Business-Knigge: Umgangsformen im Job
am Juli 17, 2014 | von | Kategorie Bewerben, aber richtig!

Business-Knigge: Umgangsformen im Job

Top-Ausbildung, gute Referenzen, umfassende Berufserfahrung, lĂŒckenloser Lebenslauf. Perfekt!

Was man jedoch bei der Karriereplanung, dem Weg zum Traumjob nicht vergessen sollte, sind gute Manieren. Denn das Einmaleins des guten Benehmens im Schlaf zu beherrschen, ist am Arbeitsplatz von großer Bedeutung und kann sogar deinen Aufstieg beschleunigen.

Deine Umgangsformen im Job, dein Auftreten, dein Tonfall, all diese Eigenschaften werden bewusst oder unbewusst von deinem GegenĂŒber wahrgenommen.

Wer den Business-Knigge beherscht, im Berufsleben souverĂ€n auftrittt, eine sympathische Ausstrahlung hat und mit einem gepflegten Äußeren punktet, wird hĂ€ufiger mit verantwortungsvollen Aufgaben wie PrĂ€sentationen und Kundenterminen betraut.
Wer seinem GesprÀchspartner ins Wort fÀllt, sich bei Tisch schlecht benimmt oder unpassende Kleidung trÀgt, hat es auf dem Weg nach oben schwerer.

Der erste Eindruck entscheidet und unijobs.at verrĂ€t dir die Zauberworte fĂŒr gute Umgangsformen: Höflichkeit, RĂŒcksichtnahme und Persönlichkeit.

Gutes Benehmen im BewerbungsgesprÀch

PĂŒnktlichkeit gehört zu den wichtigsten Dingen, die man bei einem BewerbungsgesprĂ€ch beachten sollte. Schon bei der BegrĂŒĂŸung gilt es, freundlich, höflich und offen zu sein – reiche allen im Raum anwesenden Personen die Hand zur BegrĂŒĂŸung. Ein sympathisches Auftreten und angenehmes soziales Verhalten kann sogar kleine fachliche MĂ€ngel ausgleichen.

Am Ende des GesprĂ€chs sollte geklĂ€rt werden wie es nun weitergeht, damit fĂŒr dich klar ist, ob du dich beim Arbeitgeber meldest oder umgekehrt. Auch mit einem gepflegten Erscheinungsbild und angemessener Kleidung zeigst du, dass du der Situation und deinem GegenĂŒber Respekt entgegenbringst.

Verhalten gegenĂŒber Kollegen und Vorgesetzten

Zeige deinen TeamkollegInnen von Anfang an, dass du an einer guten Zusammenarbeit interessiert bist. Als Neuling im Unternehmen sammelt man Sympathiepunkte bei den KollegInnen durch Interesse und Respekt. Zeige, dass du ein guter Zuhörer und sensibler GesprĂ€chspartner bist und mach z.B. Bemerkungen ĂŒber vergangene Projekte, die dir gefallen haben, und schmeichle so deinen Kollegen.

Jede Arbeitsgemeinschaft hat bestimmte Rituale und ArbeitsablĂ€ufe. Lerne in der Anfangszeit die hausinternen Umgangsformen, Verhaltensregeln und Kleiderordnung kennen und orientiere dich daran. Das Anklopfen vor jedem Eintreten in das BĂŒro eines Kollegen zeugt von Respekt.

Die Kommunikation soll in jeder Situationen, auch in Stresszeiten oder bei Konflikten, von gegenseitigem Respekt und Höflichkeit geprĂ€gt sein. Auch wenn es gerade schwerfĂ€llt, solltest du deine VerĂ€rgerung nicht offen zeigen und dir die Argumente deines GegenĂŒbers ruhig anhören. Kritik gehört ĂŒbrigens immer in ein VieraugengesprĂ€ch. Think positive, eine Arbeitseinstellung, die dich weiter bringt.

Wer darf das Du-Wort anbieten? Laut Expertenmeinung bietet immer der Ranghöhere das Du-Wort an und es gilt sogar als richtiger Fauxpas, wenn man einem Vorgesetzten das Du anbietet. Bei gleichrangigen Kollegen bietet derjenige der lÀnger im Unternehmen ist, das Duzen an.

Auch in Betrieben, in denen das „Du-Wort“ automatisch fĂŒr alle gilt, sind dadurch nicht alle grundlegenden Anstandsregeln außer Kraft gesetzt. Respekt vor dem Rang und LoyalitĂ€t prĂ€gen das Verhalten gegenĂŒber Vorgesetzten. Diskretion ĂŒber interne Firmendetails und LoyalitĂ€t auch nach dem Firmenaustritt sind Pflicht – auch aus Eigeninteresse.

Umgangsformen bei Meetings und GeschÀftsessen

Hier steht PĂŒnktlichkeit ganz oben. Es gilt, besser fĂŒnf Minuten vor Beginn des Meetings anwesend zu sein und VerspĂ€tungen sind nicht gern gesehen. Normalerweise werden Ă€ltere Personen vor jĂŒngeren und die Damen vor den Herren begrĂŒĂŸt. Wenn Menschen in einer Gruppe zusammen stehen, grĂŒĂŸt man allerdings zuerst die Person, die rĂ€umlich am nĂ€chsten steht. Egal, ob Mann oder Frau: Aufstehen ist beim BegrĂŒĂŸen mit Handschlag Pflicht.

Zu Beginn des GesprĂ€chs werden ĂŒblicherweise Visitenkarten ausgetauscht. Diese sollte man dann nicht einfach unauffĂ€llig in die Tasche wandern lassen. Studiere sie kurz und stecke sie dann sorgfĂ€ltig in deine Unterlagen. Es gehört zum guten Ton, selbst eine Visitenkarte zu reichen, wenn man eine erhalten hat.

Bei offiziellen AnlĂ€ssen, einem Meeting oder GeschĂ€ftsessen darfst du dein Jackett bzw. deine KostĂŒmjacke erst ablegen, wenn die Gastgeber es vormachen.
Werden GetrĂ€nke angeboten, solltest du annehmen und dem GegenĂŒber damit die Möglichkeit geben, ein guter Gastgeber zu sein. Im GesprĂ€ch hĂ€lt man sich besser daran, polarisierende Themen (Politik, Religion) zu vermeiden – sonst kann der lockere Smalltalk bald in eine hitzige Diskussion ausarten.

Kommunikation: e-Mail und Handy

Das Handy wird wĂ€hrend der Arbeitszeiten natĂŒrlich auf stumm geschalten und private GesprĂ€che sollten besser außer Hörweite der Kollegen durchgefĂŒhrt werden. Denn Telefonate (besonders die langen und lauten) gelten am Arbeitsplatz als unhöflich.

Was die Kommunikation per E-Mail angeht, gibt es einige Regeln zu beachten. So empfiehlt es sich, in der Betreffleiste eindeutig und aussagekrĂ€ftig zu formulieren, was den Leser erwartet. Der Ton sollte seriös, der Text sachlich sein, und Privates, Umgangssprachliches und saloppe Smileys sollten vermieden werden. Achte außerdem auf Groß- und Kleinschreibung und geh vorsichtig mit Sarkasmus und Humor um, denn im geschriebenen Text kann das was als Scherz gemeint ist, falsch verstanden werden und zu MissverstĂ€ndnissen fĂŒhren. Einladungen zu offziellen AnlĂ€ssen erfolgen per Brief.

Private Korrespondenz, Hotelreservierungen, Surfen im Netz – wer hat das nicht schon einmal schnell im BĂŒro erledigt? Gern gesehen ist das Verfolgen privater Interessen im Internet aber bei den wenigsten Arbeitgebern.

 

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Anm. d. Red.: Aus GrĂŒnden der leichteren Lesbarkeit bezeichnen wir Personengruppen in einer neutralen Form (Bewerber, Kollegen), wobei wir immer sowohl weibliche als auch mĂ€nnliche Personen meinen.

 

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