Berufseinstieg: 2/3 der Absolventen schaffen ihn innerhalb von 3 Monaten
am 25. November 2016 | von | Kategorie Einsteigen und Aufsteigen

Berufseinstieg: 2/3 der Absolventen schaffen ihn innerhalb von 3 Monaten

Zwei Drittel der jungen Erwachsenen gelingt Berufseinstieg innerhalb von 3 Monaten nach Ausbildungsende

Unter den 15- bis 34-Jährigen, die ihre Schulbildung bereits beendet haben, gelingt rund zwei Drittel der jungen Erwachsenen ein rascher Berufseinstieg, Männern (76%) häufiger als Frauen (55%). Wie die Studie “Eintritt junger Menschen in den Arbeitsmarkt” von Statistik Austria belegt, erweisen sich soziale Netzwerke im Familien- und Bekanntenkreis für 30% der Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger als die wichtigste Zugangsmöglichkeit in die erste stabile Beschäftigung.

Rascher Berufseinstieg gelingt Männern öfter als Frauen

Für 65% der Jugendlichen und jungen Erwachsenen vollzieht sich der Übergang von der Ausbildung in den ersten stabilen Job relativ nahtlos. D. h., der erste Job wurde noch während der Ausbildung oder maximal drei Monate nach Ausbildungsende begonnen oder die hauptsächliche Tätigkeit während der Übergangsdauer bestand in der Absolvierung des Präsenz- bzw. Zivildienstes. Werden nur jene Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger betrachtet, deren Eintritt ins Erwerbsleben nicht bzw. nicht überwiegend durch den Präsenz- oder Zivildienst verzögert wird, so zeigt sich, dass Männern öfter ein schneller Berufseinstieg gelingt als Frauen: Rund drei Viertel (76%) der jungen Männer, aber nur jeder zweiten Frau, gelingt binnen der ersten drei Monate nach Ausbildungsende der Berufseinstieg. Die Probleme formal gering qualifizierter Jugendlicher (ohne über die Pflichtschule hinausgehenden Abschluss), am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, zeigen sich einmal mehr in der Tatsache, dass es nur jeder bzw. jedem Vierten (25%) aus dieser Gruppe gelingt, gleich nach der Schule einen ersten Job zu bekommen. Für junge Erwachsene ohne österreichische Staatsbürgerschaft vollzieht sich der Berufseinstieg wesentlich seltener innerhalb der ersten drei Monate als bei Personen mit österreichischer Staatsbürgerschaft (40% im Vergleich zu 70%).

Zwischen Ausbildungsende und Berufseinstieg vergehen durchschnittlich neun Monate

Von allen jungen Erwachsenen, die das formale Schul- und Ausbildungssystem verlassen haben, beginnen 24% den ersten Job bereits vor oder zeitgleich mit ihrem Ausbildungsende. Bei den übrigen 76% vergehen im Durchschnitt (Median) neun Monate, bis sie in den Arbeitsmarkt eintreten. In diesem Wert sind auch Verzögerungen durch die Absolvierung des Präsenz- und Zivildienstes enthalten. Dies erklärt zu einem Teil auch die vergleichsweise kürzere Übergangsdauer zwischen Ausbildung und Beruf von Frauen: Für Frauen vergehen im Schnitt 6 Monate, für Männer 12 Monate bis zum ersten Job. Für Personen ohne österreichische Staatsbürgerschaft dauert es knapp drei Mal so lange bis nach Ausbildungsende der erste stabile Job aufgenommen wird wie für Österreicher (8 Monate). Besonders lange Übergangsperioden weisen Personen mit höchstens Pflichtschulabschluss (3 Jahre und 6 Monate) auf, sowie Frauen, die zwischen Ausbildung und Beruf überwiegend mit Betreuungsaufgaben von Kindern oder Angehörigen beschäftigt sind.

Soziale Netzwerke sind die wichtigste Brücke in den Arbeitsmarkt

Soziale Netzwerke im Familien- und Bekanntenkreis erweisen sich für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger als die wichtigste Zugangsmöglichkeit in den ersten stabilen Job. Knapp ein Drittel (30%) der jungen Erwachsenen findet über Unterstützung von Familie, Freunden oder Bekannten den ersten Job. Mit 23% an zweiter Stelle steht – bedeutend vor allem für Personen, die eine Lehre abgeschlossen haben – die frühere Tätigkeit in derselben Firma. In etwas geringerem Umfang erfolgt der Arbeitsmarkteintritt über Inserate in Zeitung oder Internet (18%) sowie über Direkt- oder Blindbewerbungen (17%). Über das Arbeitsmarktservice finden fünf von hundert jungen Erwachsenen ihre erste stabile – länger als drei Monate dauernde – Tätigkeit.

Unter Personen mit höchstens Pflichtschulabschluss sind Familie, Freunde oder Bekannte als Zugangsweg in den Arbeitsmarkt besonders bedeutsam (54%), und unter Lehrabsolventinnen und -absolventen die frühere Tätigkeit in derselben Firma (39%). Für Personen mit Studienabschluss bilden Stellenausschreibungen in Zeitung und Internet (36%) die wichtigste Einstiegsvariante in den ersten stabilen Job. Netzwerke über Familie und Bekannte (23%) sind aber auch hier der zweitwichtigste Brückenschlag in den Arbeitsmarkt.

Quelle: Statistik Austria
Artikel: Stepstone.at
Bildnachweis: www.istockphoto.com

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