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Prüfungsvorbereitung: Tipps für effektives Lernen im Studium

Prüfungsvorbereitung: Tipps für effektives Lernen im Studium

Prüfungen im Studium können einen schnell überfordern. Einerseits fängt man an aufzuschieben, andererseits hat man abseits der Uni so viel zu tun, dass man kaum zum Lernen kommt. Doch es gibt einige Tipps, die verhindern können, dass ihr in solche Situationen kommt: So meistert ihr effektives Lernen im Studium.

 

Inhaltsverzeichnis

1. Finde deinen Lerntypen
2. 9 Tipps zur richtigen Prüfungsvorbereitung
3. Deine Produktivität pushen um effizienter zu lernen

Finde deinen Lerntypen

Du bist es gewohnt klassisch ein Buch in die Hand zu nehmen und einfach drauf los zu unterstreichen. Doch hast du dir schon mal überlegt, dass du vielleicht noch besser lernen kannst, wenn du herausfindest, welchem Lerntypen du entsprichst? Generell gibt der Lerntyp an, mit welchem Sinnesorgan der du Informationen am besten aufnimmst.

 

Diese 4 Lerntypen gibt es

1. Auditiver Typ

Der auditive Lerntyp kann Lerninhalte am besten behalten und wiedergeben, wenn er sie hört. Er kann mündlichen Erklärungen gut folgen und gehörte Sachverhalte erfolgreich verarbeiten. Wenn du ein auditiver Lerntyp bist, fällt es dir leicht zu lernen, wenn du den Stoff laut vorliest, die Lerninhalte über Lernkassetten hörst oder anderen davon erzählst.

2. Visueller Typ

Lernen durch Sehen, Lesen von Informationen, Beobachten von Handlungsabläufen – das liegt dem visuellen Lerntypen. Er merkt sich leicht Inhalte, wenn diese in Grafiken oder Bildern veranschaulicht werden. Der visuelle Typ schreibt gerne mit, arbeitet mit Flipcharts und Videos, um sich Informationen einzuprägen.

3. Kommunikativer Typ

Wenn du ein kommunikativer Lerntyp bist, dann sind Diskussionen und Gespräche für dich wichtig, um Lerninhalte leicht aufnehmen zu können, denn die sprachliche Auseinandersetzung mit dem Stoff erleichtert dir den Lernprozess. Es kommt dir entgegen, wenn du die Möglichkeit ergreifen kannst, mit deinen StudienkollegInnen den Stoff ausführlich zu besprechen und zu diskutieren, an Gruppengesprächen oder Rollenspielen teilzunehmen.

4. Motorischer Typ

Motorische Lerntypen lernen am effektivsten, wenn sie am Lernprozess unmittelbar beteiligt sind und Handlungsabläufe ausprobieren und selber durchführen können. Bewegung, Handeln und Fühlen gehört für sie dazu, um die Sachverhalte nachvollziehen und behalten zu können.

In der Praxis sind wir so gesehen alle Mischtypen. Niemand lernt nur mit einem Sinn, für die Prüfungsvorbereitung empfiehlt es sich übrigens, so viele Sinne wie möglich in den individuellen Lernprozess einzubeziehen. Dann ist die Wahrscheinlichkeit am größten, dass wir uns die Lerninhalte leicht aneignen und sich lange an sie erinnern.

 

9 Tipps zur richtigen Prüfungsvorbereitung

Neben der Zuteilung in einen oder mehrere Lerntypen, spielen im Lernprozess aber auch viele andere Faktoren eine Rolle. Mit einer guten Motivation, dem Verhindern von Zeitdruck oder auch einer besseren Organisation, klappt die Prüfungsvorbereitung noch besser.

1. Ziele setzen

Wenn du Erfolg haben willst, musst du dir Ziele setzen. Dann stellt sich auch die Motivation ein, der Antrieb, das Ziel zu erreichen. Mach dir Gedanken darüber, was es für dich bedeutet, die Prüfung zu bestehen, wofür du das Ganze eigentlich machst. Welches größere Ziel steht dahinter? Visualisiere, was du erreichen möchtest. Das kann eine gute Note sein oder das Ziel, dein Wissen zu erweitern oder aber auch das Studium bald abschließen zu können und gute Voraussetzungen für deinen Traumjob zu erwerben.

2. Lernstoff eingrenzen + Unterlagen besorgen

Wenn du dich rechtzeitig um deine Lernunterlagen kümmerst, stellst du sicher, dass die Bücher und Skripten in der Bibliothek noch vorhanden sind. So vermeidest du unnötigen Stress und Aufwand durch Fernleihen und Kopierorgien. Besorge auch die restlichen relevanten Unterlagen zeitnah, wie Mitschriften, Übungsbeispiele, Präsentationsfolien aus der Vorlesung und ordne die Lernunterlagen nach Themengebieten. Somit verschaffst du dir einen Überblick über den Lernstoff und bist startklar.

3. Angenehmes Lernumfeld schaffen

Es ist bewiesen: Wer sich an seinem Arbeitsplatz wohlfühlt, ist erfolgreicher. Ein aufgeräumter Schreibtisch, Struktur in den Lernunterlagen und ein angenehmes Raumklima erlauben es uns, effizienter zu arbeiten.
Suche dir einen Platz, an dem du bequem sitzen kannst und gutes Licht hast. Nicht jeder braucht den penibel aufgeräumten Schreibtisch um gut lernen zu können (auch wenn es wissenschaftlich bewiesen ist, dass Ordnung dem erfolgreichen Arbeiten zuträglich ist), auch das gemütliche Sofa oder ein Platz im Park unter freiem Himmel kann der optimale Lernort für dich sein.
Lege dir alle nötigen Materialien bereit. Dazu gehören Notizblöcke, Stifte, Leuchtmarker, Notizzettel, Wasserflasche, gesunde Snacks etc. Du kannst deine Lernumgebung auch mit persönlichen Dingen verschönern, mit denen du positive Erinnerungen verbindest.

4. Internet ausschalten / Go offline

Verbanne während der Prüfungsvorbereitung alles was dich beim Lernen stören könnte, alle Ablenkungen von deinem Lernort. Keine Frage, dazu gehören mit Sicherheit Handy, Instant Messenger- und Mailingprogramme, soziale Netzwerke. Wie oft ertappen wir uns doch dabei, noch schnell die Mails oder die Facebook-Timeline checken zu müssen, bevor wir dann aber wirklich loslegen können mit dem Lernen?

5. Belohnungen

Die Zeit der Prüfungsvorbereitung ist meist leider eine Zeit der Entbehrungen. Das muss aber nicht sein. Denn es lernt sich viel leichter und lockerer, wenn man weiß, dass beim Erreichen eines Meilensteins eine Belohnung winkt. Diese kleinen Belohnungen für Teilerfolge oder nach einfem anstrengenden Lerntag geben wieder neuen Motivationsschub. Durch einen Kinobesuch mit Freunden, eine Folge der Lieblingsserie oder einen Stadtbummel kannst du wieder Kraft tanken.

6. Plan erstellen

Du hast das Gefühl vor einem Berg von Aufgaben, Lernmaterialien und To-Do-Listen zu stehen, den du niemals bewältigen wirst können. So schlimm ist es nicht! Vor allem, wenn du folgenden Ratschlag beherzigst: Zerteile den Berg in viele kleine leicht verdauliche Häppchen! Gliedere den Lernstoff in Teilgebiete und erstelle einen Zeitplan, in welchem du festhältst, welche Inhalte du lernen musst und wie viel Zeit du für die jeweiligen Abschnitte brauchst. Plötzlich wirst du sehen, dass auch noch Zeit für andere Aktivitäten bleibt, dass du dir auf diese Weise Freiräume schaffst, die du mit Dingen füllen kannst, die dir Spaß machen. Außerdem erhältst du einen Überblick über deine Aufgaben und somit das Gefühl von Sicherheit, alles im Griff zu haben.

7. Zusammenfassung schreiben

Viele von uns behalten Inhalte leichter, wenn sie sie nochmal in eigenen Worten zusammenfassen. Durch diese aktive Beschäftigung setzt du dich intensiver mit dem Lernstoff auseinander, denn du gliederst den Stoff, strukturierst ihn für dich neu, erfasst die Kernaussage und setzt die Informationen miteinander in Verbindung.

8. Pausen machen

Gönn dir zwischen den Lernphasen Pausen, in denen du dich entspannen kannst und den Kopf freibekommst. Pausen gehören zur Arbeitszeit und sind für eine ausdauernde, konzentrierte Arbeit unerlässlich. Auch bei ganz kurzen Lernpausen empfiehlt es sich unbedingt, das Arbeitsumfeld zu verlassen, für frische Luft zu sorgen und etwas völlig anderes zu machen.

9. Den Stoff wiedergeben

Da geht es vielen Studierenden ähnlich: Sie eignen sich jede Menge Wissen an, können dieses aber nicht richtig wiedergeben. Abhilfe schaffen kann man, indem man die Rekonstruierung des Wissens übt. Sprich mit jemanden darüber und versuche ihm oder ihr die Inhalte mit eigenen Worten zu vermitteln. Auf der einen Seite merkst du dir durch die Wiederholungen den Stoff leichter, auf der anderen Seite verinnerlichst du Sachverhalte und Zusammenhänge durch das Erklären in einfachen Worten.

 

Deine Produktivität pushen und effektiv lernen

Falls du trotz aller Tipps, an Aufschieberitis leidest oder deine Konzentration aufgrund deiner übrigen To-Dos oder Nebenjobs gelegentlich leidet, helfen dir diese Maßnahmen dabei produktiver und vor allem auch effizienter zu lernen.

Produktivitäts-Boost  nach dem Aufstehen

  • Meditieren, um die eigene Willenskraft zu stärken
  • Morgenritual entwickeln: (Beten, Meditation, Visualisierung, körperliche Aktivität, Lesen, Dankbarkeit praktizieren, Yoga, Tagebuch schreiben, Spaziergang)
  • Visualisiere deinen idealen Tag: was möchte ich heute erreichen? Schließe deine Augen, visualisiere jede Aktivität. Wenn du deine Augen öffnest, bist du bereit für den Tag.
  • Plane deinen Tag im Voraus: mittels To-Do-Liste, ganz oben stehen die größten Herausforderungen, schiebe unangenehme Aufgaben NICHT auf, diese verhindern produktives Arbeiten,  denn bewusst oder unbewusst denkt man darüber nach und dies führt zu Stress.

 

Beim Lernen produktiver werden

  • Lerne Schnelllesen, so wirst du produktiver (Web-App: Spreeder)
  • Verbessere deinen Arbeitsplatz: Grünpflanzen, ein aufgeräumter Schreibtisch und eine ruhige Umgebung sind essenziell um entspannter und produktiver zu arbeiten und zu lernen
  • Mit Musik kannst du auch für eine produktive Arbeits- und Lernumgebung sorgen
  • Arbeite bei Tageslicht: Falls das nicht möglich ist, soll die Lichtquelle von oben kommen und die Farbtemperatur 5500 bis 5800 Kelvin betragen.
  • Pausiere regelmäßig, sonst lässt die Konzentration nach, benutze die Pomodoro Technik (25 Minuten Lernen/5 Minuten Pause) nach vier Intervallen mache eine Pause von 20 bis 30 Minuten (App: Time Out).
  • Sei aktiv während der Pausen (10 Minuten Pause: 5 Minuten aktiv + 5 Minuten meditieren für Klarheit)

 

Produktiver durch deinen Körper

  • Richtiges Atmen: beobachte deinen Atem (tief und voll oder kurz und flach), bewusste Atemzüge helfen zu entspannen, präsent zu werden und das Hirn mit Sauerstoff zu versorgen.
  • Ausreichend schlafen (7 bis 9 Stunden) und gesund ernähren
  • Ausgewogenes Frühstück ist unerlässlich, wie Müsli, Vollkornbrot, Obst und zwei bis drei Liter Wasser/Tag
  • Süßigkeiten sind Konzentrationskiller (senkt den Blutzuckerspiegel) man fühlt sich matter und lustloser
  • Gesunde Ernährung: für die Konzentration sind diese Lebensmittel wichtig: Vollkornprodukte, Gemüse, Hülsenfrüchte und Obst (steigern den Blutzuckerspiegel) Beeren (reich an Vitaminen), Fetter Fisch (Omega-3-Fettsäuren), Nüsse und Samen, Ananas, naturbelassenes Olivenöl, Kurkuma (entzündungshemmend und antioxidativ), Knoblauch (Vitamine und Mineralstoffe), Grüner Tee (Matchatee gegen hohen Blutzucker und Entzündungen), Avocado (proteinreich, gute Fette, Energielieferant)

Gehe diese Tipps Woche für Woche durch und deinem Ziel, produktiver zu werden und effektiver zu lernen, steht nichts mehr im Weg.

Wisst ihr eigentlich schon, wie eine Plagiatsprüfung bei Abschlussarbeiten funktioniert und was die Konsequenzen eines Plagiates sind?

Bildnachweis: www.istockphoto.com

Anm. d. Red.: Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit bezeichnen wir Personengruppen in einer neutralen Form (Bewerber, Kollegen), wobei wir immer sowohl weibliche als auch männliche Personen meinen.

So bereitest du dich auf den Berufseinstieg vor

So bereitest du dich auf den Berufseinstieg vor

Nach dem Uniabschluss direkt in den Traumjob einsteigen – das ist der Wunsch vieler Studierender, doch die Realität sieht oft anders aus. Denn ein guter Studienabschluss ist noch keine Garantie dafür, sofort die Wunschanstellung antreten zu können – wie in vielen Bereichen zählt auch hier eine gute Vorbereitung.

 

Inhaltsverzeichnis

1. Voraussetzungen für den Berufseinstieg
2. Die wichtigsten Vorbereitungstipps im Überblick
3. Berufseinstieg ohne Berufserfahrung
4. Der Zeitplan für deinen Bewerbungsprozess
5. Der Bewerbungsweg für den Berufseinstieg
6. 5 Tipps, wie du Karriere nach dem Studium machst

Voraussetzungen für den Berufseinstieg

Die wichtigste Voraussetzung um dieses Thema in Angriff zu nehmen, ist, sich klarzumachen, wohin man möchte, dh. herauszufinden, was der Wunschberuf ist und welche Aufgaben einen interessieren. Steht dies im Groben fest, überlege dir auch, wie du in diesem Bereich praktische Erfahrung sammeln kannst und ob bzw. wie er sich ins Studium integrieren lässt. Möchtest du direkt nach dem Uniabschluss in den Beruf einsteigen oder gibt es Alternativen, die dich fachlich und persönlich (z.B. ein längerer Auslandsaufenthalt) weiterbringen? Auch Fehlentscheidungen in der Berufswahl gehören zu dem ganzen Prozess, deswegen lasse dich nicht entmutigen, denn das wichtigste ist das beste daraus zu machen!

Die wichtigsten Vorbereitungstipps im Überblick

  • Beschäftige dich in regelmäßigen Abständen mit dem Thema, deinem Berufswunsch und deinen Berufszielen.
  • Besuche Vorlesungen und Veranstaltungen an der Uni, die hilfreich für den Berufseinstieg sind und dich deinem Ziel näher bringen.
  • Gibt es Kooperationsprojekte oder Lehrveranstaltungen aus anderen Studienrichtungen, die in Hinblick auf deine Ziele nützlich sein könnten?
  • Nutze Seminararbeiten und Seminarthemen dazu, dich mit den gewünschten beruflichen Tätigkeitsbereichen zu befassen.
  • Halte Kontakt zu LV-LeiterInnen, besonders wenn sie neben ihrer Lehrtätigkeit in Unternehmen beschäftigt sind.
  • Engagiere dich intern an deiner Universität z.B. im Alumniverband, beim Mitarbeitermagazin oder in Studienvertretungen.
  • Knüpfe Kontakte auf Fachtagungen, Kongressen und Messen.
  • Halte deinen Lebenslauf aktuell und informiere dich über aktuelle Bewerbungsanforderungen.
  • Als Trainee oder Praktikant lassen sich erste Kontakte zu Unternehmen knüpfen, halte auch nach dem Praktikum den Kontakt zum Unternehmen aufrecht.
  • Wähle Studentenjobs sorgfältig aus – und zwar in Hinblick auf deine Karriereziele.

 

Berufseinstieg ohne Berufserfahrung

Die Nachfrage nach jungen Talenten ohne Berufserfahrung steigt. Aktuell richten sich 36 Prozent aller Stellenausschreibungen an Absolventen und Spezialisten, die noch keine Job-Erfahrung im jeweiligen Beruf haben. Als Berufseinsteiger darf man also heutzutage durchaus optimistisch sein. Sei selbstbewusst und punkte mit deinen erworbenen Kenntnissen und deiner Motivation. Die Wahl des ersten Arbeitgebers bestimmt nicht selten den Verlauf mehrerer Karrierejahre. Setze also Prioritäten bei der Jobsuche und denke dabei nicht nur an konkrete Unternehmen, sondern vor allem an Inhalte und Entwicklungsmöglichkeiten.

 

Der Zeitplan für deinen Bewerbungsprozess

Plane für deine Jobsuche ausreichend Zeit ein und setze dir realistische Ziele, um nicht entmutigt zu sein, wenn der Prozess in Summe eventuell länger dauert als zunächst vermutet. Berücksichtige bei deine Ziele deine jeweiligen Vorstellungen, welche eventuell die Suche eingrenzen, weil du z.B. nur in einer bestimmten Region oder Branche arbeiten möchtest. Auch der Bewerbungsprozess an sich braucht Zeit: Von dem ersten Kontakt durch die Stellenanzeige, dem Versand der Bewerbung über einen meist mehrstufigen Auswahlprozess bis hin zu einem möglichen Arbeitsvertrag vergehen nicht selten mehrere Monate.

 

Der Bewerbungsweg für den Berufseinstieg

1. Lebenslauf

Deine Bewerbungsunterlagen sind der erste Schritt deiner Vorstellung beim Unternehmen. Du vermittelst dem Personaler mit deiner Bewerbung den ersten Eindruck von deiner Person und deinen Qualifikationen, ordentliche Bewerbungsunterlagen und ein professionelles Foto gehören damit zum Pflichtprogramm. Wenn dein Lebenslauf überzeugt, bist du der Einladung zum Vorstellungsgespräch sehr nahe. Nutze deinen Lebenslauf aktiv, um dem Unternehmen gerade die für die angestrebte Stelle relevanten Informationen in ansprechender und übersichtlicher Form zu vermitteln.

2. Anschreiben & Arbeitszeugnisse

Nach dem Lebenslauf ist das Anschreiben das zweitwichtigste Dokument einer Bewerbung. Vermittle im Anschreiben deine Stärken  und Soft Skills und stelle heraus, weshalb genau du für die ausgeschriebene Stelle geeignet bist – sieh das Anschreiben als eine Ergänzung zu deinem Lebenslauf und liefere die für die ausgeschriebene Stelle relevanten Hintergrundinformationen zu deinen Qualifikationen, Erfahrungen und deiner Motivation.

Ein weiterer essenziell wichtiger Bestandteil einer Bewerbung sind die Arbeitszeugnisse. Die im Rahmen von Praktika gesammelten Erfahrungen sind für viele Unternehmen ein entscheidendes Kriterium bei der Auswahl von Berufseinsteigern, sodass diese Arbeitsnachweise unbedingt in die Bewerbung gehören. Auch wenn du gerade mit deiner Ausbildung fertig bist, kannst du deine praktischen Erfahrungen und Nachweise aus Projektarbeiten präsentieren. Achte dabei allerdings genau auf die Relevanz der Arbeitsnachweise für die konkrete Stelle. Um die Unternehmen von deinem praktischen Können zu überzeugen, nennen im Lebenslauf die genauen Inhalte deiner Tätigkeiten und arbeiten im Anschreiben die Bezüge zu der ausgeschriebenen Stelle heraus.

3. Das persönliche Kennenlernen

Hast du den ersten Schritt erfolgreich gemeistert und eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten, so gilt es, den Personaler und/oder deinen möglichen zukünftigen Vorgesetzten im persönlichen Gespräch von dir zu überzeugen. Grundsätzlich bewerten Unternehmen persönliche Eigenschaften, soziale Kompetenzen und das Passen zur Unternehmenskultur als die wichtigsten Auswahlkriterien bei Bewerbern für Berufseinsteigerpositionen. Während die schriftliche Bewerbung in erster Linie nach formellen Kriterien bewertet wird, sind die Vorstellungsrunden die perfekte Plattform für Voraussetzung für eine erfolgreiche Nutzung der Online-Profile ist, dass diese öffentlich sichtbar und stets aktuell gepflegt sind. Die Aktualität des beruflichen Profils ist nicht nur aufgrund oben genannter Möglichkeiten wichtig, Bewerber müssen generell damit rechnen, dass sich Unternehmen im Internet über Kandidaten informieren. Vor diesem Hintergrund solltest du auch deine sozialen Netzwerke, deine privaten Blogs und Einträge bei Google überprüfen, um auch hier einen positiven ersten Eindruck zu hinterlassen.

 

5 Tipps, wie du Karriere nach dem Studium machst

Wenn du nicht den typischen Weg einschlagen möchtest, gibt es abseits des klassischen Bewerbungsprozesses einige andere Lösungen, die du in Erwägung ziehen kannst.

1. Das Gesamtbild zählt

Eine Karriere verläuft selten geradlinig. Natürlich gibt es auch in der Berufslaufbahn hin und wieder Stolpersteine zu überwinden, welche auch zu Lücken im Lebenslauf führen können. Lass eine Niederlage nicht zu einem unüberwindbaren Hindernis werden, sondern sieh sie als eine von vielen Stationen im Laufe des (beruflichen) Lebens. Wenn man seine Karriere als eine Reihe von Erfahrungen betrachtet, von denen es gute und eben auch schlechte gibt, fällt es einem leichter, sich weiterzuentwickeln und aus jeder Erfahrung etwas Positives für die nächste Station mitzunehmen.

2. Traumjob statt Notlösung

Natürlich ist nicht jeder Job ein Traumjob und manchmal steht die finanzielle Notwendigkeit über den Idealen des perfekten Arbeitsverhältnisses. Auch wenn man gelegentlich einen Job annehmen muss, der nicht hundertprozentig den eigenen Vorstellungen entspricht, so sollte man sich dennoch nicht einfach mit dieser Situation abfinden, sondern weiterhin nach DEM perfekten Job streben. Schließlich verbringen wir den Großteil unseres Lebens bei der Arbeit – und nur wer mit Begeisterung bei der Sache ist, kann großartige Leistungen erbringen.

3. Neues wagen

Du hast eine Idee, die außergewöhnlich ist? Viele große Namen in der Geschichte waren erfolgreich, weil sie an eine kleine Idee glaubten und daraus mit viel Mut und Fleiß eine große Sache machten. Wer nichts Neues wagt und nur das tut, was er gestern schon getan hat, hat keine Chance auf Weiterentwicklung. Steve Jobs ist nur EIN gutes Beispiel, er brach sein Studium nach nur einem Semester ab und bewies, dass man auch ohne Abschluss ein Weltunternehmen gründen, leiten und führen kann.

4. Auf Reisen den Horizont erweitern

Weltoffenheit, Neugierde und Anpassungsfähigkeit – all das liest der Personaler aus deinen Bewerbungsunterlagen heraus, wenn du die Liebe zum Reisen darin angeführt hast. Reisen formt die Persönlichkeit, man kommt bereichert an Erfahrungen und Fähigkeiten wieder nach Hause. Also los, hinaus in die große, weite Welt mit dir!

5. Weiterbildung

Eine Investition, die sich tausendfach rentiert, ist die Investition in sich selbst – in die eigene Bildung und den Ausbau seiner fachlichen Qualifikationen. Viele Absolventen glauben, nach dem Abschluss an der Uni alles zu wissen und alles zu können. Doch ein Unizeugnis ist noch kein Garant dafür, ausgelernt zu sein. Mit diesem Mythos zum Thema Studienabschluss, haben viele Absolventen noch heute zu kämpfen. Oft bieten Unternehmen interne Fortbildungsmöglichkeiten an. Eine weitere Möglichkeit ist es, sich eigenständig um die praktische Vertiefung des Wissens und der Fertigkeiten zu bemühen, die man im Studium von der theoretischen Seite kennengelernt hat.

 

In der Regel schaffen 2/3 der Absolventen den Berufseinstieg innerhalb von drei Monaten, also Kopf hoch und nicht aufgeben! Auch du kannst das schaffen!

 

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Anm. d. Red.: Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit bezeichnen wir Personengruppen in einer neutralen Form (Bewerber, Kollegen), wobei wir immer sowohl weibliche als auch männliche Personen meinen.

Selbstoptimierung

Selbstoptimierung – Auf dem Weg zum perfekten Ich

In den letzten Jahren zeichnet sich eine neue Bewegung ab, die die Menschen rund um den Globus auf Trab hält: der Trend zur Selbstoptimierung, bei dem es um Leistungssteigerung und dem Streben nach Perfektion geht.

 

Was bedeutet Selbstoptimierung?

Das Streben nach einem besseren, einem vollkommenen Leben ist so alt wie die Menschheit selbst. Eine grundlegende Frage der Philosophie beschäftigt sich mit der Besserung des Menschen, Moral und Vervollkommnung. Heute aber scheint sich alles um die eigene Person, das eigene Aussehen, den eigenen Körper zu drehen – das Ich im Mittelpunkt unserer Gedanken und Zeitaufwendungen. Volle Konzentration auf den Körper, die Schönheit, den Erfolg.

Gesünder essen, fitter werden, die Zeit effizient nutzen, die Produktivität im Job steigern, schnell und erfolgreich studieren, ein erfülltes Privatleben führen und durchgehend motiviert sein – Ziele gibt es viele. Und wir wiederum rücken unseren Zielen mit technischen Hilfsmitteln buchstäblich zu Leibe. Egal ob Workaholic, oder eher eine gemütliche Art: Überall beginnen die Selbstoptimierer ihre Vitalwerte, Bewegungen und Gewohnheiten zu messen und aufzuzeichnen. Es gibt eine Reihe von technischen Spielereien, die dabei helfen sollen, die Körperdaten zu erheben und auszuwerten.

Selbstoptimierung mit Selftracking

Hier wird kontrolliert, aufgezeichnet und analysiert und die eigene Effizienz in Grafiken und Diagrammen übersichtlich präsentiert, um sie dann im Handumdrehen gemeinsam mit anderen online auszuwerten (und notwendige Maßnahmen einzuleiten). Denn die Daten von Wearables & co werden meist automatisch zum Computer oder Smartphone übertragen.

Die Auswertung der erhobenen Daten ermöglicht es, Gewohnheiten oder bisher unbeachtete Zusammenhänge zu erkennen, wie z.B. schlechte Angewohnheiten oder ungesunde Ernährungsweisen. So werden wir von technischen Geräten darin unterstützt, ein Auge auf die eigenen Leistungen zu werfen, um uns zu verbessern und uns mit Freunden, der Online-Community oder der ganzen Welt zu messen.

Selbstoptimierung: Pro und Contra

Selftracking kann dabei helfen, die perfekte Mischung aus gesunder Ernährung, Sport, erfüllender Arbeit und effizienter Freizeitgestaltung zu erreichen. Die Verantwortung für uns selbst wird aber auch zu einem Teil abgegeben: an Apps, an digitale Coaches, die einem sagen, was man tun soll, um die Tagesziele zu erreichen.

Auch die Zeit soll optimal genutzt werden. Ein Selbstoptimierer wartet nicht einfach tatenlos auf die verspätete U-Bahn, er nützt die Wartezeit um noch schnell ein paar Schritte am Bahnsteig auf und ab zu gehen, sich seinem Tages-Soll zu nähern. Warum eigentlich nicht mal die „geschenkte“ Zeit nutzen und sich in Tagträumen verlieren oder ein Buch lesen? Vielleicht weil sich Schritte einfacher zählen und auswerten lassen?

Wir haben uns gefragt, was denn nun die Vor- und Nachteile von Selbstoptimierung sind:

Pro

  • Zielkontrolle: Möchte man ein Ziel erreichen, so stellt das Selftracking eine gute Möglichkeit dar, seine Fortschritte zu kontrollieren.
  • Motivation: Die Veranschaulichung der Ergebnisse und persönlichen Erfolge in Diagrammen, Kurven oä. wirkt motivierend, ebenso wie diese mit anderen über Soziale Netzwerke oder Apps zu teilen.
  • Fakten statt Vermutungen: Wer informiert ist, ist auch in der Lage bessere und wirksamere Maßnahmen zu ergreifen.
  • Bewusste Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper bzw. Gesundheit

 

Contra

  • Datensicherheit: Was passiert mit all den gesammelten Daten und welche Risiken liegen in der Veröffentlichung? Unternehmen erhalten durch die Apps direkten Zugang zu sensiblen Daten und ihren potentiellen Kunden. Gesundheitsdaten besitzen auch für den Staat großen Wert.
  • Der Drang zur ständigen Kontrolle: Körperoptimierer geben die Verantwortung für ihren Körper, ihre Gesundheit zum Teil an Apps und digitale Coaches ab und verlernen dabei, selbst auf ihren Körper zu hören.
  • Zahlen statt Gefühle: das Selftracking ist auf messbare Bereiche beschränkt – kreative oder soziale Leistungen bleiben auf der Strecke.

 

Apps für deine Selbstoptimierung

Falls für dich die Vorteile der Selbstoptimierung überwiegen, haben wir für dich einige hilfreiche Apps, die dir helfen dich selbst im Alltag zu tracken!

Hier findest du einige der beliebtesten Apps:

Day One

Besondere Momente festhalten

Mit Day One bietet sich ein mit Bewegungssensoren optimiertes digitales Tagebuch, das mit iPhone und iPad kompatibel. Du kannst damit beliebige Momente deines Lebens unmittelbar festhalten – von alltäglichen Begebenheiten bis hin zu einmaligen Erlebnissen. Neben einem einfachen Text kann man in einem Eintrag auch Ort, Tags, sowie Wetterangaben angeben. Zudem kann man auf einfache Weise Bilder als Einträge speichern und es gibt einen integrierten Bewegungs- und Schrittzähler und ämtliche Daten lassen sich im PDF-Format exportieren.

RescueTime

Wieviel Zeit verbringe ich vorm PC?

Hast du dich auch schon einmal gefragt, wie viel Zeit du am PC verbringst? Diese App misst und analysiert exakt dein Verhalten am PC und zeigt dir wofür du, wie viel Zeit aufwendest. Die Idee hinter RescueTime ist es, dabei behilflich zu sein die Zeitfresser bei der Arbeit am Computer zu identifizieren.

Menthal Balance

Wieviel Zeit verbringe ich mit dem Handy?

Ähnliches – auf das Handy bezogen – macht die App namens Menthal Balance. Die App ist Teil eines größeren Forschungsprojekts zur Untersuchung des Handygebrauchs. Einmal installiert, trackt sie mit, wann und wie oft man z.B. sein Telefon entsperrt, welche Apps man benutzt und wie oft man telefoniert. Die Daten werden zu reinen Forschungszwecken gesammelt.

Menthal Balance vergleicht also das eigene Nutzungsverhalten mit dem Durchschnitt aller Nutzer. So erhält man einen Anhaltspunkt, ob man sein Handy noch im normalen Rahmen oder deutlich öfter als der Durchschnitt nutzt.

NeuroNation

Gehirntraining, das Spaß macht

Die Gehirntraining-App verspricht Spaß und Training miteinander zu verbinden. Anhand eines individuell angepassten Trainingsplans,  Logikrätsel und IQ-Aufgaben soll die geistige Fitness nachhaltig gesteigert werden und die Konzentrationsfähigkeit deutlich erhöht werden. Natürlich lassen sich der Fortschritt und die Leistung mit den Ergebnissen anderer Mitglieder vergleichen.

Freeletics

Kult-App mit mehr als 700 Workouts

Die Fitness-App Freeletics bietet ein hochintensives Training, das sich voll und ganz auf das eigene Körpergewicht konzentriert. Die kostenlose Android-App Freeletics stellt zahlreiche Übungen samt Video-Anleitung bereit, die der/die UserIn in möglichst kurzer Zeit absolvieren muss.

Balanced

Glücksgefühle per App

Balanced ist eine App die uns an schöne Kleinigkeiten im täglichen Leben erinnert. Mit Hilfe von mehr als 40 Vorschlägen (z.B. „Drink some water“, „Help someone else“)  lässt sich eine übersichtliche und farbenfrohe To-Do-Liste erstellen. Dabei setzt die App auf das kleine Glücksgefühl, das sich einstellt, wenn man etwas als erledigt von der Liste streicht.

Fabulous: Motivate Me!

Motivationscoach

In einem Schritt-für-Schritt-Programm nähert man mit dieser App sich seinen Gesundheits- und Produktivitätszielen. Fabulous soll helfen, gesunde Rituale in unserem Leben einzuführen – und diese wiederum verhelfen uns dann zu mehr Energie, einem fitten Körper, dem Erreichen des Wunschgewichts und besserem Schlaf. Viel, was die App Fabulous hier verspricht.

AceMoney Lite

Haushaltsbuch-App

Das was man früher als Haushaltsbuch bezeichnet hat, gibt es nun in Form von Apps: AceMoney Lite hilft, die Finanzen zu kontrollieren und die Ausgaben zu reduzieren. Einnahmen und Ausgaben lassen sich schon im Voraus planen. Die App verwaltet das Vermögen auf den Cent genau und ist ein sehr nützlicher Helfer im Alltag.

Sleep as Android Unlock

Besser schlafen, entspannter aufwachen

Diese App misst deinen Schlaf und weckt dich mittels intelligenten Weckers sanft in der idealen Schlafphase auf. Weitere Funktionen: Aufzeichnung von Schlafphasen, Darstellung des Schlafrhythmus in Form von Diagrammen, Aufnahme von Geräuschen während des Schlafs und eine Anti-Schnarch-Funktion.

 

Bei all der Datensammelei sollten Selbstoptimierer den Apps und ihren Anbietern nicht blind vertrauen: Daten sind die Währung des Social Web, daher ist bei der Herausgabe gesundheitlicher Daten Vorsicht geboten. UserInnen sollten sich informieren, was die Hersteller mit den gesammelten Informationen machen.

 

Wusstest du, dass dich Musik effizienter arbeiten lässt?

 

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Anm. d. Red.: Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit bezeichnen wir Personengruppen in einer neutralen Form (Bewerber, Kollegen), wobei wir immer sowohl weibliche als auch männliche Personen meinen.

Nein sagen

Warum kann ich nicht NEIN sagen?

Natürlich sind wir hilfsbereit und wenn Not am Mann ist, hilft man selbstverständlich gerne aus! Hin und wieder für einen Freund oder Kollegen einzuspringen – dagegen ist nichts einzuwenden. Wenn man aber ständig die eigenen Interessen und Bedürfnisse hinten anstellt, um für andere deren Aufgaben zu übernehmen, dann kommt einmal der Punkt, an dem man eins sagen sollte, nämlich: Nein!

Warum aber bereitet es vielen von uns so große Schwierigkeiten, jemandem eine Bitte abzuschlagen?

Warum wir nicht gerne Nein sagen

Ein Vorgesetzter, Kollege oder Freund kommt mit einer Bitte zu dir – du sollst ein zusätzliches Projekt übernehmen, einen Kuchen fürs Schulcafé backen, Geld leihen oder bei einem Kundentermin einspringen. Ganz egal, ob du die Mentalität eines Workaholics hast und dauerhaft Überstunden machst oder es mal ausnahmsweise ruhiger angehen willst: Eigentlich hast du keine Zeit, keine Energie oder schlichtweg keine Lust. Oder du hast schlechte Erfahrungen gemacht und weißt schon heute, dass sich der Bittsteller höchstwahrscheinlich nicht bei dir revanchieren wird. Du möchtest ganz klar NEIN sagen, tust es aber nicht. Warum?

4 Gründe warum du nicht Nein sagst

Du solltest, bevor du eine Entscheidung triffst, erst einmal eine kurze Auszeit nehmen und dir überlegen, warum es so schwerfällt die Bitte abzulehnen. Die Beweggründe können unterschiedlicher Natur sein:

1. Du hast Angst, nicht mehr gemocht zu werden

Ein Bedürfnis, das wir sowohl aus dem Privat- wie dem Berufsleben kennen: anerkannt und gemocht zu werden. Wir haben in der Kindheit gelernt, dass man erstens seine Hilfe nicht verweigern darf und uns zweitens manche Menschen nur mögen, wenn wir ihnen nützlich sind. Wer eine Bitte abschlägt, gilt als hartherzig und egoistisch. Doch ist nicht derjenige egoistischer, der andere nach seiner Pfeife tanzen lässt und seine Sympathien davon abhängig macht, ob andere tun, was er von ihnen will?

2. Du fürchtest Konsequenzen

Der Chef könnte die Beförderung noch einmal überdenken, wenn du ihm sein Anliegen abschlägst. Die Angst vor Konsequenzen ist nicht ganz unberechtigt – tatsächlich sollte man genau abwägen, bevor man dem Vorgesetzten eine Bitte verwehrt. Trotzdem muss man nicht zu allem JA sagen, sondern sollte versuchen, die Situation realistisch und objektiv abzuschätzen.

3. Du fürchtest, etwas zu versäumen

Schon klar, sich abzusondern, ist Gift für die Karriere. Auch in der Freizeit treibt viele die Angst an, etwas zu verpassen. So möchte man bei allen Aktivitäten, Projekten, Veranstaltungen mit von der Partie sein. Man übernimmt Gefälligkeiten, weil man glaubt, nur so mitten im Geschehen zu sein. Und nicht selten leidet die eigene Leistung darunter. Wenn du dich hier wieder erkennst, denk dran, das Leben geht weiter, auch wenn du nicht überall dabei bist!

4. Du fühlst dich geschmeichelt

Allein schon, dass man zu dir kommt und gerade dich fragt, schmeichelt dir ungemein. Du fühlst dich wichtig und genießt es, gebraucht zu werden. Und weil du dieses Gefühl liebst, sagst du JA. Jedoch mindern viele Gefälligkeiten, die man für andere macht, die Qualität der eigenen Arbeit. Und je öfter man ohne Weiteres den vielen Zusatzaufgaben zustimmt, umso weniger Anerkennung erhält man vom Bittsteller – es wird zur Selbstverständlichkeit.

Hand aufs Herz! In wie vielen Punkten hast du dich wieder erkannt?

Wie schaffst du es Nein zu sagen?

Prüfe die Anfrage genau und analysiere auch, wer etwas von dir will und welche Mittel er/sie einsetzt, um sein/ihr Ziel zu erreichen. Du musst nicht direkt Zusagen, sondern kannst mit einer geschickten Antwort Zeit schinden, um dir klare Gedanken darüber zu verschaffen, warum du eine Tätigkeit nicht machen möchtest. Ein „Ich habe gerade so viel zu tun, ich sage dir später Bescheid.“ oder „Ich muss es mir noch überlegen.“ reicht in den meisten Fällen. Traue dich! Damit ist ein großer Schritt Richtung Nein sagen getan.

Die Vorteile eines Neins sind umfangreich! Halte dir vor Augen, dass du mit einem Nein sogar Stress abbauen kannst. Schließlich schützt du dich vor einer Tätigkeit, die du nicht ausführen möchtest und verschaffst dir mehr Zeit für deine eigenen To Dos und deine Produktivität. Ein Nein macht dich auch Selbstbewusster! Du zeigst deinem Gegenüber, dass du deine Meinung selbstsicher vertrittst und nicht für jede Tätigkeit zu haben bist. Vor allen Dingen stellst du deine Bedürfnisse über die Bedürfnisse deines Kollegen oder Freundes und das ist in vielen Fällen sehr hilfreich und verschafft dir und deiner Persönlichkeit einen großen Pluspunkt. Wenn du dir die Vorteile des Neins vor Augen hältst, dann wird es dir leichter fallen es auszusprechen.

 

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Anm. d. Red.: Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit bezeichnen wir Personengruppen in einer neutralen Form (Bewerber, Kollegen), wobei wir immer sowohl weibliche als auch männliche Personen meinen.

Job im Ausland

Die perfekte Bewerbung für den Job im Ausland

„Nach dem Studium steht dir die ganze Welt offen.“ Nicht nur eine leere Phrase, sondern Tatsache! Es liegt im Trend Erfahrungen bei einem Job im Ausland zu sammeln. Auch immer mehr heimische Universitätsabsolventen entscheiden sich dazu ihren ersten Job im Ausland anzutreten, denn nicht nur österreichische Unternehmen sind auf der Suche nach qualifiziertem Fachpersonal mit fundierter Ausbildung. Warum also nicht im Ausland karrieremäßig richtig durchstarten, um sich für den österreichischen Arbeitsmarkt noch attraktiver zu machen?

Inhaltsverzeichnis

1. Arbeiten im Ausland nach dem Studium: Vor- und Nachteile
2. Fragen, die du dir vorab stellen solltest
3. Den perfekten Auslandsjob finden
4. Was gilt es bei einem Job im Ausland zu beachten?
5. 11 Tipps für deine Auslandsbewerbung

 

Arbeiten im Ausland nach dem Studium: Vor- und Nachteile

Vorteile

Egal ob im eigenen Bereich oder in einem Branchenfremden, ein Job im Ausland stellt eine Bereicherung für deinen Lebenslauf und für dich selbst dar. Du erlernst eine neue Sprache oder verbesserst deine derzeitigen Sprachkenntnisse. Du knüpfst internationale Kontakte, die sich auf deinem weiteren Lebens- und Berufsweg als nützlich erweisen werden. Du stellst deine Belastbarkeit, Flexibilität, Selbständigkeit, Anpassungsfähigkeit und dein Organisationstalent unter Beweis, indem du den Umzug, Bürokratisches und die neue Arbeitsumgebung genauso meisterst wie das Einleben und Leben in einem fremden Land. Du überwindest kulturelle Unterschiede und wächst somit nicht nur an deinen berufsbezogenen Aufgaben, sondern entwickelst auch interkulturelle Kompetenz sowie internationale Geschäftskompetenz. – Alles Soft Skills die auch, wenn sie nicht deinen Lebenslauf ausschmücken, zwischen den Zeilen stehen und als solche gelesen werden. Die Zeit fernab der Heimat bietet dir zudem die Möglichkeit ein Land kennenzulernen, das in Zukunft eine potentielle Wahlheimat darstellt. Und schließlich kannst du mit etwas Glück bei deiner Rückkehr nach Österreich direkt in eine höhere Position einsteigen.

 

Nachteile

Aber es gibt auch eine Kehrseite der Medaille. Ein Umzug ins Ausland stellt einen großen organisatorischen Aufwand dar, der zudem mit erhöhten Kosten verbunden sein kann. In manchen Ländern fallen die Lebenserhaltungskosten höher aus. Auch kann es sein, dass das Sozialsystem und die medizinische Versorgung nicht dem österreichischen Maßstab entsprechen. Zu Beginn werden Verständigungsschwierigkeiten und das Treten in Fettnäpfchen an der Tagesordnung stehen, bis das Sprachverständnis besser wird und die im Land herrschenden Umgangsformen selbstverständlich werden. Du musst dich im neuen Land beziehungsweise der neuen Stadt zurechtfinden, Anschluss suchen und dir einen Freundeskreis aufbauen, was sich aufgrund der kulturellen Unterschiede mitunter schwierig gestalten kann. Zudem kann die Entfernung zu Freunden und Familie eine seelische Belastung darstellen. Ganz zu schweigen vom Gefühl einen Nachteil gegenüber im Land Bleibender zu haben, die gleich am heimischen Arbeitsmarkt Fuß fassen und sich sofort hier eine Zukunft aufbauen. Doch auch die anfänglichen Stolpersteine und die Mehrfachbelastung formen deine Persönlichkeit und können sich zu deinen beruflichen Stärken entwickeln.

 

Fragen, die du dir vorab stellen solltest

Hast du dich dafür entschieden nach deinem Studium einen Job im Ausland anzunehmen? – Dann solltest du folgende Fragen für dich selbst klären:

Soll es ein Job im EU Ausland sein oder möchtest du über die EU Grenzen hinaus?

Das Arbeiten innerhalb des EU-/EWR Raums bietet einige Vorteile: Aufgrund des Rechts auf Einreise, Aufenthalt und Niederlassung ist keine Arbeitserlaubnis und keine Aufenthaltsgenehmigung bzw. kein Visum nötig. Dadurch fällt der organisatorische Aufwand um einiges geringer aus, als wenn du dich für ein Land entscheidest, das nicht Teil der Europäischen Union ist.

Bist du zwischen 18 und 30 Jahre alt? Dann stellt das Working Holiday Visum eine gute Option für deine internationale Arbeitserfahrung dar. Österreich hatte bezüglich dieses Work and Travel Programms in der Vergangenheit bereits mit Neuseeland, der Republik Korea, Chinesisch Taipeh (Taiwan), Hongkong, Japan und Israel Verträge geschlossen. 2018 sind Australien, Chile und Kanada hinzugekommen. Die Zahl der Visa, die pro Jahr vergeben werden, ist jedoch genauso wie die Aufenthaltsdauer begrenzt. Es muss ein Antrag bei den jeweiligen Botschaften dafür gestellt werden, für den du jedoch gewisse Voraussetzungen erfüllen musst. Weitere Informationen dazu findest du auf der Seite des österreichischen Außenministeriums.

Was möchtest du mit dem Job im Ausland erreichen?

Möchtest du dich in dem Fachbereich etablieren, den du studiert hast oder möchtest du grundsätzlich Arbeits- und Lebenserfahrungen in einem anderen Land sammeln? Wenn du einen Job in deiner Branche suchst empfiehlt es sich, nach international tätigen Unternehmen Ausschau zu halten, die auch einen Sitz in Österreich haben. Dadurch hast du später die Möglichkeit dich firmenintern auf eine Stelle am österreichischen Standort zu bewerben. Das kann dir den Einstieg in den österreichischen Arbeitsmarkt zusätzlich erleichtern.

Aber auch wenn du beispielsweise Chemie studiert hast und als Kellner im Ausland arbeiten möchtest oder nur einen Sommerjob im Ausland annehmen willst  – das Erlernen einer neuen Sprache oder das Verbessern der Sprachkenntnisse kann für deinen zukünftigen Arbeitgeber attraktiv erscheinen, deine Einstiegschancen in Österreich erhöhen und somit einen Karriereboost darstellen.

Wie lange hast du vor im Ausland zu bleiben?

Selbst in Ländern die Teil der EU sind, macht es einen Unterschied, ob du nur für drei Monate oder für ein ganzes Jahr im Land lebst und arbeitest. Bei einem Aufenthalt von bis zu drei Monaten musst du nur im Besitz eines gültigen Reisepasses oder Personalausweises sein. Hast du eine unbefristete Stelle angenommen und überschreitest somit die Dreimonatsgrenze, bist du verpflichtet dich an deinem neuen Wohnsitz bei der zuständigen Behörde anzumelden.

 

Den perfekten Auslandsjob finden

Nach dem Studium heißt es ins kalte Wasser springen und in die Arbeitswelt eintauchen. Schon in Österreich ist das gar nicht so einfach. Noch kälter wird es, wenn man sich entscheidet einen Job im Ausland zu suchen.

Wie findest du also den passenden After-Study-Job fernab der Heimat? Dabei helfen dir heimische Jobportale wie Unijobs und StepStone. In ihnen kannst du gezielt nach Stellen im Ausland suchen. Bei Unijobs wählst du einfach im Feld Bundesland international aus. Bei StepStone bietet die erweiterte Suche die Möglichkeit unter der Rubrik Region/Land weltweit einzustellen. Noch einfacher machst du es dir, wenn du dir mittels Jobagent die aktuellsten Stellenangebote in deine Mailbox liefern lässt. Eine weitere gute Quelle für Jobs im Ausland sind internationale Zeitungen. Du kannst dich aber natürlich auch direkt bei global tätigen Unternehmen bewerben oder dich bei der Suche nach deinem Auslandsjob professionell unterstützen lassen.

Es gibt Vermittlungsagenturen, die du gegen Bezahlung engagieren kannst, um dir bei der Jobsuche im Ausland unter die Arme zu greifen. „Travel2Work“ und „Sta Travel“ sind nur zwei von vielen, die verschiedenste internationale Job- sowie Work and Travel Programme anbieten. Möchtest du lieber innerhalb der EU bleiben, dann kannst du dich bezüglich Hilfestellungen und Informationen an das europaweite Jobnetzwerk EURES wenden.

 

Was gilt es bei einem Job im Ausland zu beachten?

✓ Plane ausreichend Vorbereitungszeit ein – oft dauert es eine Weile, bis die Arbeitsgenehmigung erteilt wird.

✓ Die Arbeitsgenehmigung ist in vielen Ländern an den Arbeitgeber gebunden. Hast du also noch keinen Arbeitsvertrag unterschrieben verfügst du wahrscheinlich auch über keine Arbeitserlaubnis.

 Informiere dich vorab über die Lebenserhaltungskosten, Reisekosten und Ausgaben für die Freizeitgestaltung.

✓ Kläre ab welche Versicherungen vom ausländischen Arbeitgeber abgedeckt werden (Sozialversicherung).

✓ Erkundige dich über die staatliche Krankenversicherung im Land deiner Wahl und schließe falls nötig eine Zusatzkrankenversicherung sowie eine Reiseversicherung ab.

✓ Falls du spezielle Medikamente benötigst kläre ab in welchen Mengen sie ins Land eingeführt werden dürfen und ob eine ärztliche Bescheinigung dafür notwendig ist. Wenn die Mitnahme der Medikamente nicht erlaubt ist, prüfe, ob sie im Land erhältlich sind und von einem ansässigen Arzt verschrieben werden können.

✓ Stelle sicher, dass du folgende Dokumente mitführst:

  • Führerschein
  • gültigen Reisepass
  • polizeiliches Führungszeugnis
  • Studiennachweis und Zeugnisse
  • eventuell Gesundheitszeugnis (z.B. in Neuseeland)

 

✓ Suche schon in deinem Heimatland nach einer passenden Unterkunft oder einer vorübergehenden Bleibe.

✓ Vergiss nicht dich in Österreich ab- und im Ausland anzumelden.

✓ Besorge dir ein Bankkonto und eine Steuernummer.

✓ Mach dich mit den Umgangsformen und dem Dress Code im Land vertraut.

✓ Falls du der Landessprache nicht mächtig bist absolviere einen oder mehrere Sprachkurse – vorzugsweise im Land selbst.

 

11 Tipps für deine Auslandsbewerbung

1. Grundsätzlich gilt: schreibe deine Bewerbung in der Sprache, in der auch die Stellenausschreibung geschrieben ist – da du in heimischen Jobportalen suchst werden sie zumeist in Englisch sein.

2. Erkundige dich über den formalen Aufbau des Lebenslaufs und des Motivationsschreibens in deinem Wahlland. Diese können sowohl innerhalb der EU als auch international stark vom österreichischen abweichen, da das Augenmerk oft auf andere Aspekte gelegt wird. Beispielsweise ist es in den USA ein No-Go dem Lebenslauf bzw. dem Resume, wie der Lebenslauf dort bezeichnet wird, ein Foto und andere persönliche Daten hinzuzufügen, wohingegen es in Österreich Standard ist.

3. Kläre ab, ob es im Land üblich ist Kopien von Zeugnissen in der Bewerbung mitzuschicken oder die Originale beim Bewerbungsgespräch mitzunehmen, falls dieses nicht über Telefon oder Skype stattfindet. Hilfreiche Tipps für dein Bewerbungsgespräch via Skype haben wir für dich zusammengefasst.

4. Belege deinen Studienabschluss sowie Praktika und andere Berufserfahrungen mit englischsprachigen Zeugnissen und Arbeitszeugnissen.

5. Gib an, ob du über eine Arbeitserlaubnis im Land verfügst – außer sie ist vom Arbeitgeber abhängig.

6. Bessere deine Sprachfähigkeiten im Lebenslauf nicht künstlich auf. Innerhalb der EU gibst du deine Sprachkenntnisse mittels, den im europäischen Referenzrahmen festgelegten, Kompetenzniveaus (A1, A2, B1, B2, C1, C2) an, die du am besten auch noch in Wörtern beschreibst und mit Beispielen untermalst. z.B. English: B2 – fluently: have written my thesis in English and made English presentations regularly. Außerhalb der Europäischen Union sind unter anderem folgende Angaben gängig: native speaker, fluent, excellent command, good command, basic communication skills.

7. Achte auch darauf wie lang Lebenslauf und Motivationsschreiben in deinem Zielland abgehandelt werden.

8. Gib deine Telefonnummer inklusive Ländervorwahl an (0043).

9. Vergiss nicht das Datum in der für das Land spezifischen Schreibweise anzuführen.

10. Vermerke beim Datum den Zeitunterschied, der zwischen Österreich und dem Arbeitsland liegt.

11. Nutze die Bewerbungsportale internationaler Firmen für deine Bewerbung.

 

Bewerbungstipps für England/USA

Für dein Bewerbungsschreiben in England und den USA benötigst du kein Foto – der Gedanke dabei: niemand soll aufgrund seines Aussehens bevorzugt oder benachteiligt werden. Ähnlich verhält es sich mit der Angabe von Herkunft, Alter und Familienstand, diese müssen nicht angeführt werden.
Der Lebenslauf auf Englisch ist tätigkeitsbezogener – d.h. die Soft-Skills sind hier entscheidender als die hard facts. Wichtig sind zB. die Gründe, warum du dich für genau diesen Job bewirbst, genauso wie deine gesammelten praktischen Erfahrungen und zusätzlichen Fähigkeiten und Kompetenzen. Karriereziele, career objectives, können, müssen aber nicht angegeben werden. Hobbys dürfen im Lebenslauf nicht fehlen, denn sie erleichtern den englischen und amerikanischen Personalverantwortlichen eine Einschätzung deiner Person. Besonders hilfreich ist es, sich im Fall der Fälle auch für ein Vorstellungsgespräch auf Englisch vorzubereiten.

Bewerbungstipps für Spanien

Der Lebenslauf in Spanien ist kurz (max. 2 Seiten) und darf eine persönliche Note enthalten. Ausbildung, Berufserfahrung und Angaben zur Person, aber auch Berufsziel haben einen hohen Stellenwert im spanischen Bewerbungsschreiben. Viel Wert wird ebenfalls auf die Referenzen bisheriger Arbeitgeber gelegt. Daneben empfiehlt es sich, Hobbys und Freizeitaktivitäten anzuführen, da sie ein Bild deiner Persönlichkeit geben.

Bewerbungstipps für Deutschland

Lebenslauf und Anschreiben für eine Stelle in einem deutschen Unternehmen ähneln stark dem österreichischen Bewerbungsschreiben. Eine ordentliche und übersichtliche Gestaltung ist dabei wichtig – denn passt der erste Eindruck nicht, kann es sein dass die Bewerbung gleich im Papierkorb landet. Es ist dabei dir überlassen, ob die Stationen in deinem Lebenslauf chronologisch oder antichronologisch angeführt sind. Zumindest ein gut strukturierter und übersichtlicher Lebenslauf ist wichtig. Deine Motivation, weshalb du dich ausgerechnet bei dieser Firma und für diese Position bewirbst, sollte aus dem Anschreiben hervorgehen. Foto, Zeugnisse und Nachweise über Qualifikationen werden angefügt – und zwar so prüfungsfreundlich für den Personaler wie möglich.

Bewerbungstipps für Italien

Wichtigster Bestandteil der italienischen Bewerbung ist der Lebenslauf in tabellarischer Form. In Italien wird außerdem großer Wert auf eine sehr formale und höfliche Form gelegt. Deshalb erkundige dich auf jeden Fall im Vorfeld über den Namen des Personalchefs und sprich diesen als Adressaten in der Anrede direkt an. Foto, Zeugnisse und andere Nachweise werden nur auf ausdrücklichen Wunsch des Unternehmens mitgeschickt. Wie der Lebenslauf ist auch das Bewerbungsschreiben sehr kurz gehalten, enthält aber natürlich die üblichen Eckpunkte wie Grund des Schreibens, Bezug zur Stellenanzeige, Verweis auf den CV und Bitte um die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch). Trotzdem sollte noch Platz für deine persönlichen und beruflichen Stärken sein.

 
 

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Anm. d. Red.: Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit bezeichnen wir Personengruppen in einer neutralen Form (Bewerber, Kollegen), wobei wir immer sowohl weibliche als auch männliche Personen meinen.

erzählen Sie etwas über sich - Selbstpräsentation

Selbstpräsentation im Jobinterview – so gelingt´s!

In jedem Bewerbungsgespräch kommt der Moment, in dem dich der Personalverantwortliche mit folgenden Worten auffordert: „Erzählen Sie etwas über sich!“. Ein guter Ansatz, um mit der Selbstpräsentation zu starten!

Was dem Recruiter die Möglichkeit bietet, den Kandidaten in Action zu erleben und zu beobachten, wie die Fakten, die bereits aus den schriftlichen Bewerbungsunterlagen bekannt sind, noch einmal charmant zusammengefasst und mit einer persönlichen Note auf den Punkt gebracht werden, ist für die meisten Bewerber ein gefürchteter Moment.
Geht es doch darum, in der kurzen und aussagekräftigen Selbstpräsentation seine beste Seite zu zeigen und einen Bezug zum Unternehmen und dem ausgeschriebenen Job herzustellen.

 

Vorbereitung und Recherche für deine Selbstpräsentation

Überlege folgende Fragen im Vorfeld:

  1. Was sind die Anforderungen der ausgeschriebenen Stelle? Siehe Stellenanzeige!
  2. Was weiß ich über das Unternehmen und die Branche? Siehe Unternehmens-Website!
  3. Was sind meine Karriere-Highlights? Welche Ziele habe ich erreicht?
  4. Welche (relevanten) Erfahrungen und besonderen Kenntnisse zeichnen meinen beruflichen Werdegang aus?

Grundsätzlich geht es bei der Selbstpräsentation darum, die eigenen Qualifikationen in Bezug zur ausgeschriebenen Stelle zu setzen.

 

Tipps für deine erfolgreiche Selbstpräsentation

Orientiere dich an folgender Gliederung und formuliere Punkte aus deinem Lebenslauf so um, dass sie zu Argumenten werden, warum du die beste Wahl für die ausgeschriebene Stelle bist.

ICH BIN

Stell dich mit deinem Namen und Alter vor.
Erläutere kurz deine aktuelle berufliche Situation.

ICH KANN

Fasse hier deine Skills, erreichten Ziele und abgeschlossenen Projekte zusammen.
Vermeide eine bloße Aufzählung oder Wiederholung der Punkte, wie sie bereits im Lebenslauf angeführt sind, sondern führe nur Stationen und Qualifikationen an, die für den Job relevant sind.

ICH WILL

Nenne die Gründe, warum du dich bewirbst.
Beschreibe dem Gegenüber, was du dir erwartest und welchen Mehrwert das Unternehmen durch dich erfährt.

 

Verwende keines dieser 5 Wörter in deiner Selbstpräsentation!

Es gibt 5 Eigenschaften bzw. Wörter, mit denen du dich selbst nie beschreiben solltest. Das sind sozusagen die verbotenen Wörter im Bewerbungsgespräch und zählen mitunter zu den No-Gos in einer Bewerbung.

Ich bin… intelligent.

Natürlich bist du intelligent – du hast eine gute Ausbildung, Erfahrung in diesem und jenem Bereich. Und genau das sollte auch deine Aussage sein. Aber bitte bezeichne dich selbst nicht als intelligent – du möchtest schließlich nicht arrogant rüberkommen, oder? Die bessere Alternative ist es, deine Denkweise zu beschreiben.

Ich lerne schnell. 
Logisches Denken liegt mir. 
Ich erfasse Zusammenhänge meist auf einen Blick. 
Ich beziehe den Kontext ein.

Führe Beispiele an, dann hat deine Aussage Hand und Fuß und klingt nicht so sehr nach deiner eigenen persönlichen Einschätzung.

Ich bin… sympathisch.

Das mag richtig sein – sich selbst als sympathisch zu bezeichnen, hinterlässt aber eher den gegenteiligen Eindruck beim Gesprächspartner. Auch hier ist es gut, die Behauptung mit beschreibenden Begriffen zu untermauern.

Ich bin hilfsbereit und zuvorkommend.
Ich bin ein Teamplayer, offen und fürsorglich.

Wenn du von Dingen erzählst, die du tatsächlich getan hast, wird deine Aussage greifbarer und die Formulierung Ich bin sympathisch ist somit überflüssig.

Ich habe die Firmenfeier mitorganisiert.
Ich gehe gerne mit meinen KollegInnen zum Mittagessen und habe ein offenes Ohr für ihre Anliegen.

Ich bin… erfolgreich.

Arroganz hoch 3. Hier ist es wichtig, dass du deine Aussage spezifizierst. Du kannst erfolgreich Dinge tun, aber ob du erfolgreich bist oder nicht, sollen andere einschätzen, nicht du selbst.
Spezifiziere deine Aussage, indem du Strategien anführst oder von erfolgreich abgeschlossenen Projekten erzählst. Dann wird auch die Relevanz für den neuen Job klar herausgestrichen.

Ich bin… besessen.

Vampiralarm! Natürlich brennt die Leidenschaft für den Job in dir – und selbstverständlich willst du das im Bewerbungsgespräch auch zeigen. Der Begriff Besessenheit ist allerdings deutlich negativ besetzt. Es lassen sich wie immer auch positive Umschreibungen finden:

Ich bin fokussiert und arbeitsfreudig.
Ich bin gewissenhaft und detailverliebt – die Arbeit macht mir großen Spaß.

Ich bin… bescheiden.

Eines der Wörter, die du nicht verwenden solltest, um dich selbst zu beschreiben. Wer wirklich bescheiden ist, betitelt sich selbst nicht als bescheiden! Denn das wäre ja ein Widerspruch in sich selbst. Je mehr man versucht zu erklären, wie groß die eigene Bescheidenheit ist, desto mehr wird man eher das Gegenteil bewirken. Besser ist es, hier zu zeigen, was dich auszeichnet, ohne es auszusprechen. Erzähle, was du getan hast und zu welchen Ergebnissen es geführt hat – die Interpretation überlasse dem Interviewer.

 

Hard Facts – Mit dieser Selbstpräsentation überzeugst du den Recruiter!

  • Dauer: rund fünf Minuten
  • Roter Faden
  • Kurz, knackig und konkret
  • keine abgegriffenen Floskeln
  • aktive Formulierung
  • positive Körpersprache
  • Begeisterung und Engagement

Neben „Erzählen Sie etwas über sich“, gibt es zahlreiche andere Standardfragen, auf die man sich vor jedem Bewerbungsgespräch vorbereiten sollte.

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Anm. d. Red.: Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit bezeichnen wir Personengruppen in einer neutralen Form (Bewerber, Kollegen), wobei wir immer sowohl weibliche als auch männliche Personen meinen.

Studienbeginn Semesterstart Tipps

Neu an der Uni? Tipps für den Semesterstart

Du hast alle Anmeldehürden gemeistert und bist frisch gebackener Student – dein erstes Semester steht vor Tür! Alles ist neu für dich – wir sagen dir, was du zum Semesterstart wissen solltest, damit du dich an deiner Universität schnell und einfach zurechtfindest.

Inhaltsverzeichnis

1. Die ersten Tage an der Uni
2. Wem kann ich Fragen stellen?
3. Wie plane ich mein Semester?
4. Verpflegung: Selber kochen oder Mensa
5. Wie benutze ich die Bibliothek?
6. Tutorium: Die Hilfe zum Semesterstart
7. Wie finde ich Freunde?
8. Arbeiten neben dem Studium

Die ersten Tage an der Uni

Fast alle Unis veranstalten in den Wochen rund um den Semesterstart Messen mit vielen Informationen und Beratungsangeboten rund ums Studium. Termine zu den Informationsmessen für Erstsemestrige findest du auf der Startseite der jeweiligen Universität.

Das Unigelände ist meist groß, Vorlesungen finden in unterschiedlichen Instituten und Hörsälen statt – da kann man schon mal den Überblick verlieren. Die meisten Campus- und Raumpläne sind online abrufbar, so kannst du dir vorab einen ersten Überblick verschaffen. Außerdem bieten die meisten Unis zu Beginn jedes Semesters kostenlose Führungen für Studenten an. Eine tolle Möglichkeit, um sich zu orientieren und Uniluft zu schnuppern.

Wem kann ich Fragen stellen?

Bei der ÖH und deiner Studienrichtungsvertretung kannst du dir das ganze Jahr über persönliche Beratung einholen. Die ÖH hilft dir während der ganzen Studienzeit mit allgemeinen Infos rund ums Studieren weiter. Auch die Studienvertretung steht dir auch mit Beratungen zur Seite die insbesondere deine Studienrichtung betreffen. Die MitarbeiterInnen, die selbst Studierende des Fachs sind, geizen auch nicht mit Insider-Tipps. Sie helfen bei der Auswahl von Lehrveranstaltungen (LVs), Fragen zum Studienplan und erforderlichen Prüfungen.

Wie plane ich mein Semester?

Den Stundenplan (Wochenplan) für dein Studium musst du dir nun – anders als in der Schule – zum Semesterstart selbst erstellen. Viele Unis lassen dir freie Wahl bei der Gestaltung, am besten du suchst gleich zu Beginn die Studienberatung auf und informierst dich dort über die bestmögliche Organisation deines Studiums. Einen Überblick über alle Lehrveranstaltungen gibt das online abrufbare Vorlesungsverzeichnis an jeder Uni. Wir empfehlen dir, dich im Zuge der Semesterplanung auch über die Studienbeihilfe zu informieren. Es lohnt sich auf jeden Fall einen Antrag zu stellen!

Checkliste zur Semesterplanung:

  • Welche Pflichtveranstaltungen muss ich machen?
  • Überblick über die Zugangsvoraussetzungen für die einzelnen Lehrveranstaltungen verschaffen
  • Anmeldefristen der Seminare oder Übungen suchen
  • Infos über ergänzende Veranstaltungen wie Tutorien einholen

 

Übrigens: Durch Nachfragen und Eigeninitiative macht man sich den Studienanfang etwas einfacher und man kommt wesentlich schneller durchs Studium. Deshalb scheu dich nicht, den Rat der Studienvertretung oder erfahrenerer Studierender einzuholen.

Verpflegung: Selber kochen oder Mensa?

Die einen sagen, es ist eine Mutprobe. Wir sagen: Einmal musst du da gewesen sein. Nein, im Ernst: das Mensaessen ist besser als sein Ruf. Und es ist eine kostengünstige Variante, wenn man den ganzen Tag an der Uni verbringt und sich schnell und unkompliziert eine warme Mahlzeit mit Freunden holen möchte. Check dir im Beratungszentrum der ÖH das sogenannte Mensapickerl, mit diesem erhältst du in der Mensa bei jedem Essen einen Rabatt.

Wie benutze ich die Bibliothek?

Die einen lieben sie, die anderen finden sie einfach nur langweilig. Aber ohne sie gibt es kein Studieren. Wir sprechen von der Bibliothek. Spätestens beim Verfassen der Bachelorarbeit-Arbeit wirst du dich mit den Gängen, Lesesälen und Sortierungen anfreunden (müssen). Die, die sie lieben, verbringen sogar freiwillig die Pausen zwischen den Lehrveranstaltungen an diesem Ort, um zu lernen, zu ruhen oder Bücherduft und Wissensluft zu schnuppern. Zu welcher Kategorie du dich auch immer zählst, es schadet nicht, sich schon zu Beginn des Studiums mit dieser neuen Welt auseinanderzusetzen – und an einem der kostenlosen Rundgänge teilzunehmen, die viele Bibliotheken anbieten.

Tutorium: Die Hilfe zum Semesterstart

Tutorien werden zumeist zusätzlich zu den verpflichtenden Lehrveranstaltungen angeboten. Sie dienen der Begleitung von Einführungskursen und werden von Studierenden höheren Semesters geleitet. Dort wird u.a. auf den Stoff, die Literaturliste und die Prüfungsmodalitäten der Vorlesung im Detail eingegangen und sie eignen sich wunderbar dafür, Fragen zu stellen und Leute kennenzulernen.

Wie finde ich Freunde?

Zum Studienanfang fühlt man sich als Erstsemester oft allein – aber keine Angst, dieses Gefühl teilst du mit den meisten deiner Kollegen, insbesondere wenn man neu in der Stadt ist. Semestereingangspartys, Studentenfeste aber auch die Wartezeit vor einer Vorlesung eignen sich gut dafür, Kontakte zu deinen Mitstudenten zu knüpfen. Ein Tipp: Fleißig Telefonnummern sammeln! Es ist nie schlecht, jemanden zu kennen, der in der Vorlesung mitschreibt, wenn du sie mal verpasst hast. Und der erste Gang in die Bibliothek fällt zu zweit auch leichter!

Arbeiten neben dem Studium

Studentenjobs sind eine gute Möglichkeit um sich neben dem Studium etwas dazuverdienen zu können. Der Nebenjob soll sich natürlich am besten mit deinen Vorlesungszeiten vereinbaren lassen. Wenn du dich nicht auf einen Job festlegen möchtest, gibt es sehr viele unterschiedliche flexible Nebenjobs, mit denen du Studium und Job ideal vereinbaren kannst und dennoch genügend Freizeit hast. Vor allen dingen, solltest du dich damit befassen, wie viel Arbeit neben dem Studium für dich sinnvoll ist.

Sobald du das Vergnügen bekommst, eine Seminar- oder Abschlussarbeit zu verfassen, solltest du dich unbedingt mal darüber informieren, wie eine Plagiatsprüfung funktioniert und welche Konsequenzen solch ein Plagiat mit sich bringt.

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Anm. d. Red.: Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit bezeichnen wir Personengruppen in einer neutralen Form (Bewerber, Kollegen), wobei wir immer sowohl weibliche als auch männliche Personen meinen.

 

Erster Tag im Praktikum

Der erste Praktikumstag – Tipps für das perfekte Praktikum!

Der erste Tag im Praktikum steht an. Die Nervosität steigt, denn schließlich willst du einen guten ersten Eindruck hinterlassen. Aber was erwartet dich, wie sollst du dich verhalten und was musst du beachten?

Inhaltsverzeichnis

1. Vor dem Praktikum
2. 7 Verhaltenstipps für den ersten Tag im Praktikum
3. Tipps für den weiteren Ablauf deines Praktikums
4. Der letzte Tag im Praktikum

Vor dem Praktikum

✔ Informiere dich

Denk daran, vorab Informationen über das Unternehmen und die zukünftigen Kollegen einzuholen. Das lässt sich meist ganz gut online über Karrierenetzwerke oder die Unternehmensseite recherchieren – dort findet man oftmals auch eine Teamübersicht, wo du dir die Gesichter und Namen von Vorgesetzten und Kollegen schon einmal einprägen kannst.

✔ Vermeide Stress am ersten Praktikums-Tag

Deshalb ist es wichtig, zu wissen, wo du erwartet wirst. Erkundige dich, wo genau sich dein zukünftiger Arbeitsplatz befindet! Adresse des Unternehmens, aber auch Stockwerk und Abteilung solltest du vorab in Erfahrung bringen.

✔ Sei pünktlich

Daher empfehlen wir dir, einen Zeitpuffer von 20-30 Minuten einzuplanen, wenn du dich auf den Weg zu deinem ersten Arbeitstag machst – nichts ist peinlicher als am ersten Tag zu spät zu erscheinen!

 

7 Verhaltenstipps für den ersten Tag im Praktikum

1. Die Vorstellungsrunde

An deinem neuen Arbeitsplatz angekommen, wird man dich erst einmal durchs Büro bzw. die Firma führen und dich deinen neuen Kollegen vorstellen. Hier genügt ein freundliches Hallo, ein kurzer Händedruck und am besten stellst du dich mit deinem Namen vor. Gegebenenfalls kannst du auch ein paar Worte zu Praktikumsdauer, Abteilung und deinem Studienfach dranhängen.

2. Siezen oder Duzen?

Genau wie mit dem Dresscode kommt es auch hier ganz auf die Branche an – so wird im traditionellen Unternehmen eher gesiezt, während man sich im coolen Startup mit Du anspricht. Im Zweifelsfall lieber einmal zu oft siezen. Das gilt auch für die Themen wie Raucherpause, Handynutzung sowie Essen und Musik am Arbeitsplatz. Bist du dir unsicher, so gilt wie so oft, abzuwarten und durch Beobachtung die Verhaltensregeln zu lernen.

3. Aufgaben abklären

Nicht selten kommt es vor, dass am ersten Praktikumstag noch nicht genau festgelegt ist, mit welchen Aufgaben der Praktikant betraut werden soll – es kann also zu gewissen Leerlaufzeiten kommen. Kläre deshalb gleich zu Beginn, welche Tätigkeiten auf dich zukommen werden. Erkundige dich z.B. bei Mitpraktikanten über deren Erfahrungen und Tätigkeiten im Büro. Sie können dir auch Aufschluss über den Usus im Büro geben, wie z.B. über Dresscodes, Internetnutzung oder Arbeitszeiten.

4. Sich Notizen machen

Klar, an deinem ersten Tag im Praktikum stürzt eine regelrechte Informationsflut auf dich ein. Auch deine neuen Aufgaben werden dir erklärt.
Wichtige Dinge solltest du dir auf einem Block notieren und sobald etwas unklar ist, frag einfach nach! Du bist neu hier und du bist Praktikant, dh. du musst und kannst nicht alles wissen. Du bist dort, um zu lernen. Indem du Fragen stellst, zeigst du Interesse und Engagement. Allerdings solltest du nicht bei jeder Kleinigkeit bei den Kollegen auf der Matte stehen.

5. Engagement zeigen

Auch wenn gerade nichts zu tun ist, sollte man nicht planlos herumstehen oder die Zeit am Schreibtisch absitzen. Überlege dir eigenständig etwas, bring Vorschläge ein und erkundige dich, wem du zur Hand gehen könntest. Sollte dennoch ein absoluter Leerlauf entstehen, frage, ob du in der Zwischenzeit dein Praktikumsprotokoll vorbereiten oder die Unternehmensbroschüre bzw. Fachzeitschriften lesen darfst. So punktest du mit Eigeninitiative, Ehrgeiz und Selbstständigkeit.

6. Sorgfältig arbeiten

Auch wenn man dir typische „Praktikantentätigkeiten“ aufgibt, wie langweilige Listen abarbeiten, Kaffee kochen oder kopieren – maule nicht und erledige die Arbeiten zügig und sorgfältig. Sei dir dafür nicht zu schade, denn solche Tätigkeiten gehören mitunter dazu. Die Diva raushängen zu lassen, kommt nie gut an.

7. Nachfragen

Ergeben sich Fragen bei kleinen und großen Problemen, bitte sofort um Aufklärung und Hilfe. Es gibt tatsächlich keine dummen Fragen! Gerade am Anfang des Praktikums gesteht man dir Rückfragen gerne zu.

 

Tipps für den weiteren Ablauf deines Praktikums

  • Nimm Feedback an: Niemand ist vor Kritik gefeit, schon gar nicht Praktikanten, denn sie sind ja schließlich im Unternehmen um zu lernen. Nimm Kritik an deiner Arbeit nie persönlich, denn so ist sie nicht gemeint. Zeige stattdessen Lernbereitschaft und nimm negatives Feedback als Ansporn, es beim nächsten Mal besser zu machen.
  • Zeige Teamgeist und Hilfsbereitschaft: Biete bereitwillig deine Hilfe an, auch wenn es nur kleine „Hilfsjobs“ sind. So beweist du deinen Kollegen Teamgeist und Empathie. Apropos: für den Teamgeist ist das gemeinsame Mittagessen enorm wichtig – schlage nie eine Einladung zum Mittagessen mitzukommen aus (besonders nicht am Anfang). Falls du nicht gefragt wirst, frage nach, ob du mitkommen kannst. Bei der gemeinsamen Mittagspause herrscht ein lockerer Ton, eine entspannte Atmosphäre – hier lassen sich Fragen und Problemchen leichter besprechen. Und du erhältst einen Einblick in wichtige Interna.
  • Vermeide Lästerfallen: Auch wenn’s verlockend ist, halte dich lieber zurück, wenn getuschelt und gelästert wird. Beobachte erst ein Weilchen die Situation und finde heraus, wer zu welchem Lager gehört, und bleibe im Zweifelsfall lieber neutral und unparteiisch.
  • Networking ist wichtig: Nach wie vor ist Vitamin B bei der Jobsuche äußerst wirksam, deshalb solltest du dein Praktikum klarerweise auch zum Knüpfen von Kontakten nutzen. Und so geht’s: Nimm am täglichen Kaffeetratsch teil, erzähle auch mal Privates (aber nicht zu viel!) und vernetze dich mit deinen Kollegen bei Sozialen Netzwerken – achte aber darauf, welche Informationen du auf deinem Profil freigibst. Halte auch nach deiner Praktikumszeit Kontakt zu deinen Kollegen.
  • Vergiss nicht auf dein Zeugnis: Gegen Ende des Praktikums solltest du deinen Vorgesetzten um ein individuelles Zeugnis bitten. Dieses ist wichtig für deinen lückenlosen Lebenslauf und die zukünftigen Bewerbungen. Du kannst damit dokumentieren, was deine Aufgaben waren und was du gelernt hast.
  • Bereite deinen Berufseinstieg vor: Besprich am Ende der Praktikumszeit, inwieweit du weiterhin für das Unternehmen tätig sein kannst. Falls in der Abteilung, in der du dein Praktikum absolviert hast, keine Stelle frei ist, nutze die restliche Zeit im Unternehmen, um dich bei anderen Abteilungen dahingehend zu erkundigen. Zudem empfiehlt es sich (um sich vor leeren Versprechungen zu schützen), einen Termin nach dem Praktikum zu vereinbaren, um eventuelle Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu besprechen. Dadurch schaffst du Verbindlichkeit und bleibst mit dem Unternehmen in Verbindung.

 

Der letzte Tag im Praktikum

Es gibt einige Dinge, die es am letzten Tag des Praktikums zu beachten gilt. Auch wenn das Praktikum vielleicht nicht so gelaufen ist wie du dir vorgestellt hast, solltest du dir vielleicht lieber genau überlegen, ob du einen dramatischen Abgang vollziehst.

1. Abschlussgespräch

Das abschließende Gespräch dient dazu, sich nach einer ehrlichen und realistischen Einschätzung zu erkundigen und es bietet im Gegenzug auch dir die Möglichkeit, konstruktive (!) Kritik zu üben. Wenn allerdings schon allein beim Gedanken an das bevorstehende Gespräch die Emotionen überkochen, dann picke ein paar wenige Punkte heraus, die dir besonders am Herzen liegen (oder im Magen) und sprich ausschließlich über diese. Versuche trotz allem positiv zu bleiben und auch Dinge zu erwähnen, die gut funktioniert haben.

2.Dienstzeugnis

In Österreich haben ArbeitnehmerInnen jederzeit Anspruch auf ein Arbeits- oder Dienstzeugnis. Es wird aber nicht automatisch vom Arbeitgeber ausgestellt, so kann es sein, dass du es am Ende deines Praktikums einfordern musst. Auch wenn du befürchtest, dass dein Dienstzeugnis schlecht oder unfair ausfällt, dass deine Leistungen negativ bewertet werden, solltest du (auch bei einem überstürzten Weggang) nicht gänzlich auf diese Referenz verzichten. Denn bereits wenige Wochen Praktikum machen sich gut im CV. In diesem Fall frage nach einem sog. einfachen Zeugnis, welches lediglich Beginn und Ende, sowie die Art der Tätigkeit enthält, jedoch keine Wertungen.

3. Die richtigen Worte finden

Der Tag des Abschiednehmens ist gekommen. Doch was sagt man jetzt eigentlich? Und wie übermittelt man die Abschiedsworte: Persönlich, per E-Mail, bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen? Das ist natürlich von verschiedenen Faktoren abhängig – von der Größe des Unternehmens, des Klimas und der Art und Weise der Zusammenarbeit. Es gehört zum guten Ton, sich von allen Kollegen, mit denen man intensiv zusammengearbeitet hat, persönlich zu verabschieden. An alle anderen geht ein Abschiedsmail z. B. mit ein paar Worten zu deiner nächsten beruflichen Station.

4. Das Netzwerk pflegen

Natürlich ist die Arbeitswelt von menschlichen Beziehungen geprägt, von denen man die einen mehr, die anderen weniger pflegt. Und die Rückkehr zum Unternehmen ist gar nicht so selten – möglicherweise weiß man den alten Arbeitgeber nach einiger Zeit dann doch zu schätzen und zieht es später als Absolvent sogar in Betracht, zurückkehren. Dann ist es gut, wenn man dort einen positiven Eindruck hinterlassen hat und nicht in überstürztem Aufruhr alle Brücken abgebrochen hat.

 

Für einen reibungslosen Start in deinen fixen Job, sind Praktika während der Studienzeit sehr hilfreich, denn sie kommen im Lebenslauf immer sehr gut an. Auch Nebenjobs können im Lebenslauf sehr vorteilhaft sein, auch wenn die Jobs manchmal sehr skurril sein können.

So schreibst du den perfekten Lebenslauf für dein nächstes Praktikum!

 

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 Anm. d. Red.: Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit bezeichnen wir Personengruppen in einer neutralen Form (Bewerber, Kollegen), wobei wir immer sowohl weibliche als auch männliche Personen meinen.

Bewerbungsvorlagen

Lebenslauf und Anschreiben: Bewerbungsvorlagen zum Download

Was gehört in einen Lebenslauf und wie sieht das optimale Bewerbungsschreiben aus? Wir haben die passenden Bewerbungsvorlagen.

Die nachfolgenden Vorlagen helfen dir beim Schreiben eines Lebenslaufs und erleichtern dir das Formulieren deines Bewerbungsschreibens. Und sie liefern Ideen und Anleitungen zu Aufbau, Struktur, Inhalt und Layout deiner Bewerbungsunterlagen.

Bewerbungsvorlagen zum kostenlosen Download

Der tabellarische Lebenslauf ist heute Standard: Durch die übersichtliche Gestaltung kann das Profil und die Eignung des Kandidaten schnell erfasst werden. Links Zeitangaben, rechts Fakten. Inhaltlich gibt der Lebenslauf Aufschluss über deine persönlichen Daten, enthält Angaben zu deinem beruflichen Werdegang und deiner Berufserfahrung sowie nachweisbare Qualifikationen und Informationen über Interessen und weiteres Engagement. Kurz: Er bietet dem Personaler einen klar strukturierten Überblick über deine Person.

Mehr Tipps zum perfekten Lebenslauf haben wir hier für dich vorbereitet.

Word Mustervorlage Lebenslauf klassisch
vorlage_lebenslauf_kreativ_01 Word Mustervorlage Lebenslauf kreativ
Photoshop Mustervorlage Lebenslauf als Infografik 

Im Gegensatz zum Lebenslauf vermittelt das Bewerbungsanschreiben die Motivation des Bewerbers. Hier kannst du klar und deutlich herausstreichen, warum du dich für den Job bewirbst und warum du der beste Kandidat für die vakante Stelle bist. Im Bewerbungsschreiben vermittelst du einen ersten Eindruck über deine Person und deine Fähigkeiten und kannst den Personaler mit dem perfekten Schlusssatz überzeugen – nütze also die Chance, dich von anderen Bewerbern positiv abzuheben.

Vorlagen für ein Bewerbungsschreiben sind natürlich superprakttisch aber vergiss nicht diese wirklich nur als Inspirationsquelle zu verwenden – das Motivationsschreiben oder Bewerbungsschreiben sollte im besten Falle eine persönliche und individuelle Nachricht an das Unternehmen sein. Unsere Kollegen bei StepStone haben 6 unterschiedliche Vorlagen je nach Berufsfeld zusammengestellt.

 

Also auf geht’s! Job finden und bewerben!

 

Wir wünschen dir viel Glück bei deiner nächsten Bewerbung!

Die passenden Jobangebote für geringfügige Beschäftigung, Studentenjobs, Nebenjobs und Praktika findest du auf unijobs.at.

 

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Anm. d. Red.: Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit bezeichnen wir Personengruppen in einer neutralen Form (Bewerber, Kollegen), wobei wir immer sowohl weibliche als auch männliche Personen meinen.
Sommerjob

Dein Sommerjob im Ausland

Dich hat das Fernweh gepackt? Du möchtest ein neues Land kennenlernen und dabei auch noch Geld verdienen? Die Bandbreite von möglichen Sommerjobs im Ausland reicht von der Mitarbeit auf einer neuseeländischen Farm, über den Verkauf von Souvenirs in Südfrankreich bis hin zu einem Berufspraktikum in den USA.

Ein Auslandsaufenthalt erfordert stets eine gute Planung und Organisation, darum haben wir die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Auslandsjobs zusammen getragen:

In welchen Ländern kann ich jobben?

Innerhalb der Europäischen Union ist die Suche nach einem geeigneten Sommerjob relativ unkompliziert, denn als EU-Staatsbürger benötigt man keine gesonderte Arbeitsgenehmigung.
Willst du einen Job außerhalb Europas finden, solltest du ausreichend Vorbereitungszeit dafür einplanen. Du wirst dafür eine Arbeitsgenehmigung (und eventuell auch ein Visum) brauchen und weitere rechtliche Rahmenbedingungen abklären müssen. Am besten du setzt dich mit der jeweiligen Botschaft des Ziellandes in Österreich in Verbindung.

Welche Voraussetzungen muss ich für einen Sommerjob im Ausland erfüllen?

Oft wird eine bestimmte Ausbildung oder bereits Berufserfahrung in dem Arbeitsbereich gesucht, bei anderen Jobs kannst du alles Notwendige in den ersten Tagen lernen. Wichtig ist auf alle Fälle, dass du volljährig bist und dich einigermaßen in der Landessprache bzw. auf Englisch verständigen kannst. Falls du deine Fremsprachen richtig nachweisen musst, hilft dir der Artikel von StepStone weiter.

Wo finde ich einen Sommerjob im Ausland?

Wie so häufig gilt auch hier: Entweder du organisierst deinen Sommerjob selbst, oder du buchst ihn über eine Organisation. Letzteres kostet zwar insgesamt etwas mehr Geld, dafür musst du dir in der Regel den Job nicht selbst suchen, die Erledigung vieler Formalitäten bleibt dir erspart und du hast bei Problemen vor Ort immer einen Ansprechpartner.

Wie auch in Österreich gibt es in den meisten Ländern Online-Jobplattformen und Medien, in denen Stelleninserate für Sommerjobs und Praktika ausgeschrieben werden. Aber auch Jobportale wie www.unijobs.at und www.stepstone.at veröffentlichen sowohl nationale als auch internationale Jobinserate.

Was muss ich sonst noch beachten?

Gehaltsniveaus können je nach Land und Branche variieren. Auch die Lebenshaltungskosten (Wohnung, Lebensmittel, Reisekosten, Handy, …) können von Land zu Land stark variieren. Kläre unbedingt auch mit deinem Arbeitgeber bzw. mit deiner Versicherungsanstalt welcher Versicherungsschutz für dich besteht.

Strebst du eine Karriere im Ausland an, hat das Team von StepStone den idealen Artikel dazu.

Wir wünschen dir viel Spaß mit deinem Sommerjob!

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Anm. d. Red.: Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit bezeichnen wir Personengruppen in einer neutralen Form (Bewerber, Kollegen), wobei wir immer sowohl weibliche als auch männliche Personen meinen.