Teil 3: Werkvertrag
am 4. Januar 2014 | von | Kategorie Überleben im Büroalltag

Teil 3: Werkvertrag

Arbeiten und Studieren – für viele junge Menschen gehört das zusammen.
Egal ob Flyern oder die Mithilfe in einer Werbeagentur, der erste Ferialjob oder ein richtig gut bezahlter Studentenjob – wenn man das erste Mal sein eigenes Geld verdient, tun sich bei vielen Studierenden Fragen zu steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Regelungen im Zusammenhang mit der ausgeführten Tätigkeit auf. Und tatsächlich gilt es einiges zu beachten, um finanziell auf der sicheren Seite zu sein.
unijobs.at widmet sich in der Artikelserie Dienstverhältnisse genau diesen Themen.

Was versteht man nun eigentlich unter einem freien Dienstnehmervertrag, welche arbeitsrechtlichen Ansprüche haben geringfügig Beschäftigte und was ist der Unterschied zwischen Werk- und Dienstvertrag?

Wenn du dir auch schon mal eine dieser Fragen gestellt hast, solltest du weiterlesen, denn diese Unklarheiten wollen wir mit unserer Artikelserie ausräumen.

Teil 3 der Serie haben wir für dich Informationen zum Thema Werkvertrag zusammengetragen:

Der Werkvertrag

Bei diesem Anstellungsverhältnis verpflichtet sich jemand (der Werkunternehmer) zur Herstellung eines Werkes für einen anderen (=Werkbesteller).

  • Die Dienstleistung muss nicht persönlich erbracht werden.
  • Die Zeiteinteilung kann vollkommen selbständig erfolgen.
  • Der Werknehmer muss eigene Arbeitsmittel einsetzen.
  • Der Werknehmer ist nicht in die Organisation des Werkbestellers eingegliedert.
  • Es gibt keine persönliche und wirtschaftliche Abhängigkeit.
  • Der Werknehmer muss eine erfolgreiche Leistung abliefern, nicht nur eine Arbeitsleistung in einer gewissen Zeit. Arbeitsrechtler sprechen von der “Erfolgsgarantie”. Es wird ein Werk und nicht bloß ein Wirken geschuldet.

Beispiel
Lässt sich jemand von einem Schneidermeister einen Anzug nähen, entsteht zwischen dem Schneidermeister und dem Besteller ein Werkvertrag. Zwischen dem Gesellen, der den Anzug tatsächlich näht und dem Schneidermeister besteht jedoch ein Arbeitsvertrag.

Werkvertragsnehmer sind arbeitsrechtlich vor allem Gewerbeinhaber und sonstige Selbständige. Wichtig ist auch, dass der Werkvertragsnehmer keine arbeitsrechtlichen Ansprüche gegenüber dem Auftraggeber hat.

Weitere Artikel der Serie Dienstverhältnisse:
Teil 1: Dienstvertrag, Teilzeitarbeit und Geringfügige Beschäftigung
Teil 2: Freier Dienstvertrag

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