl von Sicherheit, alles im Griff zu haben.

7. Zusammenfassung schreiben

Viele von uns behalten Inhalte leichter, wenn sie sie nochmal in eigenen Worten zusammenfassen. Durch diese aktive Beschäftigung setzt du dich intensiver mit dem Lernstoff auseinander, denn du gliederst den Stoff, strukturierst ihn für dich neu, erfasst die Kernaussage und setzt die Informationen miteinander in Verbindung.

8. Pausen machen

Gönn dir zwischen den Lernphasen Pausen, in denen du dich entspannen kannst und den Kopf freibekommst. Pausen gehören zur Arbeitszeit und sind für eine ausdauernde, konzentrierte Arbeit unerlässlich. Auch bei ganz kurzen Lernpausen empfiehlt es sich unbedingt, das Arbeitsumfeld zu verlassen, für frische Luft zu sorgen und etwas völlig anderes zu machen.

9. Den Stoff wiedergeben

Da geht es vielen Studierenden ähnlich: Sie eignen sich jede Menge Wissen an, können dieses aber nicht richtig wiedergeben. Abhilfe schaffen kann man, indem man die Rekonstruierung des Wissens übt. Sprich mit jemanden darüber und versuche ihm oder ihr die Inhalte mit eigenen Worten zu vermitteln. Auf der einen Seite merkst du dir durch die Wiederholungen den Stoff leichter, auf der anderen Seite verinnerlichst du Sachverhalte und Zusammenhänge durch das Erklären in einfachen Worten.

 

Deine Produktivität pushen und effektiv lernen

Falls du trotz aller Tipps, an Aufschieberitis leidest oder deine Konzentration aufgrund deiner übrigen To-Dos oder Nebenjobs gelegentlich leidet, helfen dir diese Maßnahmen dabei produktiver und vor allem auch effizienter zu lernen.

Produktivitäts-Boost  nach dem Aufstehen

  • Meditieren, um die eigene Willenskraft zu stärken
  • Morgenritual entwickeln: (Beten, Meditation, Visualisierung, körperliche Aktivität, Lesen, Dankbarkeit praktizieren, Yoga, Tagebuch schreiben, Spaziergang)
  • Visualisiere deinen idealen Tag: was möchte ich heute erreichen? Schließe deine Augen, visualisiere jede Aktivität. Wenn du deine Augen öffnest, bist du bereit für den Tag.
  • Plane deinen Tag im Voraus: mittels To-Do-Liste, ganz oben stehen die größten Herausforderungen, schiebe unangenehme Aufgaben NICHT auf, diese verhindern produktives Arbeiten,  denn bewusst oder unbewusst denkt man darüber nach und dies führt zu Stress.

 

Beim Lernen produktiver werden

  • Lerne Schnelllesen, so wirst du produktiver (Web-App: Spreeder)
  • Verbessere deinen Arbeitsplatz: Grünpflanzen, ein aufgeräumter Schreibtisch und eine ruhige Umgebung sind essenziell um entspannter und produktiver zu arbeiten und zu lernen
  • Mit Musik kannst du auch für eine produktive Arbeits- und Lernumgebung sorgen
  • Arbeite bei Tageslicht: Falls das nicht möglich ist, soll die Lichtquelle von oben kommen und die Farbtemperatur 5500 bis 5800 Kelvin betragen.
  • Pausiere regelmäßig, sonst lässt die Konzentration nach, benutze die Pomodoro Technik (25 Minuten Lernen/5 Minuten Pause) nach vier Intervallen mache eine Pause von 20 bis 30 Minuten (App: Time Out).
  • Sei aktiv während der Pausen (10 Minuten Pause: 5 Minuten aktiv + 5 Minuten meditieren für Klarheit)

 

Produktiver durch deinen Körper

  • Richtiges Atmen: beobachte deinen Atem (tief und voll oder kurz und flach), bewusste Atemzüge helfen zu entspannen, präsent zu werden und das Hirn mit Sauerstoff zu versorgen.
  • Ausreichend schlafen (7 bis 9 Stunden) und gesund ernähren
  • Ausgewogenes Frühstück ist unerlässlich, wie Müsli, Vollkornbrot, Obst und zwei bis drei Liter Wasser/Tag
  • Süßigkeiten sind Konzentrationskiller (senkt den Blutzuckerspiegel) man fühlt sich matter und lustloser
  • Gesunde Ernährung: für die Konzentration sind diese Lebensmittel wichtig: Vollkornprodukte, Gemüse, Hülsenfrüchte und Obst (steigern den Blutzuckerspiegel) Beeren (reich an Vitaminen), Fetter Fisch (Omega-3-Fettsäuren), Nüsse und Samen, Ananas, naturbelassenes Olivenöl, Kurkuma (entzündungshemmend und antioxidativ), Knoblauch (Vitamine und Mineralstoffe), Grüner Tee (Matchatee gegen hohen Blutzucker und Entzündungen), Avocado (proteinreich, gute Fette, Energielieferant)

Gehe diese Tipps Woche für Woche durch und deinem Ziel, produktiver zu werden und effektiver zu lernen, steht nichts mehr im Weg.

Wisst ihr eigentlich schon, wie eine Plagiatsprüfung bei Abschlussarbeiten funktioniert und was die Konsequenzen eines Plagiates sind?

Bildnachweis: www.istockphoto.com

Anm. d. Red.: Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit bezeichnen wir Personengruppen in einer neutralen Form (Bewerber, Kollegen), wobei wir immer sowohl weibliche als auch männliche Personen meinen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

×