Praktika Lebenslauf
am Mai 15, 2017 | von | Kategorie Bewerben, aber richtig!

Praktika im Lebenslauf – Wie pimpst du deine Berufserfahrung?

Ein Praktikum ist mehr als nur Kaffee kochen – zumindest sollte das aus deinem Lebenslauf klar hervorgehen. Durch eine geschickte Wortwahl lassen sich einzelne Stationen positiver darstellen als sie es vielleicht waren…

Manche Berufserfahrungen werden besonders hervorgehoben, andere sollte man besser nicht erwähnen.

Warum und wieso, das liest du in unserem heutigen Artikel zum Thema Praktika im Lebenslauf.

Vor allem, wenn du frisch von der Uni kommst und noch keine bis wenig Joberfahrung vorzuweisen hast, sind Praktika wichtige Referenzen deiner Praxiserfahrung und k√∂nnen in einem Job-Leerlauf L√ľcken in deinem Lebenslauf f√ľllen.

Praktika im Lebenslauf – Welche solltest du angeben?

Erw√§hne die Praktika im Lebenslauf, wenn die ausge√ľbte T√§tigkeit im direkten Zusammenhang mit den Anforderungen im Stelleninserat steht.
Je direkter der Bezug zur Stelle, desto gr√∂√üer die Chancen, den Job zu bekommen. Aber auch indirekte Zusammenh√§nge haben ihre Berechtigung und sollen im Lebenslauf angef√ľhrt werden, wenn sie relevant sind und einen Mehrwert f√ľr das Unternehmen bieten (z.B. der Nachweis von Fremdsprachenkenntnissen durch ein Auslandspraktikum).

Der Sinn und Zweck von Praktika im Lebenslauf ist es, das Profil des Bewerbers abzurunden und seine praktischen Qualifikationen zu belegen.

Wo und wie kommen deine Praktika im Lebenslauf gut zur Geltung?

Angef√ľhrt werden sie in der Rubrik „Praktika“ bzw. „Berufserfahrung“. Versuch die Inhalte so pr√§zise und aussagekr√§ftig wie m√∂glich zu beschreiben, indem du folgende Fragen beantwortest:

  • In welchem Zeitraum, bei welchem Unternehmen, in welcher Abteilung habe ich das Praktikum absolviert?
  • Was waren meine konkreten Aufgaben und was konnte ich bewirken?
  • Welche Skills habe ich dadurch erworben?
  • Welchen Mehrwert konnte ich dem Unternehmen bieten?
  • Wie l√§sst sich positiv und pr√§zise beschreiben, was ich gemacht habe?

Der Personaler soll auf einen Blick erkennen, wie du mit dieser Praxiserfahrung das Unternehmen unterst√ľtzen kannst.

√úberlege, welche starken W√∂rter du zur Beschreibung deiner T√§tigkeiten und erworbenen F√§higkeiten verwenden kannst. Die Formulierungen sollen nat√ľrlich zur Branche und zum Stellenprofil passen (Fachbegriffe)!

Die richtige Formulierung macht viel aus: Wer br√ľstet sich unter dem Punkt Berufserfahrung schon gerne damit, w√§hrend des Praktikums Hilfsarbeiten wie Kaffee kochen oder Akten schlichten √ľbernommen zu haben?

Ausdr√ľcke wie „kopieren und scannen“ oder „Hilfsarbeit“ haben in einem Lebenslauf nichts verloren – auch wenn sie die verrichtete Arbeit trefflich beschreiben. Sie sollten durch positiv besetzte W√∂rter ersetzt werden – denn auch einfache T√§tigkeiten lassen sich durch die richtige Wortwahl vorteilhafter darstellen.

Einige Beispiele:

  • Du hast die Adressen in der Kundendatenbank aktualisiert?
    Dies l√§sst sich unter dem Begriff „Datenmanagement“ oder „Management von Kundendaten“ vorteilhaft zusammenfassen.
  • Du hast die Facebookseite eines kleinen Unternehmens betreut?
    Mit „Social MediaRedaktion, Content Curation auf Facebook und Community Management“ kannst du punkten.
  • Du hast in einem Callcenter Ausk√ľnfte erteilt?
    Dann steht in deinem Lebenslauf: „Kundenmanagement, Kundenbetreuung, Telemarketing“.
  • Du hast gekellnert und Geschirr abgetrocknet?
    Du hast also als „Servicekraft in der Gastronomie“ wertvolle Erfahrungen gesammelt.
  • Du hast Dokumente sortiert, Unterlagen kopiert, G√§ste empfangen?
    Dann verwende die Formulierung „Empfang und B√ľromanagement“.
  • Den Begriff „Hilfsarbeit“ kannst du positiver mit „Unterst√ľtzung in der Abteilung xy“ umschreiben.
  • Du hast Flyer und Plakate am PC zusammengebastelt?
    „Konzeption, Gestaltung und Realisierung von Werbemitteln“ f√ľhlt sich gleich besser an als „Entwurf von Flyern“.

Dennoch: Nicht √ľbertreiben oder gar l√ľgen!
Denn spätestens beim Bewerbungsgespräch kann der Personaler nachhaken, ob die Angaben deiner Praktika im Lebenslauf auch der Wahrheit entsprechen.

 

Bildnachweis: www.istockphoto.com

Anm. d. Red.: Aus Gr√ľnden der leichteren Lesbarkeit bezeichnen wir Personengruppen in einer neutralen Form (Bewerber, Kollegen), wobei wir immer sowohl weibliche als auch m√§nnliche Personen meinen.

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