Outfit im Vorstellungsgespräch
am Mai 15, 2018 | von | Kategorie Bewerben, aber richtig!

Dressed like a Hero: Das optimale Bewerbungsoutfit

Die erste Hürde auf dem Weg zum Traumjob ist geschafft, du hast eine Einladung zu einem Bewerbungsgespräch bekommen! Doch schon wartet die nächste Herausforderung auf dich: der Dresscode! Was zieht man an, um für die Branche und den Arbeitgeber passend gekleidet zu sein? Das erste Erscheinungsbild ist wichtig, denn wie es so schön heißt: Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck. Wir verraten dir, wie du mit deinem Outfit im Vorstellungsgespräch punktest!

Tipp 1: Ein gepflegtes Äußeres

Bevor wir uns mit dem eigentlichen Outfit beschäftigen, sei hier festgehalten, auch das allgemeine äußere Erscheinungsbild des Bewerbers / der Bewerberin muss gepflegt sein. Dezentes Make-Up, ordentliche Frisur, frisch gewaschene Haare, gepflegte Fingernägel, geputzte Schuhe gehören hier dazu. Und Männer sollten sich rasieren. Achte bei der Kleidung auch auf eine gute Passform und dass du dich darin wohlfühlst, um dich voll und ganz auf das eigentliche Gespräch konzentrieren zu können.

Tipp 2: Outfit an den Dresscode der Branche / des Unternehmens anpassen

Das Bewerbungsoutfit muss zum Arbeitgeber, zur Branche und zur Position passen. Denn da gibt es durchaus Unterschiede. Informiere dich daher im Vorfeld einerseits, was für die Branche üblich ist und im Speziellen, welche Kleidung im jeweiligen Unternehmen Usus ist.  Wichtige Hinweise darauf kannst du auf der Unternehmens-Website erlangen. Die Bilder von Mitarbeitern können dir Aufschluss über die Gepflogenheiten liefern. Wir haben branchenabhängige Tipps für dich zusammengestellt:

✓ Klassischer Bürojob: Hier muss es nicht unbedingt der konservative Anzug oder das klassische Kostüm sein. Eine Anzughose inklusive dazu passendem Hemd und Krawatte bei Herren bzw. elegante Hose/Rock kombiniert mit einer Bluse an heißeren Tagen oder einem schicken Pullover bzw. Blazer an kühleren Tagen bei Damen können auch ausreichen.

✓ Kreative Branchen: Bei Werbe- und Kreativagenturen ist der Schwerpunkt meist ein anderer. Hier kommt es vor allem darauf an, dynamisch und kreativ zu wirken. Zu steif wäre hier fehl am Platz. Eine schöne dunkle Jeans mit eleganten Schuhen und einem Hemd bzw. einer Bluse zu kombinieren, kann genau diesen gewünschten Eindruck der Dynamik vermitteln.

✓ Gastronomie und Eventbereich: Hier ist der Dresscode eher formell. Damen punkten mit weißer Bluse, dunkler Hose und dunklem Blazer. Herren sollten ein weißes Hemd tragen und ebenfalls eine dunkle Hose und dunkles Sakko. Schuhe sollten ebenfalls formell sein und zur Farbe der Hose passen. Denk daran, dass sich der Arbeitgeber bereits im Gespräch abwägt, ob du ihn vor Gästen adäquat und professionell repräsentierst. Damen mit längeren Haaren sollten diese daher aus dem Gesicht heraushalten und am besten mit einem Zopf erscheinen. Was du für die Bewerbung in der Gastronomie generell beachten solltest, erfährst du in unserem Artikel zur Bewerbung in der Gastronomie.

✓ Verkauf und Marketing: Für diese Branchen empfiehlt es sich, eher auf klassische Outfits zurückzugreifen. Ein Anzug bei den Herren, oder ein Kostüm bei den Damen ist bestimmt nicht falsch. Informiere dich jedoch zunächst über die Internetseite. Junge Start-Ups treten vielleicht lässiger auf als große Technologie- und Technikunternehmen.

✓ Call Center: Für eine Anstellung im Call Center ist es nicht unbedingt erforderlich, im Anzug oder Kostüm zu erscheinen. Immerhin spielt sich hier der Kundenkontakt telefonisch ab, sodass dich Kunden gar nicht zu Gesicht bekommen. Hier wäre auch eine schöne Hose oder dunkle Jeans in Kombination mit einem Blazer oder einem Sakko in Ordnung, solange es gepflegt wirkt.

✓ Nachhilfe / Pädagogik: Auch in dieser Branche muss das Outfit nicht allzu formell sein. Halte dir vor Augen: Du wirst dafür zuständig sein, Kindern oder Jugendlichen etwas beizubringen. Hier wirst du auch bei der Ausübung der Tätigkeit nicht im Anzug erscheinen, sondern eher leger gekleidet sein. Im Bewerbungsgespräch genügen daher dunkle Hose oder Jeans mit Blazer oder Sakko kombiniert oder nur einem Hemd / einer Bluse an wärmeren Tagen.

 

Beispiel: Formelleres Outfit im Vorstellungsgespräch

z.B. für klassische Bürojobs, für Verkauf und Marketing oder die Gastronomie

Herren:

formelles Outfit im Vorstellungsgespräch Herren

Damen:

formelles Outfit im Vorstellungsgespräch Damen

Im Falle einer Bewerbung für die Gastronomie: unbedingt die Haare zusammenbinden!

 

Beispiel: Legereres Outfit im Vorstellungsgespräch

z.B. für Bewerbungen im Call Center, im Bereich Nachhilfe/Pädagogik oder für kreative Branchen

Herren:

Outfit im Vorstellungsgespräch Herren

Damen:

Outfit im Vorstellungsgespräch Damen

 

Jeans im Bewerbungsgespräch zu tragen ist auch immer wieder ein Thema unter den Bewerbern. Doch Jeans passen nicht zu jeder Branche. Wir empfehlen: Überall dort, wo der Dresscode lockerer ist, also in sehr kreativen Branchen, im Bereich Nachhilfe sowie Branchen ohne direkten Kundenkontakt wie im Call Center, können Jeans auch getragen werden. Achte aber dennoch darauf, dass es eher dunkle Jeans sind, die auf keinen Fall Löcher aufweisen sollten.

Tipp 3: Grundregeln beachten, No-Go’s vermeiden

Solltest du dir dennoch noch unsicher sein, mit welchem Outfit du im Gespräch punktest, hier drei generelle Grundregeln:

  1. 1) Wähle das Outfit so, dass es signalisiert, dass du gut zum Unternehmen passt. Das hat auch eine psychologische Komponente, da der Arbeitgeber dadurch nicht lange überlegen muss und gleich unterbewusst den Impuls bekommt, du könntest direkt anfangen.
  2. 2)  Lieber zu klassisch als zu leger.
  3. 3) Weniger ist mehr: Lieber dezent als zu auffällig.

 

Vermeide die folgenden No-Go’s:

  • Keine zu gewagte oder extravagante Kleidung
  • Kein tiefer Ausschnitt oder zu kurzer Rock / Kleid
  • Parfum nur dezent
  • Keine bunten oder gemusterten Hemden
  • Keine Comic-Krawatten
  • Nicht zu viel Make-up

Tipp 4: Schuhe und Socken an die Kleidung anpassen

Das Wichtigste zuerst: Am besten passt du deine Schuhe farblich an die Kleidung an. Auf dezente Farben setzen. Zu schwarzer Hose am besten auch schwarze Schuhe. Achte darauf, dass sie sauber sind. Bei Damen empfiehlt sich kein zu hoher Absatz. Was oft auch vergessen wird: Auch die Socken sollten farblich passend gewählt werden. Im Stehen ist das zwar meist kein Thema, aber sobald du platznimmst, blitzen Socken zwischen Hose und Schuhen hervor. Keine bunten oder weißen Socken oder gar Tennissocken. Bei eher informalen Branchen wie im kreativen Bereich, im Call Center oder für einen Nachhilfe-Job werden auch Sneakers akzeptiert. Achte aber dennoch darauf, dass sie nicht zu bunt sind und eher in dezenten Farben gehalten sind. Nähere Informationen dazu erhältst du in unserem Artikel über Sneakers im Bewerbungsgespräch.

Tipp 5: Outfit durch die richtigen Accessoires ergänzen

Bei Schmuck gilt: Lieber zu wenig als zu viel. Ein Outfit kann bei Damen durch ein einzelnes Schmuckstück optimal ergänzt werden. Auf jeden Fall solltest du einen „Christbaumbehang“ vermeiden. Kette, Ohrringe, Armband und Ringe sind definitiv zu viel. Wähle stattdessen lieber ein Schmuckstück aus.

Sehr hilfreich können Taschen oder Aktentaschen sein. Auch hier gilt: dezente Farben, die zum Outfit passen. Bewerbungsunterlagen am besten in einer Dokumentenmappe verstauen. Das vermittelt einen gewissen Ordnungssinn – niemand sucht nach einem Chaoten, bei dem Zettel wild durch die Gegend fliegen und im schlimmsten Fall sogar zerknittert oder mit Flecken aus einer unaufgeräumten Tasche gezogen werden. Bedenke Folgendes: Wie du mit deinen persönlichen Dingen umgehst, kann von Recruitern Rückschlüsse zulassen, wie du zukünftig mit Arbeitsmaterialien umgehst.

 

Ist das perfekte Outfit ausgewählt, kannst du dir weitere Gedanken über das eigentliche Vorstellungsgespräch machen. Tipps zur Vorbereitung und zum Ablauf erhältst du in unserem Artikel über das perfekte Vorstellungsgespräch. Informiere dich auch über No-Go’s im Bewerbungsgespräch und für den Fall der Fälle über die 5 Geheimtipps, die das schlimmste Vorstellungsgespräch retten. Je besser du dich auf das Gespräch vorbereitest, desto weniger leicht bist du aus der Ruhe zu bringen.

 

Bildnachweis: www.istockphoto.com

Anm. d. Red.: Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit bezeichnen wir Personengruppen in einer neutralen Form (Bewerber, Kollegen), wobei wir immer sowohl weibliche als auch männliche Personen meinen.

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