Selbstoptimierung Teil 1: Auf dem Weg zum perfekten Ich
am 21. Januar 2016 | von | Kategorie Allgemeines

Selbstoptimierung Teil 1: Auf dem Weg zum perfekten Ich

In unserer neuen unijobs.at-Serie widmen wir uns voll und ganz dem Thema Selbstoptimierung.

In den letzten Jahren zeichnet sich eine neue Bewegung ab, die die Menschen rund um den Globus auf Trab hält: der Trend zur Selbstoptimierung, bei dem es um Leistungssteigerung und dem Streben nach Perfektion geht.

Wir tun es schließlich nur einmal – leben! Und die To-Do-Liste ist lang.

Also mach das Beste draus, nütz die Zeit, hol das Optimum aus deinem Leben heraus!

Gesünder essen, fitter werden, die Zeit effizient nutzen, die Produktivität im Job steigern, schnell und erfolgreich studieren, ein erfülltes Privatleben führen – Ziele gibt es viele, besonders jetzt zu Jahresbeginn sind sie vielen von uns wieder stark ins Bewusstsein gerückt.

Und wir wiederum rücken unseren Zielen mit technischen Hilfsmitteln buchstäblich zu Leibe. Überall beginnen die Selbstoptimierer ihre Vitalwerte, Bewegungen und Gewohnheiten zu messen und aufzuzeichnen. Es gibt eine Reihe von technischen Spielereien, die dabei helfen sollen, die Körperdaten zu erheben und auszuwerten. Da gibt es Sensoren, die unseren Schlafrhythmus messen, Armbänder und andere Wearables die Puls, Kalorienverbrauch und Schritte zählen, Stimmungstracker…

Programme auf unseren Laptops, Apps auf unseren Smartphones.

Ein Ziel vor Augen: das optimale Selbst.

Hier wird kontrolliert, aufgezeichnet und analysiert und die eigene Effizienz in Grafiken und Diagrammen übersichtlich präsentiert, um sie dann im Handumdrehen gemeinsam mit anderen online auszuwerten (und notwendige Maßnahmen einzuleiten).
Denn die Daten werden meist automatisch zum Computer oder Smartphone übertragen.

Die Auswertung der Daten ermöglicht es, Gewohnheiten oder bisher unbeachtete Zusammenhänge zu erkennen, wie z.B. schlechte Angewohnheiten oder ungesunde Ernährungsweisen. So werden wir von technischen Geräten darin unterstützt, ein Auge auf die eigenen Leistungen zu werfen, um uns zu verbessern und uns mit Freunden, der Online-Community oder der ganzen Welt zu messen. Das spornt natürlich an.

Menschheitstraum mittels App erfüllen

Das Sich-Selbst-Verbessern, das permanente Streben nach Vervollkommnung ist der Versuch, die Kluft zwischen Wollen und Können zu minimieren. Übrigens ein alter Menschheitstraum.

Dass Selbstoptimierung eine lange Kulturtradition hat, ist klar, denn die Frage Wie bin ich und wie möchte ich sein?  ist so alt wie die Menschheit selbst. Früher waren es Tagebuchaufzeichnungen, heute sind es über 100.000 Apps allein in den Bereichen Gesundheit und Fitness, die den Körperoptimisten dabei helfen, noch besser zu werden.

Der Gedanke dahinter: Was man messen kann, kann man auch verändern.

Wer sein Verhalten kennt, kann es ändern und sich zu dem Menschen entwickeln, der er sein möchte. Und wer es schafft, psychisch und physisch die stärkste Version seiner selbst zu werden, der hat es geschafft – denn genau das ist doch die Basis für ein erfülltes Leben. Oder?

Leistungsgesellschaft – Generation Y

Wie wirkt sich der Selbstoptimierungstrend auf die Generation Y aus? Jene Generation, die angeblich so sehr auf Sicherheit bedacht ist, um sich selbst kreist und eine starke Orientierung nach außen hat?

Untersuchungen haben ergeben, dass der typische Studierende von heute sich stark mit anderen vergleicht, leistungsbewusst wie noch nie und ständig in Soziale Netzwerke eingebunden ist. So gesehen, sind gerade Studierende von heute anfällig für Kritik.

Wer sich nicht zügig für ein Studium und einen Lebensweg entscheidet, vergeudet Zeit, so die Meinung vieler.

Die Leistungsgesellschaft fordert viel von uns. Man könnte meinen, körperliche und geistige Leistungsfähigkeit und ein attraktives Äußeres werden immer wichtiger für soziale Anerkennung und beruflichen Erfolg.

Es ist ja auch toll, wenn es gelingt, seine Fehler in Stärken umzuwandeln.

Doch was wenn wirtschaftlicher Erfolg und Gesundheit nicht in gleichem Maße für jeden erreichbar sind? Bleibt uns dann nur, zu künstlichen Maßnahmen zu greifen, um die gesellschaftlichen Erwartungen erfüllen und im Wettbewerb bestehen zu können?

Deine Meinung?

Wir sind neugierig: Wie stehst du zum Thema Selbstoptimierung?

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 Bildnachweis: www.istockphoto.com

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