Jobhopping: Vor- und Nachteile
am Juni 24, 2016 | von | Kategorie Einsteigen und Aufsteigen

Jobhopping: Vor- und Nachteile

Vorbei die Zeiten in denen man sein ganzes (Arbeits-)Leben lang in ein und demselben Beruf, in ein und demselben Unternehmen verbracht hat. Das moderne Arbeitsleben ist von FlexibilitĂ€t gekennzeichnet und so ist Jobhopping – also hĂ€ufige Jobwechsel – heute keine Seltenheit mehr.

Prinzipiell ist der österreichische Arbeitsmarkt sehr dynamisch und die Wechselbereitschaft hoch.

Hauptgrund fĂŒr den Wechselgedanken ist fĂŒr rund die HĂ€lfte der Arbeitnehmer das Gehalt.

Alle drei bis vier Jahre wird ein Job neu besetzt, sagt die Statistik.

Was meint der Begriff Jobhopping?

Unter Jobhopping versteht man das Wechseln des Arbeitgebers (nicht also das Wechseln des Jobs bzw. der Abteilung innerhalb eines Unternehmens). Man spricht auch von einem externen Wechsel – ein neuer Arbeitsort, eine neue Position. Jedoch ist Jobhopping nicht immer mit einem finanziellen Aufstieg verbunden auch ein Quereinstieg zĂ€hlt hier dazu.

Einfach mal was Neues!

Wer hĂ€ufiger als alle drei bis fĂŒnf Jahre den Arbeitgeber wechselt, muss sich wohl mit den Beinamen Jobhopper gefallen lassen. So kann der Lebenslauf schon mal zu einem mehrseitigen Dokument werden, wenn das Jobhopping mit regelmĂ€ĂŸiger HĂ€ufigkeit betrieben wird. Das kann natĂŒrlich beim BewerbungsgesprĂ€ch einen sprunghaften Eindruck hinterlassen.

Jobhopping: Pros und Cons

PROs:

  • Höheres Gehalt: Jobwechsel sind hĂ€ufig mit einer Lohnerhöhung von 10 bis 15 Prozent verbunden. Ein hĂ€ufiger Jobwechsel geht damit hĂ€ufig auch mit besseren Verdienstmöglichkeiten einher.
  • Berufserfahrung: Jobhopper verfĂŒgen ĂŒber ein breites Spektrum an Wissen und Erfahrung, die sie sich in verschiedenen Branchen und beruflichen Bereichen aneignen. Sie gelten als strebsam und intelligent. FĂŒr viele birgt Jobhopping die Möglichkeit viel zu lernen.
  • FlexibilitĂ€t: Der eine mag es Sprunghaftigkeit nennen, der andere sagt FlexibilitĂ€t dazu. Wer hĂ€ufig den Job/Arbeitgeber wechselt muss ich immer wieder auf neue Situationen einstellen. Dies lĂ€sst auf eine vielseitige und anpassungsfĂ€hige Persönlichkeit Schließen
  • Freie Lebensgestaltung: Viele Jobhopper genießen es, regelmĂ€ĂŸig in neuen StĂ€dten zu leben und den eigenen Horizont zu erweitern.
  • Netzwerk: Neben der praktischen Erfahrung profitiert ein Jobhopper auch von den sozialen Netzwerken und Kontakten, die er sich in unterscheidlichen Firmen/Branchen aufbauen kann.

CONs:

  • UnzuverlĂ€ssigkeit: Exzessives Jobhopping hat einen schlechten Ruf. Bei vielen Recruitern ergo Unternehmen ruft ein Lebenslauf mit ĂŒbermĂ€ĂŸig hĂ€ufigen Jobwechseln Skepsis hervor. Es wird an der LoyalitĂ€t, Treue, TeamfĂ€higkeit und der Ausdauer des Kandidaten gewzeifelt.
  • Wenig Übung: Wer nur kurze Zeit in einem Unternehmen verbringt, hat nicht genĂŒgend Zeit um sich Prozesse und Herangehensweisen ausreichend anzueignen. Außerdem erhalten Jobhopper in dieser kurzen Zeit auch nur selten die Chance die Karriereleiter hochzuklettern oder sich zu einer verantwortungsvolleren Position hochzuarbeiten.
  • Keine Chance: Da vorauszusehen ist, dass der Jobhopper die Stelle ohnehin nach relativ kurzer Zeit wieder wechselt, lohnt sich fĂŒr den Arbeitgeber die Investition in einen Jobhopper selten. So kann es passieren, dass die Bewerbung schnell aussortiert wird.

Fazit des Jobhoppings

Wenn du in deinem Job / deiner Branche unzufrieden bist, dich schlecht behandelt fĂŒhlst oder ein tolles Angebot in einem anderen Unternehmen fĂŒr dich winkt, dann ist ein Wechsel natĂŒrlich völlig ok.

Dennoch sollte ein Jobwechsel immer gut durchdacht sein, denn wenn du allzu oft den Job wechselst, kann sich das nachteilig auf deine Karriere auswirken.

Beim BewerbungsgesprĂ€ch gilt: Je nachvollziehbarer du die Jobwechsel begrĂŒndest, umso besser! ErlĂ€utere dem Recruiter, was du in den vergangenen Stationen dazu gelernt hast und wie du von den jeweiligen Abschnitten profitiert konntest.

 Bildnachweis: www.istockphoto.com

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