Job nach dem Studium: Mythos und Realität
am 10. Juli 2017 | von | Kategorie berleben im Broalltag

Job nach dem Studium: Mythos und Realitt

Du hast deine Abschlussarbeit abgegeben, die Studienzeit berstanden und kannst dich endlich ins Berufsleben strzen. Nur. “Wo sind die tollen Jobangebote?” Du mchtest doch endlich das machen, worauf du dich viele Jahre vorbereitet hast. Wie sieht es da drauen wirklich aus und wie ist deine Sicht der Dinge?

Mythos oder Wahrheit?

  • Die Welt liegt dir zu Fen
  • Die beste Qualifikation bekommt den Job
  • Bewerben ist easy
  • Fettes Gehalt
  • Vollzeitanstellung
  • Danach eigene Wohnung leicht leistbar
  • Sofortiges Mitspracherecht in der Firma
  • Wertschtzung deiner Perspektive der Dinge
  • An der Uni erworbenes Wissen karrierefrdernd und sinnstiftend einsetzbar
  • Kompetente, aufgeschlossene und solidarische Kollegen
  • Party jederzeit leistbar und mglich
  • Neue schicke Garderobe leistbar
  • Nur noch teures Essen vom Markt und Bioladen
  • Gebhrender Respekt der Eltern

Realitt oder Pessimismus?

  • Jeder ist austauschbar
  • Je mehr Praktika, desto eher Jobchance
  • Bewerbungskriterien ndern sich oft, meist subjektiv
  • Wohngemeinschaft eher leistbar
  • Befristete Arbeitsvertrge
  • Zeitarbeit, Leiharbeit, Elternzeitvertretung
  • Flexibilitt verlangt
  • Mindestlohn
  • bernahme stupider Arbeitsauftrge von Kollegen
  • Kaum Sicherheit fr die Familienplanung
  • Schlafmangel durch berstunden
  • Seit Jahren keine neuen Klamotten
  • Tiefkhlkost und Bestellservice
  • Unmndigkeit gegenber den Eltern auf Lebenszeit
  • AMS Stammkunde

 

Derzeit gibt es einen Akademikerberschuss, deswegen ist die Nachfrage fr Absolventen so gering und der Bewerbungskampf um einen Job so hart.

Eine gute Bewerbung und ein gutes Auftreten beim Bewerbungsgesprch sind das A und O, um in die engere Wahl zu kommen. Sei dir deiner Selbst nicht so sicher, nur weil du einen akademischen Grad besitzt. Der zuknftige Arbeitgeber mchte berzeugt werden, dass du der Richtige bist. Hast du dann den Job, wirst du anfangs viel Zeit und Engagement in die Arbeit investieren mssen und dabei auch noch lcheln, um den Damen und Herren von der Chefetage das Gefhl zu geben, dass du die richtige Wahl warst. Zeige Weitsicht, gutes Benehmen und Loyalitt gegenber Kollegen. Sei ein Gewinn fr die Firma, du wirst vom Ansehen wachsen und deinen Weg gehen.

Im Schnitt absolviert ein Student 5 Praktika bevor er den ersten Jobnach dem Studium bekommt.Ohne Praktikum ist die Chance auf einen Job oder eine Einladung zum Gesprch sehr gering. Obwohl du ein Akademiker bist, wirst du bei den meisten Jobs auf das Mindestlohnniveau gestuft, machst berstunden und bist dankbar, wenn du den Job behalten darfst. Meist sind die Arbeitsvertrge befristet. Du brauchst viel Geduld und Ausdauer, um letztendlich die Bedingungen deines Traumjobs erfllt zu bekommen.

Verkaufe dich nie unter deinem Wert!

Besonders betroffen von der Unsicherheit am Arbeitsmarkt ist die Generation Y (Geborene von 1980 bis 1999, auch digital natives genannt = Aufgewachsen mit dem Digitalen Fortschritt)

Es wird immer mehr verlangt und dafr weniger geboten.

Deshalb haben viele Menschen dieser Generation Zukunftsngste beim Jobeinstieg. Meist ist ein Einjahresvertrag das Maximum an Sicherheit. Es fhlt sich, wie ein Schwebezustand zwischen Studium und richtigem Job an. Viele haben Angst durch die stndige Unsicherheit, bei Grndung einer Familie, in die Armutsschiene abzurutschen.

Einsparungen sind in allen Branchen zu vernehmen und natrlich auch am Arbeitsmarkt sprbar. Die Generation Y ist eine Generation der Anpassung und msste sich, um etwas zu verndern, weg vom PC und fr faire Arbeitnehmerrechte kmpfen.

Die Zeiten als Jungakademiker sind hart geworden. Angebot und Nachfrage bestimmen den Arbeitsmarkt, also sei gut vorbereitet und nutze jede Chance um Erfahrung zu sammeln. Sei auf der Hut, standhaft und bleib dir selbst treu, dann wirst du deinen Traumjob bekommen.

Erkenne die Realitt und arbeite dich zum Mythos vor!

 

Bildnachweis: www.istockphoto.com

Anm. d. Red.: Aus Grnden der leichteren Lesbarkeit bezeichnen wir Personengruppen in einer neutralen Form (Bewerber, Kollegen), wobei wir immer sowohl weibliche als auch mnnliche Personen meinen.

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