So bereitest du dich auf den Berufseinstieg vor
am Oktober 9, 2018 | von | Kategorie Einsteigen und Aufsteigen

So bereitest du dich auf den Berufseinstieg vor

Nach dem Uniabschluss¬†direkt in den Traumjob einsteigen¬†‚Äď das ist der Wunsch vieler Studierender, doch die Realit√§t sieht oft anders aus. Denn ein guter Studienabschluss ist noch keine Garantie daf√ľr, sofort die Wunschanstellung antreten zu k√∂nnen ‚Äď wie in vielen Bereichen¬†z√§hlt auch hier eine¬†gute Vorbereitung.

 

Inhaltsverzeichnis

1. Voraussetzungen f√ľr den Berufseinstieg
2. Die wichtigsten Vorbereitungstipps im √úberblick
3. Berufseinstieg ohne Berufserfahrung
4. Der Zeitplan f√ľr deinen Bewerbungsprozess
5. Der Bewerbungsweg f√ľr den Berufseinstieg
6. 5 Tipps, wie du Karriere nach dem Studium machst

Voraussetzungen f√ľr den Berufseinstieg

Die wichtigste Voraussetzung um dieses Thema in Angriff zu nehmen, ist, sich klarzumachen, wohin man m√∂chte, dh. herauszufinden, was der Wunschberuf ist und welche Aufgaben einen interessieren. Steht dies im Groben fest, √ľberlege dir auch, wie du in diesem Bereich praktische Erfahrung sammeln kannst und ob bzw. wie er sich ins Studium integrieren l√§sst. M√∂chtest du direkt nach dem Uniabschluss in den Beruf einsteigen oder gibt es¬†Alternativen, die dich fachlich und pers√∂nlich (z.B. ein l√§ngerer Auslandsaufenthalt) weiterbringen? Auch Fehlentscheidungen in der Berufswahl geh√∂ren zu dem ganzen Prozess, deswegen lasse dich nicht entmutigen, denn das wichtigste ist das beste daraus zu machen!

Die wichtigsten Vorbereitungstipps im √úberblick

  • Besch√§ftige dich in regelm√§√üigen Abst√§nden mit dem Thema, deinem Berufswunsch und deinen Berufszielen.
  • Besuche¬†Vorlesungen und Veranstaltungen an der Uni, die hilfreich f√ľr den Berufseinstieg sind und dich deinem Ziel n√§her bringen.
  • Gibt es¬†Kooperationsprojekte oder Lehrveranstaltungen¬†aus anderen Studienrichtungen, die in Hinblick auf deine Ziele n√ľtzlich sein k√∂nnten?
  • Nutze Seminararbeiten und Seminarthemen¬†dazu, dich mit den gew√ľnschten beruflichen T√§tigkeitsbereichen zu befassen.
  • Halte Kontakt zu LV-LeiterInnen, besonders wenn sie neben ihrer Lehrt√§tigkeit in Unternehmen besch√§ftigt sind.
  • Engagiere dich intern an deiner Universit√§t z.B. im Alumniverband, beim Mitarbeitermagazin oder in Studienvertretungen.
  • Kn√ľpfe Kontakte auf¬†Fachtagungen, Kongressen und Messen.
  • Halte deinen¬†Lebenslauf¬†aktuell¬†und informiere dich √ľber aktuelle Bewerbungsanforderungen.
  • Als¬†Trainee oder Praktikant¬†lassen sich erste Kontakte zu Unternehmen kn√ľpfen, halte auch nach dem Praktikum den Kontakt zum Unternehmen aufrecht.
  • W√§hle¬†Studentenjobs¬†sorgf√§ltig aus¬†‚Äď und zwar in Hinblick auf deine Karriereziele.

 

Berufseinstieg ohne Berufserfahrung

Die Nachfrage nach jungen Talenten ohne Berufserfahrung steigt. Aktuell richten sich 36 Prozent aller Stellenausschreibungen an Absolventen und Spezialisten, die noch keine Job-Erfahrung im jeweiligen Beruf haben. Als Berufseinsteiger darf man also heutzutage durchaus optimistisch sein. Sei selbstbewusst und punkte mit deinen erworbenen Kenntnissen und deiner Motivation. Die Wahl des ersten Arbeitgebers bestimmt nicht selten den Verlauf mehrerer Karrierejahre. Setze also Prioritäten bei der Jobsuche und denke dabei nicht nur an konkrete Unternehmen, sondern vor allem an Inhalte und Entwicklungsmöglichkeiten.

 

Der Zeitplan f√ľr deinen Bewerbungsprozess

Plane f√ľr deine Jobsuche ausreichend Zeit ein und setze dir realistische Ziele, um nicht entmutigt zu sein, wenn der Prozess in Summe eventuell l√§nger dauert als zun√§chst vermutet. Ber√ľcksichtige bei deine Ziele deine jeweiligen Vorstellungen, welche eventuell die Suche eingrenzen, weil du z.B. nur in einer bestimmten Region oder Branche arbeiten m√∂chtest. Auch der Bewerbungsprozess an sich braucht Zeit: Von dem ersten Kontakt durch die Stellenanzeige, dem Versand der Bewerbung √ľber einen meist mehrstufigen Auswahlprozess bis hin zu einem m√∂glichen Arbeitsvertrag vergehen nicht selten mehrere Monate.

 

Der Bewerbungsweg f√ľr den Berufseinstieg

1. Lebenslauf

Deine Bewerbungsunterlagen sind der erste Schritt deiner Vorstellung beim Unternehmen. Du vermittelst dem Personaler mit deiner Bewerbung den ersten Eindruck von deiner Person und deinen Qualifikationen, ordentliche Bewerbungsunterlagen und ein professionelles Foto geh√∂ren damit zum Pflichtprogramm. Wenn dein Lebenslauf √ľberzeugt, bist du der Einladung zum Vorstellungsgespr√§ch sehr nahe. Nutze deinen Lebenslauf aktiv, um dem Unternehmen gerade die f√ľr die angestrebte Stelle relevanten Informationen in ansprechender und √ľbersichtlicher Form zu vermitteln.

2. Anschreiben & Arbeitszeugnisse

Nach dem Lebenslauf ist das Anschreiben das zweitwichtigste Dokument einer Bewerbung. Vermittle im Anschreiben deine St√§rken ¬†und Soft Skills und stelle heraus, weshalb genau du f√ľr die ausgeschriebene Stelle geeignet bist ‚Äď sieh das Anschreiben als eine Erg√§nzung zu deinem Lebenslauf und liefere die f√ľr die ausgeschriebene Stelle relevanten Hintergrundinformationen zu deinen Qualifikationen, Erfahrungen und deiner Motivation.

Ein weiterer essenziell wichtiger Bestandteil einer Bewerbung sind die Arbeitszeugnisse. Die im Rahmen von Praktika gesammelten Erfahrungen sind f√ľr viele Unternehmen ein entscheidendes Kriterium bei der Auswahl von Berufseinsteigern, sodass diese Arbeitsnachweise unbedingt in die Bewerbung geh√∂ren. Auch wenn du gerade mit deiner Ausbildung fertig bist, kannst du deine praktischen Erfahrungen und Nachweise aus Projektarbeiten pr√§sentieren. Achte dabei allerdings genau auf die Relevanz der Arbeitsnachweise f√ľr die konkrete Stelle. Um die Unternehmen von deinem praktischen K√∂nnen zu √ľberzeugen, nennen im Lebenslauf die genauen Inhalte deiner T√§tigkeiten und arbeiten im Anschreiben die Bez√ľge zu der ausgeschriebenen Stelle heraus.

3. Das persönliche Kennenlernen

Hast du den ersten Schritt erfolgreich gemeistert und eine Einladung zum Vorstellungsgespr√§ch erhalten, so gilt es, den Personaler und/oder deinen m√∂glichen zuk√ľnftigen Vorgesetzten im pers√∂nlichen Gespr√§ch von dir zu √ľberzeugen. Grunds√§tzlich bewerten Unternehmen pers√∂nliche Eigenschaften, soziale Kompetenzen und das Passen zur Unternehmenskultur als die wichtigsten Auswahlkriterien bei Bewerbern f√ľr Berufseinsteigerpositionen. W√§hrend die schriftliche Bewerbung in erster Linie nach formellen Kriterien bewertet wird, sind die Vorstellungsrunden die perfekte Plattform f√ľr Voraussetzung f√ľr eine erfolgreiche Nutzung der Online-Profile ist, dass diese √∂ffentlich sichtbar und stets aktuell gepflegt sind. Die Aktualit√§t des beruflichen Profils ist nicht nur aufgrund oben genannter M√∂glichkeiten wichtig, Bewerber m√ľssen generell damit rechnen, dass sich Unternehmen im Internet √ľber Kandidaten informieren. Vor diesem Hintergrund solltest du auch deine sozialen Netzwerke, deine privaten Blogs und Eintr√§ge bei Google √ľberpr√ľfen, um auch hier einen positiven ersten Eindruck zu hinterlassen.

 

5 Tipps, wie du Karriere nach dem Studium machst

Wenn du nicht den typischen Weg einschlagen möchtest, gibt es abseits des klassischen Bewerbungsprozesses einige andere Lösungen, die du in Erwägung ziehen kannst.

1. Das Gesamtbild zählt

Eine Karriere verl√§uft selten geradlinig. Nat√ľrlich gibt es auch in der Berufslaufbahn hin und wieder¬†Stolpersteine¬†zu √ľberwinden, welche auch zu L√ľcken im Lebenslauf f√ľhren k√∂nnen. Lass eine Niederlage nicht zu einem un√ľberwindbaren Hindernis werden, sondern sieh sie als eine von vielen Stationen im Laufe des (beruflichen) Lebens. Wenn man seine¬†Karriere als eine Reihe von Erfahrungen¬†betrachtet, von denen es gute und eben auch schlechte gibt, f√§llt es einem leichter, sich weiterzuentwickeln und¬†aus jeder Erfahrung etwas Positives f√ľr die n√§chste Station mitzunehmen.

2. Traumjob statt Notlösung

Nat√ľrlich ist¬†nicht jeder Job ein Traumjob¬†und manchmal steht die finanzielle Notwendigkeit √ľber den Idealen des perfekten Arbeitsverh√§ltnisses. Auch wenn man gelegentlich einen Job annehmen muss, der nicht hundertprozentig den eigenen Vorstellungen entspricht, so sollte man sich dennoch nicht einfach mit dieser Situation abfinden, sondern weiterhin nach DEM perfekten Job streben. Schlie√ülich verbringen wir den Gro√üteil unseres Lebens bei der Arbeit ‚Äď und nur wer mit¬†Begeisterung bei der Sache¬†ist, kann gro√üartige Leistungen erbringen.

3. Neues wagen

Du hast eine Idee, die au√üergew√∂hnlich ist? Viele gro√üe Namen in der Geschichte waren erfolgreich, weil sie an eine kleine Idee glaubten und daraus mit viel Mut und Flei√ü eine gro√üe Sache machten.¬†Wer nichts Neues wagt und nur das tut, was er gestern schon getan hat, hat keine Chance auf Weiterentwicklung.¬†Steve Jobs ist nur EIN gutes Beispiel, er brach sein Studium nach nur einem Semester ab und bewies, dass man auch ohne Abschluss ein Weltunternehmen gr√ľnden, leiten und f√ľhren kann.

4. Auf Reisen den Horizont erweitern

Weltoffenheit, Neugierde und Anpassungsf√§higkeit ‚Äď all das liest der Personaler aus deinen Bewerbungsunterlagen heraus, wenn du die Liebe zum Reisen darin angef√ľhrt hast. Reisen formt die Pers√∂nlichkeit, man kommt¬†bereichert an Erfahrungen und F√§higkeiten¬†wieder nach Hause. Also los, hinaus in die gro√üe, weite Welt mit dir!

5. Weiterbildung

Eine Investition, die sich tausendfach rentiert, ist die Investition in sich selbst ‚Äď in die eigene Bildung und den Ausbau seiner fachlichen Qualifikationen. Viele Absolventen glauben, nach dem Abschluss an der Uni alles zu wissen und alles zu k√∂nnen.¬†Doch ein Unizeugnis ist noch kein Garant daf√ľr, ausgelernt zu sein.¬†Mit diesem Mythos zum Thema Studienabschluss, haben viele Absolventen noch heute zu k√§mpfen. Oft bieten Unternehmen interne Fortbildungsm√∂glichkeiten an. Eine weitere M√∂glichkeit ist es, sich eigenst√§ndig um die¬†praktische¬†Vertiefung des Wissens und der Fertigkeiten¬†zu bem√ľhen, die man im Studium von der theoretischen Seite kennengelernt hat.

 

In der Regel schaffen 2/3 der Absolventen den Berufseinstieg innerhalb von drei Monaten, also Kopf hoch und nicht aufgeben! Auch du kannst das schaffen!

 

Bildnachweis: www.istockphoto.com

Anm. d. Red.: Aus Gr√ľnden der leichteren Lesbarkeit bezeichnen wir Personengruppen in einer neutralen Form (Bewerber, Kollegen), wobei wir immer sowohl weibliche als auch m√§nnliche Personen meinen.

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