Author Archives: Beatrix Mittermann

Outfit im Vorstellungsgespräch

Dressed like a Hero: Das optimale Bewerbungsoutfit

Die erste Hürde auf dem Weg zum Traumjob ist geschafft, du hast eine Einladung zu einem Bewerbungsgespräch bekommen! Doch schon wartet die nächste Herausforderung auf dich: der Dresscode! Was zieht man an, um für die Branche und den Arbeitgeber passend gekleidet zu sein? Das erste Erscheinungsbild ist wichtig, denn wie es so schön heißt: Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck. Wir verraten dir, wie du mit deinem Outfit im Vorstellungsgespräch punktest!

Tipp 1: Ein gepflegtes Äußeres

Bevor wir uns mit dem eigentlichen Outfit beschäftigen, sei hier festgehalten, dass neben gutem Benehmen, das allgemeine äußere Erscheinungsbild des Bewerbers / der Bewerberin gepflegt sein muss. Dezentes Make-Up, ordentliche Frisur, frisch gewaschene Haare, gepflegte Fingernägel, geputzte Schuhe gehören hier dazu. Und Männer sollten sich rasieren. Achte bei der Kleidung auch auf eine gute Passform und dass du dich darin wohlfühlst, um dich voll und ganz auf das eigentliche Gespräch konzentrieren zu können.

Tipp 2: Outfit an den Dresscode der Branche / des Unternehmens anpassen

Das Bewerbungsoutfit muss zum Arbeitgeber, zur Branche und zur Position passen. Ganz egal, ob ein persönliches Vorstellungsgespräch, oder eine Videointerview via Skype. Denn da gibt es durchaus Unterschiede. Informiere dich daher im Vorfeld einerseits, was für die Branche üblich ist und im Speziellen, welche Kleidung im jeweiligen Unternehmen Usus ist.  Wichtige Hinweise darauf kannst du auf der Unternehmens-Website erlangen. Die Bilder von Mitarbeitern können dir Aufschluss über die Gepflogenheiten liefern. Wir haben branchenabhängige Tipps für dich zusammengestellt:

✓ Klassischer Bürojob: Hier muss es nicht unbedingt der konservative Anzug oder das klassische Kostüm sein. Eine Anzughose inklusive dazu passendem Hemd und Krawatte bei Herren bzw. elegante Hose/Rock kombiniert mit einer Bluse an heißeren Tagen oder einem schicken Pullover bzw. Blazer an kühleren Tagen bei Damen können auch ausreichen.

✓ Kreative Branchen: Bei Werbe- und Kreativagenturen ist der Schwerpunkt meist ein anderer. Hier kommt es vor allem darauf an, dynamisch und kreativ zu wirken. Zu steif wäre hier fehl am Platz. Eine schöne dunkle Jeans mit eleganten Schuhen und einem Hemd bzw. einer Bluse zu kombinieren, kann genau diesen gewünschten Eindruck der Dynamik vermitteln.

✓ Gastronomie und Eventbereich: Hier ist der Dresscode eher formell. Damen punkten mit weißer Bluse, dunkler Hose und dunklem Blazer. Herren sollten ein weißes Hemd tragen und ebenfalls eine dunkle Hose und dunkles Sakko. Schuhe sollten ebenfalls formell sein und zur Farbe der Hose passen. Denk daran, dass sich der Arbeitgeber bereits im Gespräch abwägt, ob du ihn vor Gästen adäquat und professionell repräsentierst. Damen mit längeren Haaren sollten diese daher aus dem Gesicht heraushalten und am besten mit einem Zopf erscheinen. Was du für die Bewerbung in der Gastronomie generell beachten solltest, erfährst du in unserem Artikel zur Bewerbung in der Gastronomie.

✓ Verkauf und Marketing: Für diese Branchen empfiehlt es sich, eher auf klassische Outfits zurückzugreifen. Ein Anzug bei den Herren, oder ein Kostüm bei den Damen ist bestimmt nicht falsch. Informiere dich jedoch zunächst über die Internetseite. Junge Start-Ups treten vielleicht lässiger auf als große Technologie- und Technikunternehmen.

✓ Call Center: Für eine Anstellung im Call Center ist es nicht unbedingt erforderlich, im Anzug oder Kostüm zu erscheinen. Immerhin spielt sich hier der Kundenkontakt telefonisch ab, sodass dich Kunden gar nicht zu Gesicht bekommen. Hier wäre auch eine schöne Hose oder dunkle Jeans in Kombination mit einem Blazer oder einem Sakko in Ordnung, solange es gepflegt wirkt.

✓ Nachhilfe / Pädagogik: Auch in dieser Branche muss das Outfit nicht allzu formell sein. Halte dir vor Augen: Du wirst dafür zuständig sein, Kindern oder Jugendlichen etwas beizubringen. Hier wirst du auch bei der Ausübung der Tätigkeit nicht im Anzug erscheinen, sondern eher leger gekleidet sein. Im Bewerbungsgespräch genügen daher dunkle Hose oder Jeans mit Blazer oder Sakko kombiniert oder nur einem Hemd / einer Bluse an wärmeren Tagen.

 

Beispiel: Formelleres Outfit im Vorstellungsgespräch

z.B. für klassische Bürojobs, für Verkauf und Marketing oder die Gastronomie

Herren:

formelles Outfit im Vorstellungsgespräch Herren

Damen:

formelles Outfit im Vorstellungsgespräch Damen

Im Falle einer Bewerbung für die Gastronomie: unbedingt die Haare zusammenbinden!

 

Beispiel: Legereres Outfit im Vorstellungsgespräch

z.B. für Bewerbungen im Call Center, im Bereich Nachhilfe/Pädagogik oder für kreative Branchen

Herren:

Outfit im Vorstellungsgespräch Herren

Damen:

Outfit im Vorstellungsgespräch Damen

 

Jeans im Bewerbungsgespräch zu tragen ist auch immer wieder ein Thema unter den Bewerbern. Doch Jeans passen nicht zu jeder Branche. Wir empfehlen: Überall dort, wo der Dresscode lockerer ist, also in sehr kreativen Branchen, im Bereich Nachhilfe sowie Branchen ohne direkten Kundenkontakt wie im Call Center, können Jeans auch getragen werden. Achte aber dennoch darauf, dass es eher dunkle Jeans sind, die auf keinen Fall Löcher aufweisen sollten.

Tipp 3: Grundregeln beachten, No-Go’s vermeiden

Solltest du dir dennoch noch unsicher sein, mit welchem Outfit du im Gespräch punktest, hier drei generelle Grundregeln:

  1. 1) Wähle das Outfit so, dass es signalisiert, dass du gut zum Unternehmen passt. Das hat auch eine psychologische Komponente, da der Arbeitgeber dadurch nicht lange überlegen muss und gleich unterbewusst den Impuls bekommt, du könntest direkt anfangen.
  2. 2)  Lieber zu klassisch als zu leger.
  3. 3) Weniger ist mehr: Lieber dezent als zu auffällig.

 

Vermeide die folgenden No-Go’s:

  • Keine zu gewagte oder extravagante Kleidung
  • Kein tiefer Ausschnitt oder zu kurzer Rock / Kleid
  • Parfum nur dezent
  • Keine bunten oder gemusterten Hemden
  • Keine Comic-Krawatten
  • Nicht zu viel Make-up

Tipp 4: Schuhe und Socken an die Kleidung anpassen

Das Wichtigste zuerst: Am besten passt du deine Schuhe farblich an die Kleidung an. Auf dezente Farben setzen. Zu schwarzer Hose am besten auch schwarze Schuhe. Achte darauf, dass sie sauber sind. Bei Damen empfiehlt sich kein zu hoher Absatz. Was oft auch vergessen wird: Auch die Socken sollten farblich passend gewählt werden. Im Stehen ist das zwar meist kein Thema, aber sobald du platznimmst, blitzen Socken zwischen Hose und Schuhen hervor. Keine bunten oder weißen Socken oder gar Tennissocken. Bei eher informalen Branchen wie im kreativen Bereich, im Call Center oder für einen Nachhilfe-Job werden auch Sneakers akzeptiert. Achte aber dennoch darauf, dass sie nicht zu bunt sind und eher in dezenten Farben gehalten sind. Nähere Informationen dazu erhältst du in unserem Artikel über Sneakers im Bewerbungsgespräch.

Tipp 5: Outfit durch die richtigen Accessoires ergänzen

Bei Schmuck gilt: Lieber zu wenig als zu viel. Ein Outfit kann bei Damen durch ein einzelnes Schmuckstück optimal ergänzt werden. Auf jeden Fall solltest du einen „Christbaumbehang“ vermeiden. Kette, Ohrringe, Armband und Ringe sind definitiv zu viel. Wähle stattdessen lieber ein Schmuckstück aus.

Sehr hilfreich können Taschen oder Aktentaschen sein. Auch hier gilt: dezente Farben, die zum Outfit passen. Bewerbungsunterlagen am besten in einer Dokumentenmappe verstauen. Das vermittelt einen gewissen Ordnungssinn – niemand sucht nach einem Chaoten, bei dem Zettel wild durch die Gegend fliegen und im schlimmsten Fall sogar zerknittert oder mit Flecken aus einer unaufgeräumten Tasche gezogen werden. Bedenke Folgendes: Wie du mit deinen persönlichen Dingen umgehst, kann von Recruitern Rückschlüsse zulassen, wie du zukünftig mit Arbeitsmaterialien umgehst.

 

Ist das perfekte Outfit ausgewählt, kannst du dir weitere Gedanken über das eigentliche Vorstellungsgespräch machen. Tipps zur Vorbereitung und zum Ablauf erhältst du in unserem Artikel über das perfekte Vorstellungsgespräch. Informiere dich auch über No-Go’s im Bewerbungsgespräch und für den Fall der Fälle über die 5 Geheimtipps, die das schlimmste Vorstellungsgespräch retten. Je besser du dich auf das Gespräch vorbereitest, desto weniger leicht bist du aus der Ruhe zu bringen.

 

Bildnachweis: www.istockphoto.com

Anm. d. Red.: Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit bezeichnen wir Personengruppen in einer neutralen Form (Bewerber, Kollegen), wobei wir immer sowohl weibliche als auch männliche Personen meinen.

Bewerbung in der Gastronomie

Die perfekte Bewerbung für die Gastronomie

Du möchtest in der Gastronomie arbeiten oder suchst einen Job im Catering? Die Branche eignet sich auf Grund der flexiblen Arbeitszeiten oft als Nebenjob während des Studiums. Zudem ist das Trinkgeld attraktiv, man lernt viele Leute kennen und hat speziell bei internationalen Events auch die Möglichkeit, an seinen Fremdsprachenkenntnissen zu arbeiten. Vieles spricht dafür, doch wie sieht die perfekte Bewerbung in der Gastronomie aus? Mit unseren Tipps und Tricks klappt’s bestimmt!

 

Schritt 1: Die Suche nach geeigneten Stellen

Da die Gastronomie eine beliebte Branche für Studenten ist, findest du auf unijobs.at zahlreiche Inserate in diesem Bereich. Einfach „Gastronomie/Tourismus“ im Drop-Down-Menü der Tätigkeiten auswählen und das Suchergebnis auf das gewünschte Bundesland einschränken und schon kann es losgehen.

Tipp: Lies dir die Inserate genau durch. Ist für die Position Erfahrung gefordert? Sind die Arbeitszeiten mit deinem Studium vereinbar? Filtere jene heraus, die zu dir passen und bewirb dich gezielt.

 

Schritt 2: Die Bewerbungsunterlagen für die Gastronomie

Lebenslauf:

Der häufigste Fehler von Bewerbern ist, den Lebenslauf einmal zu erstellen und in der selben Form auszusenden, ohne Anpassungen auf den jeweiligen Job vorzunehmen. Natürlich muss ein Lebenslauf alle Bereiche der Ausbildung und Berufserfahrung sowie der Kenntnisse und Fähigkeiten widerspiegeln. Wie diese jedoch angeordnet und gewichtet sind, sollte von der jeweiligen Stelle abhängen. Im Klartext heißt das: alles, was für den Job relevant ist, sollte vorne gereiht sein und auch etwas ausführlicher behandelt werden. Hast du beispielsweise schon Gastro-Erfahrung? Dann ergänze deine bisherigen Aufgaben bei der jeweiligen Nennung des Arbeitgebers. Zum Beispiel:

2016-2017 Catering-Mitarbeiter bei der Firma XY
• Inkasso-Dienste als Kellner
• Kundenbetreuung bei internationalen Events (deutsch, englisch, französisch)
• Barkeeper-Erfahrung
• Koordinationstätigkeiten am Empfang

Damit kann sich der potentielle Arbeitgeber mehr darunter vorstellen, mit welchen Aufgaben du bereits betraut warst und wie vielseitig du eingesetzt werden kannst.

 

Bewerbungsfoto:

Da in der Gastronomie ein gepflegtes Aussehen ein wichtiges Entscheidungskriterium ist, solltest du dies bereits beim Bewerbungsfoto berücksichtigen. Damit hast du die Möglichkeit, dich bereits von deiner professionellen Seite zu zeigen.

Beispiel für ein gutes Bewerbungsfoto:

Bewerbung in der Gastronomie

Beispiel für ein schlechtes Bewerbungsfoto:

Bewerbung in der Gastronomie

Daran sieht man sehr gut, wie der erste Eindruck bereits vom Foto abhängt. Achte beim Foto darauf, dass die Kleidung gut sitzt, professionell aussieht und keine Falten hat. Die Haare müssen gepflegt aussehen.

 

Anschreiben / Motivationsschreiben:

Im Anschreiben hast du die Möglichkeit, den potentiellen Arbeitgeber von dir zu überzeugen. Speziell wenn du noch wenig oder gar keine Berufserfahrung mitbringst, ist das Motivationsschreiben von besonderer Bedeutung. Hier solltest du daher deine Stärken bestmöglich verkaufen und darauf hinweisen, wie der Gastronomiebetrieb davon profitieren kann.

Folgende Stärken sind bei der Bewerbung in der Gastronomie gefragt:

  • Starker Servicegedanke / Kundenorientierung
  • Stressresistenz / Belastbarkeit
  • Kommunikationsstärke / Kontaktfreudigkeit
  • Fremdsprachenkenntnisse
  • Zuverlässigkeit
  • Genauigkeit / Pünktlichkeit
  • Gepflegtes, professionelles Auftreten
  • Engagement
  • Teamfähigkeit / Hilfsbereitschaft
  • Hands-on-Mentalität

 

Anhang:

Wenn du bereits Erfahrungen gesammelt hast, kannst du Arbeitszeugnisse und Zertifikate als Anhang mitsenden.

Unser Tipp: Solltest du mehrere Zeugnisse senden wollen, speichere diese in einem Dokument mit dem Titel „Arbeitszeugnisse“ ab, sodass der Empfänger sich nicht durch eine Vielzahl an Anhängen klicken muss, sondern alles auf einen Blick sieht.

 

Schritt 3: Das Bewerbungsgespräch

Vorbereitung auf das Gespräch

Eine Frage, die in der Gastronomie- und Cateringbranche immer wieder gestellt wird, ist die folgende: Welche Getränke passen zu welchem Essen? Es erwartet zwar niemand, dass du mit umfangreichen Sommelier-Wissen auftrumpfst, aber die Basics solltest du drauf haben: Weißwein zu Huhn und Fisch, Rotwein zu rotem Fleisch, was eignet sich als Aperitif, was als Digestif? Lies dich da vorher ein wenig ein, dann kannst du mit diesem Wissen beim Personaler punkten.

Bereite dich auch auf andere Fragen vor, die branchenübergreifend bei Bewerbungsgesprächen oft vorkommen. Unser Artikel über Standardfragen im Bewerbungsgespräch informiert dich über weitere Fragen, die auf dich zukommen könnten und für die du dir eine passende Antwort überlegen solltest.

 

Dresscode und äußeres Erscheinungsbild

Der Dresscode für das Bewerbungsgespräch ist bei der Bewerbung in der Gastronomie eher formell. Damen punkten mit weißer Bluse, dunkler Hose und dunklem Blazer. Herren sollten ein weißes Hemd tragen und ebenfalls eine dunkle Hose und dunkles Sakko. Schuhe sollten ebenfalls formell sein und zur Farbe der Hose passen. Gepflegte Fingernägel sind ein Muss, Damen sollten auf Nagellack – vor allem auf grelle Farben – verzichten. Frisch gewaschene Haare sind beim Bewerbungsgespräch ein Muss, für Damen mit längeren Haaren empfiehlt es sich, diese aus dem Gesicht herauszuhalten (mit einem Zopf). Make-up nur dezent einsetzen, nicht zu viel Farbe ins Gesicht.

 

Körpersprache und Verhalten während des Bewerbungsgespräches

Der gute erste Eindruck beginnt bereits vor dem eigentlichen Gespräch. Viel hat mit dem äußeren Erscheinungsbild zu tun, aber auch Pünktlichkeit signalisiert, dass du jemand bist, auf den sich der Arbeitgeber verlassen kann. Am besten kommst du zehn Minuten vor dem eigentlich vereinbarten Zeitpunkt. Eine respektvolle Anrede ist ein Muss. Sieze dein gegenüber, schüttle ihm kräftig die Hand und stelle Augenkontakt her. Wichtig ist auch eine angemessene Gesprächskultur. Lass dein Gegenüber ausreden. Wenn dir etwas zu trinken angeboten wird, zeige dich hilfsbereit. Diese Eigenschaft ist auch für deine spätere Tätigkeit wichtig und zeigt Engagement.

 

Viel Erfolg bei der Bewerbung in der Gastronomie!

Bildnachweis: www.istockphoto.com

Anm. d. Red.: Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit bezeichnen wir Personengruppen in einer neutralen Form (Bewerber, Kollegen), wobei wir immer sowohl weibliche als auch männliche Personen meinen.

Vorstellungsgespräch

Das perfekte Vorstellungsgespräch

Du hast mit deinen Bewerbungsunterlagen überzeugt und wurdest zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen? Gratulation! Im nächsten Schritt geht es nun darum, auch persönlich zu überzeugen. Die Vorbereitung auf das Gespräch kann dir zu einem enormen Vorteil gegenüber anderen Bewerbern verhelfen. Wir verraten dir, worauf es ankommt!

Inhaltsverzeichnis

1. Die Vorbereitung aufs Vorstellungsgespräch
2. Der Ablauf eines Vorstellungsgespräches
3. Worauf solltest du achten?
4. Tipps für mehr Selbstbewusstsein und weniger Angst beim Vorstellungsgespräch
5. So gehst du das Gespräch locker und entspannt an!

 

Die Vorbereitung aufs Vorstellungsgespräch

1. Stelleninserat aufmerksam lesen

Was verrät dir das Stelleninserat über deinen Traumjob bzw. über das Bewerbungsgespräch? Die Jobanzeige enthält nicht nur eine Beschreibung des potenziellen Aufgabenbereichs und ein Anforderungsprofil über deine Fähigkeiten, sondern meist auch genaue Anweisungen, welche Unterlagen du mitschicken sollst – und vor allem, in welcher Form die Unterlagen übergeben werden sollen (z. B. per Mail oder Online-Formular, Dateigröße des Anhangs etc. ).

2. Der richtige Zeitpunkt

Ein frühzeitiger Termin zu Beginn des Tages ist weit vorteilhafter als ein Nachmittags- oder Abendtermin. Der richtige Zeitpunkt zählt, gerade dann, wenn der Personaler viele Interviews im Laufe eines Tages führt. Bei den ersten Kandidaten des Tages sind die Inputs noch frisch und überschaubar und die Entscheidung fällt leichter. Je weiter der Tag vorangeschritten und je mehr Interviews der Personalverantwortliche an diesem Tag bereits hinter sich hat, desto mehr Informationen kommen zusammen, die Aufmerksamkeit sinkt und der Personaler greift eher auf Erfahrungswerte zurück, um einen Bewerber einzuschätzen. Dienstag, Mittwoch und Donnerstag eignen sich übrigens besonders gut für einen Termin fürs Vorstellungsgespräch.

3. Das Gespräch üben

Das Gespräch laut zu üben ist die beste Vorbereitung, die du treffen kannst. Schaue dir mögliche Bewerbungsfragen an und versuche sie mehrmals laut zu beantworten. Wichtig ist dabei, dass du positiv, freundlich und selbstbewusst klingst. Visualisiere dein Gegenüber, sprich ruhig und langsam und achte auf eine deutliche Aussprache.

4. Gutes Benehmen

Höflichkeit, Freundlichkeit und gute Manieren vom Anfang bis zum Schluss – denn dein Bewerbungsgespräch beginnt schon beim ersten Telefongespräch mit der/dem Assistenten/in oder beim Betreten des Unternehmensgebäudes und bei den ersten Worten an der Rezeption. Schlechtes Benehmen kann dich schnell die Jobzusage kosten! Sei also respektvoll und höflich zu allen, denen du vom Betreten bis zum Verlassen des Gebäudes begegnest.

 

Der Ablauf eines Vorstellungsgespräches

Obwohl vieles im Bewerbungsgespräch stark vom Interviewer abhängt, gibt es dennoch ein generelles Schema, an dem du dich orientieren kannst. Dieses teilt das Gespräch in sechs Phasen ein:

1. Begrüßung und Smalltalk

Hier kannst du mit einem freundlichen Lächeln und Augenkontakt dafür sorgen, einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen.

2. Kennenlernen

Hier punktest du mit einer guten Selbstpräsentation (Meist lautet die Frage dazu: Erzählen Sie uns etwas über sich) und deinem Wissen über das Unternehmen. Informiere dich auch über die fünf Wörter, die du auf keinen Fall in der Selbstpräsentation verwenden solltest.

3. Bewerbungs- und Leistungsmotivation

Auch wenn jeder Interviewer anders ist und seine Fragen gezielt auf die Bedürfnisse des Unternehmens anpasst, gibt es Standardfragen, die immer wieder auftauchen. Am besten, du bereitest dich darauf vor, um im Fall der Fälle eine passende Antwort parat zu haben, mit der du deine Qualifikationen, Erfahrungen und Fähigkeiten ins richtige Licht rückst.

Häufige Fragen:
Warum wollen Sie bei uns arbeiten?
Warum möchten Sie wechseln?
Wie stellen Sie sich einen typischen Arbeitstag vor?
Was haben Sie im Zeitraum von – bis gemacht?
Wie gehen Sie mit schwierigen Kollegen um?
Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

4. Lebenslauf und Persönlichkeit

Wenn es um Fragen zu deinem Lebenslauf geht, empfiehlt es sich, deine Antworten nicht nur gut zu begründen, sondern auch, einen Bezug zur ausgeschriebenen Stelle herzustellen. In Bezug auf die Persönlichkeit tauchen die folgenden beiden Fragen immer wieder gerne auf: Was sind Ihre Stärken? Was sind Ihre Schwächen? Auch die Frage nach den Hobbys wird gelegentlich im Gespräch gestellt.

5. Rückfragen

Gibt es die Gelegenheit, Fragen zu stellen, nutze diese, um damit auch dein Interesse zu bekunden. Am besten überlegst du dir bereits vorab, was du gerne wissen möchtest und fragst dann nur jene Fragen, die im Gespräch noch nicht beantwortet wurden. Beachte dabei unbedingt: Es gibt auch Fragen, die du niemals stellen solltest.

6. Verabschiedung

Der letzte Eindruck ist fast so wichtig wie der erste. Bedanke dich beim Interviewer für seine Zeit und vergiss nicht auf den Blickkontakt beim Verabschieden.

Ein anderes Szenario zum Ablauf eines Bewerbungsgespräches wäre ein Telefoninterview. Wir bereiten dich in unserem Artikel im Telefoninterview überzeugen darauf vor. Auch ein Bewerbungsgespräch via Skype kann in der Praxis vorkommen.

 

Worauf solltest du achten?

  • Offene Körpersprache: Blickkontakt, Lächeln, gerade Körperhaltung, fester Händedruck, offene Haltung.
  • Dresscode besser zu formal als zu schrill.
  • Antworte kurz, aber interessant.
  • Bereite dich auf häufig gestellte Fragen vor.
  • Vermeide Themen wie Kündigung, Bezahlung, schlechte Erfahrungen, Privatleben und ehemalige Vorgesetzte, sofern sie nicht direkt vom Interviewpartner angeschnitten werden.
  • Vermeide außerdem: auf die Uhr schauen, Monologe führen, unnötige Fehler, absolute No-Go‘s
  • Stelle dein Handy lautlos, um peinliche Unterbrechungen durch Anrufe zu vermeiden.
  • Bewirbst du dich für eine Stelle in der Gastronomie oder im Catering, empfiehlt es sich, sich auf eine Frage speziell vorzubereiten: Welche Getränke passen zu welchem Essen? Es erwartet zwar niemand, dass du mit umfangreichen Sommelier-Wissen auftrumpfst, aber die Basics solltest du drauf haben: Weißwein zu Huhn und Fisch, Rotwein zu rotem Fleisch, was eignet sich als Aperitif, was als Digestif? Lies dich da vorher ein wenig ein, dann kannst du mit diesem Wissen beim Personaler punkten. Was du sonst noch wissen solltest über den Dresscode im Vorstellungsgespräch, was es bezüglich Haare und Aussehen zu beachten gilt und wie du körpersprachliche Elemente wie Mimik und Gestik erfolgreich einsetzt, erfährt du in unserem Artikel über das Perfekte Vorstellungsgespräch im Gastronomiebereich.

Weitere wertvolle Tipps, die dir für die Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch helfen können, findest du in unserem Artikel zum besten Zeitpunkt für dein Jobinterview sowie Psychotricks, mit denen du jedes Bewerbungsgespräch meisterst.

 

Tipps für mehr Selbstbewusstsein und weniger Angst beim Vorstellungsgespräch

  • Nicht von vornherein das Schlimmste annehmen: Erstens ist das Gespräch für beide Seiten da, um zu sehen, ob man zueinander passt und zweitens gehst nicht nur du mit einer bestimmten Hoffnung ins Gespräch, sondern auch der Personaler. Nimm dir mit diesem Gedanken ein wenig den Druck.
  • Vorbereitung: Je besser du dich vorbereitet hast, desto weniger kann dich aus der Bahn werfen. Investiere also genügend Zeit in die Vorbereitung.
  • Das Vorstellungsgespräch visualisieren: Es hilft, sich schon vorab in die Gesprächssituation zu versetzen und in Gedanken die mögliche Abfolge des Vorstellungsgespräches durchzugehen.
  • Das Äußere zählt: Der erste Eindruck ist beim Vorstellungsgespräch ganz wichtig. Dieser hängt auch stark mit deinem Outfit zusammen – überlege dir daher gut, wie du dich kleidest und was zum Unternehmen passt.
  • Authentisch bleiben: Nur mit Natürlichkeit wirst du auch punkten. Alles, was zu aufgesetzt und einstudiert wirkt, hinterlässt beim Personaler einen negativen Beigeschmack.

 

So gehst du das Bewerbungsgespräch locker und entspannt an

Viele Bewerber haben mit Lampenfieber zu kämpfen, sind angespannt und nervös, wenn sie vor der Tür der Büros des Recruiters stehen. Kein Wunder – geht es im Bewerbungsgespräch um viel und möchte man sich doch von seiner besten Seite zeigen. Da schleicht sich dann ein nervöses Wackeln mit den Füßen ein, man spricht schneller oder piepst plötzlich leise und schüchtern wie ein Mäuschen, weiß nicht wohin mit den Händen. Mit einigen Tipps und drei kuriosen Begriffen lässt sich die Anspannung und der ein oder andere nervöse Tick unter Kontrolle bringen.

1) Die Schnecke, die Trompete und der Elefant

Wer dazu neigt, in stressigen Situationen schneller oder leiser zu sprechen, der kann sich mit Bildern im Kopf helfen. Stell dir eine Schnecke vor, wenn du dazu neigst, zu schnell zu sprechen. Das Bild einer Trompete oder Elefanten kann dir dabei helfen, wenn du im Gespräch dazu neigst, immer leiser zu werden. Je öfter du das auch im Alltag abseits von Bewerbungsgesprächen übst, desto stärker wird die Wirkung dann im Ernstfall sein.

2) Der Bleistift

Natürlich soll deine Gestik locker und unverkrampft sein. Manchmal ist das aber gar nicht so einfach, besonders wenn man dazu neigt, mit den Händen herumzufuchteln. Und hier kommt der Bleistift ins Spiel. Nimm ihn in die Hand und leg deine Hände mit dem Bleistift ruhig auf den Tisch. So hast du einen Anker, an dem du dich festhalten kannst und zu dem du nach den Gestiken zurückkehren kannst.

3) Der Kutschersitz

Eine entspannte, aufrechte Körperhaltung vermittelt Selbstvertrauen und Kompetenz, das ist im täglichen Leben so und gilt natürlich auch für das Bewerbungsgespräch.
Hier hilft der Kutschersitz. Wie sitzt der Kutscher am Kutschbock? Richtig, aufrecht und gerade. Füße, Knie, Po, Schultern, Kinn und Kopf befinden sich im 90-Grad-Winkel. Man sitzt auf der gesamten Fläche des Stuhls, Rücken und Schultern sind gerade, das Kinn ebenfalls. Besonders vor wichtigen Abschnitten im Bewerbungsgespräch oder wenn du merkst, dass die Aufmerksamkeit nachlässt, solltest du darauf achten, diese Haltung einzunehmen. Sie fördert die Aufmerksamkeit und du wirkst automatisch selbstsicherer auf dein Gegenüber.

Bilder im Kopf, ein Bleistift zum Beruhigen der Hände und der Kutschersitz, der dich wieder in eine aufmerksame Achtungshaltung bringt, sind eine effiziente Unterstützung bei deinem nächsten Bewerbungsgespräch.

 

Falls das Gespräch doch nicht so klappt, wie erwartet und die Absage direkt nach dem Bewerbungsgespräch kommt, mach das beste daraus! Denn auch aus dieser Erfahrung kannst du viel mitnehmen und beim nächsten Mal den ein oder anderen Fehler vermeiden.

Im kostenlosen Bewerbungsratgeber zum Download, findest du Fragen auf all deine Antworten zum Bewerbungsprozess! Übrigens: Wusstest du, dass dir eine Initiativbewerbung auch zu einer Einladung zum Gespräch verhelfen kann?

 

Bildnachweis: www.istockphoto.com

Anm. d. Red.: Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit bezeichnen wir Personengruppen in einer neutralen Form (Bewerber, Kollegen), wobei wir immer sowohl weibliche als auch männliche Personen meinen.