Erwischt! So funktioniert die Plagiatsprüfung
am 29. Mai 2017 | von | Kategorie High Life an der Uni

Erwischt! So funktioniert die Plagiatsprüfung

Du stehst kurz vor deiner Abschlussarbeit.

Du recherchierst, findest verschiedenste Fachliteratur dazu, hast einige hilfreiche Textpassagen gefunden, die gut in deine Abschlussarbeit passen. Du kopierst diese und füllst somit deine Arbeit sukzessive mit fremden Texten auf und sagst dir: Das sieht doch ganz ordentlich aus, das kann ich so lassen. Vielleicht sollte ich die Quellen auch noch angeben?! Oh nein, das wäre viel zu viel Arbeit, ich tue mal so, als hätte ich das selber geschrieben. Das fällt bestimmt niemandem auf!

DENK-STE!!!

Wenn das dein Plan ist, den größten Teil deiner Arbeit aus dem Internet oder von fremden Abschlussarbeiten zu kopieren, solltest du diese Taktik noch einmal gründlich überdenken!

Denn sobald acht aufeinanderfolgende Wörter eines fremden Skripts in deiner Arbeit vorkommen und nicht als Quelle angegeben werden, gilt deine Arbeit laut Plagiatsprüfung als plagiatsverdächtig!.

Universitätsgesetz 2002

Seit Anfang 2015 gibt es erstmals eine Definition des Begriffes “Plagiat”:
“Ein Plagiat liegt eindeutig vor, wenn Texte, Inhalte oder Ideen übernommen und als eigene ausgegeben werden. Dies umfasst insbesondere die Aneignung und Verwendung von Textpassagen, Theorien, Hypothesen, Erkenntnissen oder Daten durch direkte, paraphrasierte oder übersetzte Übernahme ohne entsprechende Kenntlichmachung und Zitierung der Quelle und der Urheberin oder des Urhebers.” (§ 51 Abs. 2 Ziffer 31 UG)

Wie wird meine Abschlussarbeit überprüft?

Seit 2008 werden an den Universitäten und Hochschulen Plagiatsprüfungen mittels einer Plagiatsprüfungssoftware durchgeführt. Nachdem du deine Abschlussarbeit auf den Hochschulserver geladen hast überprüft die Software innerhalb von 24 Stunden, ob deine Abschlussarbeit selbst geschrieben oder kopiert wurde. Falls du geschummelt hast, kann dein Studienbetreuer die Arbeit als nichtig erklären und dir ein neues Thema aufbrummen.

Keine Sorge –  Du wirst nicht exmatrikuliert, aber lass es nicht darauf ankommen.

So funktioniert die Plagiatsprüfung Step by Step:

  • Du lädst deine Abschlussarbeit auf den Hochschulschriftenserver
  • Die Plagiatsprüfungssoftware vergleicht auf Textgleichheiten mit bereits veröffentlichten Werken.
  • Prüfbericht innerhalb von 24 Stunden
  • Betreuer bewertet ob Plagiat oder nicht
  • Freigabe oder Zurückweisung

Tipp:

  • Schreibe deine Arbeit selbst
  • Zitate und fremde Textpassagen immer angeben

Schummeln ist dank der neuen Plagiatsprüfung nicht mehr so einfach, wie es früher vielleicht einmal war. Um viel Ärger und Frust zu vermeiden, gebe die Quellenangaben zu fremden Texten in der Abschlussarbeit genau an und wenn du wissenschaftlich korrekt arbeitest, steht einer positiven Bewertung deiner Arbeit nichts mehr im Weg.

 

Bildnachweis: www.istockphoto.com

Anm. d. Red.: Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit bezeichnen wir Personengruppen in einer neutralen Form (Bewerber, Kollegen), wobei wir immer sowohl weibliche als auch männliche Personen meinen.

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